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Betreff: 99. Änderung des Flächennutzungsplanes 1975 der Stadt Göttingen "Am Talsgraben"
- Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
Beratungsfolge:
Ortsrat Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren Anhörung
11.09.2014 
16.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren abgelehnt   
Ortsrat Grone Anhörung
25.09.2014 
27.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Vorberatung
09.10.2014 
44. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:             

 

1.               Für den nachfolgend aufgeführten Änderungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für die 99. Änderung des Flächennutzungsplanes 1975 der Stadt Göttingen „Am Talsgraben“ gefasst.

 

2.               Die Verwaltung wird beauftragt, für die o. g. Flächennutzungsplanänderung die erforderlichen Verfahren mit Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden gem. §§ 3 Abs. 1 und 4 Abs. 1 BauGB einzuleiten und den Entwurf zu erarbeiten.

 

3.               Ziele und Zwecke der Planung:

Mit der Flächennutzungsplanänderung sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen zum Bau von großflächigem Einzelhandel geschaffen werden. Vorgesehen ist die Darstellung einer Sonderbaufläche (S) mit der Zweckbestimmung Möbeleinzelhandel.

Das Erfordernis der Flächennutzungsplanänderung ergibt sich aus dem Entwicklungsgebot gem. § 8 Abs. 2 BauGB für den im Parallelverfahren zu ändernden Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 36, 1. Änderung „Am Talsgraben“

 

4.               Geltungsbereich:

Das Plangebiet liegt nördlich der B 3 (Dransfelder Straße). Es schließt im Westen an die vorhandenen Gewerbegrundstücke an, wird im Norden durch den vorhandenen Wirtschaftsweg entlang des Elstalgrabens begrenzt. Die Ostgrenze verläuft auf der Ostseite der Wegeparzelle „In der Springmühle“, im Süden grenzt der Geltungsbereich an die Dransfelder Straße.

 

Maßgeblich für die Abgrenzung ist die zeichnerische Darstellung des Flächennutzungsplanes im Maßstab 1:5000.

 

Begründung:

 

Die vorliegende 99. Änderung des Flächennutzungsplanes 1975 der Stadt Göttingen bezieht sich auf die 95. Flächennutzungsplanänderung, die im Jahr 2009 wirksam wurde.

 

Mit der 95. Flächennutzungsplanänderung wurden die Voraussetzungen für den Betrieb eines Cash- und Carry-Marktes geschaffen. Der geltende Flächennutzungsplan stellt hier derzeit eine gewerbliche Baufläche dar.

Der geplante Großhandel wurde nicht realisiert, die Fläche wird bislang gewerblich nicht genutzt.

Im vom Rat im Februar 2014 beschlossenen Einzelhandelskonzept für die Stadt Göttingen (EHK) ist die Fläche in Ergänzung zum „Sonderstandort West“ als Potentialfläche für großflächigen Einzelhandel mit nicht zentrenrelevanten Kersortimenten ausgewiesen (vgl. EHK-Kurzfassung, Kapitel 5, Seite ). Für das Segment Möbel wird trotz guter Zentralitätswerte angesichts vergleichsweise kleiner und z. T. einfacher Betriebe weiteres Potential für neue Betriebsformen gesehen (vgl. EHK Langfassung, Seite 77 f.).

Das Erfordernis der Flächennutzungsplanänderung liegt vor, da ein Cash- und Carry-Markt als Großhandelsbetrieb planungsrechtlich in einem Gewerbegebiet zulässig ist, während ein Möbelmarkt als großflächiger Einzelhandelsbetrieb nur in der Gebietskategorie eines Sondergebietes erlaubt ist. Mit der Flächennutzungsplanänderung soll den geänderten Zielvorstellungen entsprochen werden.

 

Städtebauliche Situation

Das Plangebiet liegt im Westen von Göttingen in der Gemarkung Grone und mit einer kleinen Teilfläche in der Gemarkung Groß Ellershausen.

Die Lage ist geprägt durch die überörtlichen Verkehrswege der im Osten gelegenen BAB A7 mit der Autobahnanschlussstelle Nr. 73 Göttingen und der B3 (Dransfelder Str. /Kasseler Landstr.).

Die städtebauliche Situation wird bestimmt durch die Nachbarschaft zur vorhandenen Gewerbeagglomeration mit dem Betrieb des Göttinger Tageblatts, dem Freizeit In und der Betriebsstätte von ABB. Östlich der Autobahn befindet sich das Fachmarktzentrum `Kaufpark´ und das Gewerbegebiet `Siekhöhe´.

Im Einzelhandelskonzept der Stadt Göttingen wird das Plangebiet dem Sonderstandort West in der Nachbarschaft zum Kaufpark zugeordnet.

 

Planungsrecht:

Mit der 99.Flächennutzungsplanänderung wird dem Entwicklungsgebot gem. § 8 BauGB entsprochen. Die 1. Änderung des Bebauungsplanes Göttingen Nr. 36 „Am Talsgraben“ wird im Parallelverfahren durchgeführt.

 

Planungsinhalt:

Als Art der baulichen Nutzung wird Sondergebiet (S) gem. § 1 Abs. 1 Nr. 4 BauNVO mit der Zweckbestimmung `Möbeleinzelhandel´ dargestellt. Mit der Festsetzung eines Sondergebietes für den großflächigen Einzelhandel sind insbesondere die Ziele der Raumordnung und Landesplanung zu berücksichtigen. Auswirkungen auf den Verkehr, das Orts- und Landschaftsbild, den Naturhaushalt sowie schädliche Umwelteinwirkungen sind zu untersuchen. Diese Belange werden ausführlich erläutert und abgewogen. Es wird auf die Vorlage zur Bebauungsplanänderung verwiesen.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für die Stadt Göttingen entstehen durch die 99. Änderung des Flächennutzungsplanes 1975 der Stadt Göttingen keine Kosten.

Planungskosten und Kosten für Fachgutachten werden vom Vorhabenträger übernommen. Hierzu wird ein entsprechender Planungskostenvertrag abgeschlossen.

 

Anlagen:

 

  • Plan des Geltungsbereiches der 99. Änderung des Flächennutzungsplan 1975 der Stadt Göttingen „Am Talsgraben“

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Geltungsbereich_AB_99_FPlanänder. (330 KB)      
 
 

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