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38. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 15.10.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:02 - 17:59 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

Frau Wittenstein verweist auf die Tischvorlage „Perspektive Pflegekinderdienste / Pflegefamilien“. Es handele sich hier um einen gemeinsamen Prozess der Jugendämter in Südniedersachsen. Man habe das Problem, neue Pflegefamilien zu gewinnen, während viele gegenwärtige Pflegefamilien in den nächsten Jahren altersbedingt aufhören werden. Eine Befragung unter den Pflegefamilien habe ergeben, dass diese sich eine intensivere Begleitung seitens des Jugendamtes wünschten. Man sei mit den anderen Jugendämtern übereingekommen, dass ein Schlüssel von 25 Fällen je Mitarbeiter nicht überschritten werden solle. Da bei der Stadt Göttingen derzeit ein Schlüssel von 1:30 bestehe, habe man einen Antrag für eine zusätzliche halbe Stelle gestellt. Der Landkreis Göttingen habe hierfür zusätzliche 4,5 Stellen erhalten, was eine Verdopplung der personellen Ressourcen bedeute sowie eine Halbierung des dortigen Schlüssels von jetzt 1:37.

 

Frau Wittenstein und Herr Schmidt antworten auf Fragen aus dem Ausschuss. Es gebe keine Altersgrenze für Pflegefamilien, aber es komme von sich aus die Einsicht, ab einem gewissen Alter für die Aufgabe nicht mehr geeignet zu sein. Zurzeit gebe es 83 Pflegeverhältnisse. In der Vergangenheit habe man verschiedene Werbemaßnahmen initiiert, allerdings ohne großen Erfolg. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass zufriedene Pflegefamilien das beste Aushängeschild seien, und die Familien wünschten eine bessere Vernetzung. Die Alternative zur Pflegefamilie sei eine Heimunterbringung, was aber erheblich kostenintensiver sei. Über die Häufigkeit von Wechseln der Pflegeverhältnisse sowie das Alter der Kinder bei Beginn der Maßnahme könne man im Moment keine Angaben machen. (Anmerkung zum Protokoll: Wechsel in Pflegeverhältnissen men selten vor, seien statistisch aber nur erfassbar, wenn ein Wechsel zu einer anderen Unterbringungsform erfolge, also etwa von einer Pflegefamilie in ein Heim. Zum größten Teil seien Kinder bei Beginn der Maßnahme unter 10 Jahre alt.)

 

 

Herr Jung erinnert daran, dass die Verwaltung in der letzten Sitzung den Auftrag erhalten habe zu prüfen, ob es möglich sei, auf einen Zeitraum von zwei oder drei Jahren im Voraus zu planen, welche Spielplätze instandgesetzt werden sollen. Man sei zu dem Entschluss gekommen, davon Abstand zu nehmen. Wiewohl man über den Zustand von Spielplätzen informiert sei, sei die Abnutzung von Spielgeräten nicht immer ein linearer Prozess, sondern werde von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Zudem sehe man sich auch mit kurzfristigen Bedarfen konfrontiert, die eine höhere Priorität hätten. Unter diesen Gesichtspunkten sei es nicht sinnvoll, eine mehrjährige Planung vorzulegen, die man wahrscheinlich nicht erfüllen könne. Herr Friebe meint, dass dies unglücklich sei, da man viele Anfragen aus den Ortsteilen erhalte. Man werde dies in der Fraktion erneut diskutieren.

 

 

Herr Witschel teilt mit, dass man weitere ESF-Mittel für das Programm „Jugend stärken im Quartier“ erhalten habe, womit Initiativen wie etwa das Projekt „2. Chance“ weiter finanziert werden können.

 

 

Herr Schmidt informiert über die Intention, erneut einen Kita-Stadtelternrat zu gründen. Hierzu wurden die Elternvertretungen aller Kindertagesstätten angeschrieben. Am 19.11.2015 werde es hierzu eine Veranstaltung im Ratssaal geben, bei der mindestens die Hälfte der Kindertagesstätten durch ihre Elternvertretung anwesend sein müsse.

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Tischvorlage Pflegekinder (2555 KB)      

 

 

 
 

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