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Betreff: Gedenktafel für Margarethe Gräfin von Hardenberg
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:41-Fachbereich Kultur   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Kenntnisnahme
25.08.2016 
39. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

 

 

1. Antrag

 

Der Antrag auf Anbringung einer Gedenktafel für Margarethe Gräfin von Hardenberg (geb. von Oven) wurde am 12. November 2014 von Prof. Dr. Udo Haack gestellt. Der Antrag wird durch das Gutachten des Denkmalbeauftragten der Universität, Prof. Dr. Peter Aufgebauer, befürwortet. Das Einverständnis der Hauseigentümer Dahlmannstraße 1 liegt vor. Die Tafel soll folgenden Text erhalten:

 

Margarethe Gräfin von Hardenberg

geborene v. Oven

Widerstandskämpferin

1965 - 1984

 

2. Lebensdaten

 

Margarethe Gräfin von Hardenberg wurde am 11. März 1904 als Margarethe von Oven in Berlin geboren und stammte aus einer preußischen Offiziersfamilie; ihr Vater fiel im Ersten Weltkrieg als Oberstleutnant und Kommandeur eines Infanterie-Regiments. Um zum Unterhalt der Familie beizutragen, arbeitete Margarethe von Oven in den zwanziger und dreißiger Jahren als Sekretärin in verschiedenen Ministerien (1925 erhielt sie eine Stelle im Reichswehrministerium) und Botschaften (Moskau, Budapest, Lissabon, Berlin). Seit dem Sommer 1943 war sie im Büro von Henning von Tresckow, mit dessen Ehefrau sie seit ihrer Kindheit befreundet war, im Oberkommando der Heeresgruppe Mitte im Bendlerblock tätig. Durch ihn wurde Margarethe von Oven in die Vorbereitungen des 20. Juli 1944 einbezogen. Nach dem gescheiterten Attentat wurde sie verhaftet, jedoch ohne ihr den Umfang ihrer konspirativen Beteiligung im engsten Kreis der Verschwörer nachweisen zu können; nach vierzehntägiger Haft wurde sie entlassen und nahm ihre Tätigkeit als Sekretärin wieder auf.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebte und arbeitete Margarethe von Oven einige Jahre in der Schweiz und war schließlich ab 1954 in der von Hardenbergschen Vermögensverwaltung unter Carl-Hans Graf von Hardenberg tätig, der als Freund Henning von Tresckows zum engsten Widerstandskreis des 20. Juli gehörte. Ein Jahr später heiratete sie dessen Bruder, den Forstmeister Wilfried Graf von Hardenberg, und lebte mit ihm zunächst in Hardegsen. Nach dessen Pensionierung zog das Paar 1965 nach Göttingen in die Dahlmannstraße 1, wo Margarethe Gräfin von Hardenberg nach dem Tod ihres Ehemanns (1973) noch bis Anfang 1984 lebte. Margarethe Gräfin von Hardenberg starb am 5. Februar 1991 in Göttingen.

 

3. Bedeutung

 

Margarethe Gräfin von Hardenberg war an den Umsturzplänen des 20. Juli 1944 zentral beteiligt. Auf der Basis der besonderen freundschaftlichen Verbindung weihte Henning von Tresckow sie in die „Operation Walküre“ ein, deren schriftlich ausgearbeitete Planungen, Nachrichten und Kontakte im Verschwörerkreis von Margarethe von Oven mitformuliert wurden. Vor allem nachdem von Tresckow im Oktober 1943 als Regimentskommandeur an die Ostfront gewechselt war, liefen die wichtigsten kommunikativen Wege über Margarethe von Oven; an den konspirativen Gesprächen zwischen von Tresckow und Claus Graf Schenk von Stauffenberg im Umfeld des Bendlerblocks in Berlin nahm Margarethe von Oven regelmäßig teil und fixierte die besprochenen Planungen dann schriftlich.

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

XNein

 

siehe Anlage

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Finanzielle Auswirkungen Gedenktafel (42 KB)      
 
 

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