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39. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Do, 25.08.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 18:05 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Deutsches Theater - Studio, Theaterplatz 11, 37073 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
SPD/0193/16 Antrag der SPD-Ratsfraktion betr. "Gedenken neu gestalten"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:SPD-Ratsfraktion Beteiligt:Dezernat C - Soziales und Kultur
    41-Fachbereich Kultur
 
Abstimmungsergebnis
Beschluss

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In Vertretung für den krankheitsbedingt abwesenden Herrn Arndt erläutert Herr Prof. Dr. Neumann den von der SPD-Ratsfraktion eingebrachten Antrag.

Intention des Antrages sei es insbesondere, mittels einer wissenschaftlichen Aufarbeitung den z. T. durch Denkmäler dokumentierten „Wahnsinn der deutschen Geschichte“ besonders ngeren Generationen zu vermitteln. Exemplarisch verweise er in diesem Zusammenhang auf das Langensalza-Denkmal und das Süd-West-Afrika-Denkmal. Grundsätzlich bestehe nach Ansicht seiner Fraktion auch im Bereich der baulichen Unterhaltung sowie Reinigung und Pflege Handlungsbedarf.

Frau Gerl-Pleinhrt aus, dass Sie die Ausführungen von Herrn Prof. Dr. Neumann für grundsätzlich nachvollziehbar ansehe, nach ihrer Einschätzung aber die Höhe der hierfür erforderlichen Haushaltsmittel für nicht einschätzbar halte. Sie halte es daher für besser, vor einem Beschluss über den Antrag zunächst den Umfang einzugrenzen und die voraussichtlichen Kosten zu ermitteln. Insofern habe sie Bedenken, den Antrag heute zu beschließen, da sie die Umsetzung als problematisch ansehe. Insofern schlage sie eine Umwandlung in einen Prüfauftrag vor.

Herr Pache erklärt, dass er die Intention des Antrages grundsätzlich begrüße, er aber sowohl die von Frau Gerl-Plein vorgetragenen Bedenken hinsichtlich des Umfangs und der erforderlichen Finanzmittel teile, aber auch auf die begrenzten personellen Kapazitäten in der Verwaltung verweise.

Frau Dr. Schlapeit-Beck bestätigt, dass die personellen Kapazitäten der Kulturverwaltung für eine Bearbeitung dieses Antrages nicht ausreichen würden. Grundsätzlich verstehe aber die Verwaltung diesen Antrag zunächst als einen solchen Prüfauftrag für eine mögliche Beauftragung entsprechender Fachleute und Ermittlung der voraussichtlichen Kosten ggf. bis zum Ende dieses Jahres.

r die im Stadtgebiet befindlichen rd. 110 Brunnen, Denkmale und Kunstobjekte erinnert Herr Beck an eine bereits vor Jahren in Kooperation mit dem Göttinger Tageblatt erfolgreich durchgeführte Spendenaktion, die seinerzeit zu einem Erlös i. H. v. rd. 38.000 € geführt habe. Mit diesen Spenden und dem regelmäßig etatisierten Haushaltsansatz i. H. v. 10.000 € konnten die Brunnen und Denkmäler in einen nach seiner Ansicht guten Zustand versetzt und gehalten werden. In diesem Zusammenhang werde im Haushaltsplanentwurf 2017/2018 von der Kulturverwaltung eine Erhöhung dieses Ansatzes beantragt. Bezüglich der beantragten wissenschaftlichen Aufarbeitung verweist er einerseits auf die begrenzten personellen Kapazitäten der Kulturverwaltung, andererseits auf eine in Bezug auf manche Brunnen und Denkmäler sehr begrenzte Quellenlage. Die vorhandenen Informationen würden schon heute auf der website www.denkmale.goettingen.de zugänglich gemacht.

Grundsätzlich schlage er vor, bei dem Antrag eine Trennung der nach seiner Ansicht funktionierenden baulichen Unterhaltung und der wissenschaftlichen Aufarbeitung vorzunehmen. 

Dem Vorschlag von Herrn Gerhardy nach Umformulierung in einen Prüfauftrag, beschließt der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft nachfolgend einstimmig:

Die Verwaltung wird gebeten, eine systematische und kritisch geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung der Denkmale und Erinnerungsorte an die Opfer von Kriegen in Göttingen zu prüfen. Sowohl die erforderlichen Haushaltsmittel für ein solches Gutachten als auch die notwendigen Mittel für die Sanierung, Unterhaltung und Anbringung von Erläuterungstafeln sind (möglichst) im Rahmen der Haushaltsberatungen 2017 vorzulegen.“       

 
 

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