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27.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone
TOP: Ö 8
Gremium: Ortsrat Grone Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 25.09.2014 Status: öffentlich
Zeit: 20:00 - 22:05 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Bürgerhaus Grone, Martin-Luther-Str. 10, 37081 Göttingen-Grone
Ort:
FB40/0278/14 Erweiterung des Gesamtschulangebotes
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:40-Fachbereich Schule   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

Frau Ortsbürgermeisterin Sterr begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Stadtrat Lieske.

Herr Lieske erläutert die Vorlage der Verwaltung. Demnach ist gemeinsam mit dem Landkreis Göttingen geplant, eine dritte IGS am Schulstandort in Weende zu realisieren. Voraussetzung hierfür ist, dass die beiden Hauptschulen auslaufen. Dies bedeutet, dass ab dem nächsten Schuljahr keine neuen 5Klässler mehr aufgenommen werden. Am heutigen Nachmittag habe sich der Schulausschuss des Landkreises mit dem Thema beschäftigt.

Im Jahr 2009 hatte sich der Ortsrat Grone für eine dreizügige Gesamtschule am Schulstandort Backhausstraße ausgesprochen. Dies war damals rechtlich nicht möglich.

Die neue Gesamtschule wird am Standort der Voigtrealschule in Weende errichtet. Eigentlich sei die Schließung der Hauptschulen seiner Meinung nach jetzt nicht schon wieder zu thematisieren gewesen. Da aber eine „saubere Schullandschaft“ im gesamten Landkreis Göttingen entstehen muss, ist die Schließung der Hauptschulen unausweichlich. Hier müssen Stadt und Landkreis in Zukunft eng zusammenarbeiten. Im Jahr 2009 wurde an den Landkreis Göttingen bereits die Zusage gegeben, die IGS Bovenden mit 50 Kindern aus dem Stadtgebiet „aufzufüllen“, denn nur so wurde die erforderliche Fünfzügigkeit erreicht.

Da die Anmeldezahlen und die vorgebrachten Elternwünsche auch danach noch weitere Gesamtschulplätzen erfordert, mussten weitere Überlegungen angestellt werden. Nachgefragt wurden noch Plätze an der Realschule und am Gymnasium. Plätze für Hauptschüler wurden nicht mehr nachgefragt

Die Anmeldezahlen für das jetzt laufende Schuljahr waren 6 Kinder an der Käthe-Kollwitz-Schule. Derzeit besuchen 8 Kinder die 5. Klasse. An der Heinrich-Heine-Schule waren 8 Kinder angemeldet. Derzeit besuchen 16 Kinder die 5. Klasse, wobei drei Kinder einen pädagogischen Unterstützungsbedarf haben. Auch kommt es innerhalb des Jahres noch zu Quereinsteigern, die häufig nicht gesamtschulfähig sind.

In Schweden gibt es nur eine einzige Schulform, in der sogar gebildete Leistungsgruppen, wieder zurück genommen werden mussten, damit ein einheitliches System vorhanden ist.

 

Für ihn sei völlig unstrittig, dass die beiden Göttinger Hauptschulen gute Arbeit leisten, aber der Elternwille gehe seit längerem in eine andere Richtung, der jetzt Rechnung getragen werden müsse.

Das neue Gebäude muss bis 2032 für Schulzwecke weiter genutzt werden, da ansonsten Mittel in Höhe von 4,5 Millionen zurückgezahlt werden müssen. Die tatsächliche Nutzung der Räumlichkeiten ist noch nicht entschieden.

 

Der Ortsrat beschließt die Verwaltungsvorlage mit 9 Ja-Stimmen bei 2 Nein- Stimmen.

 

 

 

 

  1. Der beigefügten Vereinbarung zwischen Landkreis und Stadt Göttingen über ein gemeinsames Schulangebot in Stadt und Altkreis wird zugestimmt. Der Oberbürgermeister wird ermächtigt, die Vereinbarung zu unterzeichnen.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage dieser Vereinbarung die Einrichtung einer 4-zügigen Integrierten Gesamtschule (IGS) mit Ganztagsschulbetrieb zum 01.08.2015 bei der Landesschulbehörde zu beantragen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Aufhebung der beiden städtischen Hauptschulen (Käthe-Kollwitz-Schule und Heinrich-Heine-Schule) zu beantragen, d.h. die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass ab 01.08.2015 keine Schülerinnen und Schüler für die 5. Klasse mehr aufgenommen werden.                                    

 

 
 

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