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39. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: vertagt (zurückgestellt)
Datum: Do, 25.08.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 18:05 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Deutsches Theater - Studio, Theaterplatz 11, 37073 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
SPD/0194/16 Antrag der SPD-Ratsfraktion betr. "Überarbeitung der Richtlinien für die Anbringung von Gedenktafeln"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:SPD-Ratsfraktion Beteiligt:41-Fachbereich Kultur
 
Abstimmungsergebnis
Beschluss

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Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Richtlinie für die Anbringung von Gedenktafeln (1977) (282 KB)      

Herr Prof. Dr. Neumann erläutert den von der SPD-Ratsfraktion eingebrachten Antrag. Grundsätzlich sei nach seiner persönlichen Ansicht eine gewisse „Inflation“ bei den Ehrungen durch Anbringung von Gedenktafeln festzustellen. Daher rege er an, die in den bestehenden Richtlinien bisher eher allgemein gehaltenen Voraussetzungen konkreter zu fassen, auch wenn dies unter Umständen zu weniger Tafeln führen werde. Unter Bezug auf den Antragstext halte er es darüber hinaus für notwendig, den Begriff „zeitgemäß“ zu definieren, da dieser nach seiner Aussage von Generation zu Generation unterschiedlich interpretiert würde.

Letztlich werde in dem Antrag auch eine Revision bereits angebrachter Gedenktafeln angeregt, wenn die in früheren Jahren dadurch dokumentierte Ehrung einer bestimmten Person aus heutiger Sicht nicht mehr erfolgen rde.

Herr Pache und Frau Gerl-Plein erklären, dass auch aus ihrer Sicht insbesondere der Begriff „zeitgemäß“ zu definieren sei.

Frau Gerl-Plein schlage daher vor, dieses Adjektiv ggf. zu streichen. Auch sollte nach ihrer Ansicht keine Abnahme bereits vorhandener Gedenktafeln erfolgen.

Auch nach Ansicht von Herrn Höfer sei der Begriff „zeitgemäß“ nur schwer zu definieren und immer aktuellen Trends unterworfen. Da ihm die alte Richtlinie aus dem Jahr 1977 nicht bekannt sei, bitte er vor einer Entscheidung über den Antrag um Überlassung derselben.

Herr Dr. Häntsch erklärt, dass er sich den Ausführungen von Herrn Höfer anschließe und auch er vor einer Entscheidung darum bitte, dem Ausschuss die Richtlinien von 1977 zu überlassen.

Frau Dr. Schlapeit-Beck sagt zu, die Richtlinien dem Protokoll als Anlage beizufügen (Anlage 2). Da die Kenntnis der bisherigen Richtlinien vor einer Entscheidung erforderlich sei, schlage sie vor, die Entscheidung über den Antrag der SPD-Ratsfraktion zu verschieben.

Bezüglich der im Antrag explizit für eine Abnahme vorgeschlagenen Gedenktafel für den aus heutiger Sicht nicht mehr in Frage kommenden Heinrich von Treitschke verweist Herr Dr. Böhme darauf, dass seit Jahren eine grundsätzliche Ehrwürdigkeit vorgeschlagener Personen sowohl von der Stadt als auch dem Denkmalbeauftragten der Universität geprüft würden. Bezüglich der aus dem Jahr 1977 stammenden Richtlinie merkt Herr Dr. Böhme an, dass diese in Stil und Form sicher überarbeitet werden könne, eine Anbringung von Gedenktafeln von Personen auch ohne Wissenschaftsbezug aber explizit vorgesehen sei.

Zu der vorgeschlagenen Abnahme von aus heutiger Sicht nicht mehr zu vertretenden Gedenktafeln führt Herr Dr. Böhme weiter aus, dass die Gedenktafeln zwar i. d. R. vom Stadtarchiv bezahlt würden, nach einer Anbringung an ein Gebäude aber in das Eigentum des Hauseigentümers/der Hauseigentümerin übergehen würden. Rechtlich gebe es keine Handhabe, eine Abnahme zu verlangen ebenso wie eine Auskunftspflicht über den Verbleib abgenommener Gedenktafeln.

Herr Prof. Dr. Neumann erklärt für die antragstellende SPD-Ratsfraktion sein Einverständnis zu einer Vertagung des Antrages.

 
 

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