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32. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Weende/Deppoldshausen
TOP: Ö 7
Gremium: Ortsrat Weende/Deppoldshausen Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 17.12.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 20:40 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Thiehaus Weende, Breite Str. 17, 37077 Göttingen-Weende
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Speidelhrt aus, dass es zuletzt in der Nacht vom 14. auf den 15.12.2015 wieder zu erheblichen Beschwerden durch einen Anwohner gekommen sei. Eine Gruppe von 40 bis 50 Personen habe zum Teil erheblichen Lärm verursacht und sei sogar auf dem Dach des Thiehauses herumgeklettert. Der Lärm habe bis nachts um 3.00 Uhr angedauert. Sie rege an, die Nutzung des Gebäudes auf 24.00 Uhr zu beschränken.

 

Herr Krengelhrt aus, dass die Gäste eine Gruppe von Medizinern war, welche eine sehr leise Veranstaltung ohne Musik durchgeführt hätten. Nachts sei jedoch eine Gruppe von Jugendlichen dazugestoßen, welche ohne Einladung an der Feier teilnehmen wollten. Nachdem ihnen dies durch die Mieter versagt worden sei, kam es zu dem besagten Lärm sowie Einstiegsversuchen über das Dach. Hierbei seien durch die Jugendlichen zum Teil erhebliche Drohungen wie z. B. „Wir nehmen die Bude auseinander!“ ausgestoßen worden. Die Polizei sei dann von den Mietern selbst angerufen worden.

 

Frau Abramowski erklärt, dass sie die Entwicklungen bedauere. Wenn weiterhin derartige Beschwerden eingingen, habe der Ortsrat bald keine Einnahmen mehr vom Thiehaus. Sofern die Vermietung nur bis 24.00 Uhr erfolge, befürchte sie, dass Mieter kein Interesse mehr an dem Gebäude hätten. Sie würde es begrüßen, wenn die zum Teil empfindlichen Nachbarn etwas mehr Toleranz zeigen würden.

 

Der Ortsart dürfe sich das Thiehaus nicht von einem einzelnen Anwohner kaputtmachen lassen, so Herr Berger. Es liege sicherlich im Interesse des gesamten Ortsrates das Thiehaus und die Einnahmen daraus zu behalten. Sofern tatsächlich Überschreitungen geschehen, sse die Polizei gerufen werden.

 

Auf Rückfrage von Frau Fischer-Kallmannhrt Herr Krengel aus, dass neben Jugendpartys auch Partys mit lauter Musik regelmäßig abgelehnt würden. In der Nachbarschaft führten jedoch auch bereits kleinere Gruppen von Rauchern vor dem Gebäude zu Beschwerden. Dies sei sogar schon bei Ortsratssitzungen der Fall gewesen. Seines Wissens sei die Polizei in diesem Jahr dreimal vor Ort gewesen, habe jedoch nie einen Grund zum Einschreiten gesehen.

 

Herr Dr. Pfahl weist darauf hin, dass der Ortsrat doch im Grunde nicht viele Möglichkeiten habe. Das Gebäude nicht mehr zu vermieten sei wohl der falsche Weg. Auch eine Änderung der Vermietungspraxis führe wohl zu deutlichen Einnahmeausfällen. Das Problem bestehe wohl in erster Linie darin, dass es dort wo Alkohol getrunken werde, auch lauter werden könne. Dieses Problem werde der Ortsrat aber nicht lösen können. Zudem seien ihm nur Beschwerden einer Einzelperson bekannt, welche offensichtlich empfindlicher als die anderen Anwohner sei.

 

Herr Horn erklärt, dass die gängige Vermietungspraxis, wie von Herrn Krengel bereits ausgeführt, bereits viele Eventualitäten abdecke. Man könne in Zukunft sicherlich noch verstärkter darauf achten, dass laute Musik o. ä. ausgeschlossen werde, dies schütze jedoch nicht vor dem Lärm, welcher vor dem Gebäude durch z. B. Raucher verursacht werde. Hierfür könne er sich vorstellen, einen Weg vom Eingang des Gebäudes zu den Bänken südlich vor dem Gebäude zu schaffen und die Raucher dorthin zu verlagern. Vor dem Gebäude müsste dann im Mietvertrag ein Aufenthaltsverbot vereinbart werden. Da die Einnahmen aus dem Gebäude jedoch dem Ortsrat zugutekommen, sehe er auch den Ortsrat in der Pflicht die hierfür anfallenden Kosten zu tragen.

 

Er bitte die Verwaltung einen entsprechenden Beschlussvorschlag ggf. mit einer Überdachung sowie einer Kostenschätzung r den angedachten Standort im Ortsrat vorzustellen, so Herr Dr. Pfahl. Dieser Vorschlag findet allgemeine Zustimmung.

Nach einer weiteren kurzen Diskussion beschließt der Ortsrat einmütig bei einer Enthaltung.

Die Verwaltung wird gebeten eine Planung für die Schaffung eines ggf. überdachten Raucherbereiches dlich vor dem Thiehaus sowie die anfallenden Kosten im Ortsrat vorzustellen.

 
 

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