zurück
 
 
33. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 22.10.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 18:40 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Deutsches Primatenzentrum, Kellnerweg 4, 37077 Göttingen
Ort:
Zusatz: Vor Beginn der Sitzung findet um 16.00 Uhr eine Führung durch die Räumlichkeiten des DPZ statt.
FB41/0337/15 Vereinbarung über Ziele und Leistungen sowie die gemeinsame Finanzierung der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:41-Fachbereich Kultur   
 
Beschluss

Herr Gerhardy begrüßt zu diesem TOP Herrn Wolff von der Internationale  Händel-Festspiele Göttingen GmbH.

Frau Dr. Schlapeit-Beck erläutert, dass der Vertrag jetzt vorgelegt werden müsse, da die bisherige Vereinbarung zum 31.12.2015 auslaufe. Der städtische Zuschuss solle für den Zeitraum 2016 bis 2020 auf 150.000,- € erhöht werden. Im Gegenzug würden Einmalförderungen aus der Göttinger Milden Stiftung oder aus dem Ausgleich des Mindestlohns entfallen. Es sei erreicht worden, dass das Land Niedersachsen und der Landkreis Göttingen ihre Anteile anheben würden. Zum 100-jährigen Jubiläum der Händel-Gesellschaft sei vorgesehen, 2020 alle 42 Händel-Opern aufzuführen. Alle Beteiligten wollten dafür besondere Anstrengungen übernehmen, 2017 sollen erste Gespräche über das Jubiläum stattfinden.

Herr Wolff sieht in der geplanten Erhöhung in der Zielvereinbarung sowie in der zunehmenden Förderung durch die Bundesbeauftragte für Kultur und die EU starke Signale an die Träger vor Ort. 150.000,- € machten 8 % des Budgets der Händel-Festspiele aus. Diese vereinbarte Finanzierung sei wegen des von Förderern häufig geforderten Eigenanteils notwendig, zudem habe die Händel-Gesellschaft steigende Gehälter der Orchestermusiker zu berücksichtigen. Für international renommierte Musiker müssten die Tagessätze angepasst werden, damit sie nicht zu konkurrierenden Veranstaltungen wechselten. Das Land Niedersachsen fordere von der Händel-Gesellschaft klare Ziele und allgemeine Überprüfbarkeit. Das Public viewing solle durch die Projektmittel verstetigt werden; an einer solchen Veranstaltung in der Lokhalle hätten über 1000 Zuschauer teilgenommen, darunter viele Studierende. 2020 sollten alle 42 Opern aufgeführt werden, davon würden zehn als Film gezeigt. Er hoffe, dass die neue Stadthalle dann als Spielstätte zur Verfügung stünde, eventuell würde auch die Lokhalle miteinbezogen. Die Kreisfusion solle in die Zielvereinbarung integriert werden. Im Rahmen der EU-Förderung würden Vermittlungsprogramme, z. B. mit Schulklassen, sowie Crossover-Projekte durchgeführt, z. B. Oper als Hip-Hop.

Herr Arndt fragt nach dem Engagement im Landkreis Göttingen und der Zahl der Veranstaltungen, auch für die Zeit nach der Fusion.

Herr Wolf antwortet, dass der Anteil des Landkreises von 50.000,- € auf 60.000,- € überproportional steige. Im Landkreis läge der Schwerpunkt eher auf der Vermittlung, z. B. mit Demenzerkrankten, oder Projekten, z. B. dem „Kunstkloster“ in Duderstadt. Er erwarte, dass die Anzahl der Konzerte im Landkreis von derzeit sieben bis zehn nach der Fusion auf zehn bis 13 ansteige.

Frau Gerl-Plein fragt, ob in Osterode erst ab 2017 oder bereits 2016 Veranstaltungen stattfänden.

Herr Wolf verweist auf ein Konzert in Bad Lauterberg, im Übrigen würden im Landkreis noch Spielstätten gesucht, eine Fotodokumentation der Veranstaltungsorte solle erstellt werden.

Herr Beck weist auf die in der Umfrage (siehe TOP 5) genannten Besucherzahlen hin.

Herr Akad gibt zu bedenken, dass zahlreiche Kultureinrichtungen existierten, die keine Zuschüsse bekämen, aber der Solidarität bedürften.

Herr Arndt weist in diesem Zusammenhang auf die überregionale Bedeutung der Händel-Festspiele hin; er beantragt wegen Beratungsbedarf in der SPD eine Vertagung der Entscheidung. Die Entscheidung wird daraufhin einstimmig auf den 19.11.2015 vertagt.

Frau Dr. Schlapeit-Beck erklärt, sie chte für alle Beteiligten eine kooperative Lösung erreichen. So versuche die Verwaltung zum Beispiel in einem anderen Fall r das Junge Theater und das KAZ eine Förderung aus einem Programm zur Sanierung u.a. kommunaler Kultureinrichtungen zu erreichen, das gut zu beiden Einrichtungen passe.

 
 

zurück