zurück
 
 
25. öffentliche/ nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Geismar
TOP: Ö 3
Gremium: Ortsrat Geismar Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 25.09.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 22:10 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungssaal der Verwaltungsstelle Geismar, Kerllsgasse 2, 37083 Göttingen
Ort:
FB40/0278/14 Erweiterung des Gesamtschulangebotes
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:40-Fachbereich Schule   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Ortsbürgermeister Harms begrüßt Herrn Stadtrat Lieske.

 

Herr Lieske erläutert die Vorlage der Verwaltung. Die Stadt Göttingen sei dabei, gemeinsam mit dem Landkreis Göttingen, eine dritte Gesamtschule (IGS) am Schulstandort in Weende zu realisieren.

Er macht deutlich, dass Stadt und Landkreis in Zukunft eng zusammenarbeiten müssten. Im Jahr 2009 wurde an den Landkreis Göttingen bereits die Zusage gegeben, der IGS Bovenden jährlich ca. 50 Kinder aus dem Stadtgebiet zuzuweisen, um die erforderliche Fünfzügigkeit zu erreichen. An diese Zusage wolle man sich auch zukünftig halten.

Aktuell habe man sich bereits darauf verständigt, dass 2015 keine Kinder mehr in den 5. Klassen der Realschule aufgenommen werden.

Voraussetzung für eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung von Stadt und Landkreis sei aber auch die Berücksichtigung der Forderung des Landkreises an die Stadt, keine Ressourcen vorzuhalten, die nicht vorgehalten werden müssten. Dies bedeute, dass ab dem chsten Schuljahr auch keine neuen Schüler in die 5. Klassen der Hauptschulen aufgenommen würden und man die Hauptschulen auslaufen lasse. Er verweist darauf, dass es die Diskussion um die Hauptschulen schon lange gebe und er persönlich sie auch zu diesem Zeitpunkt nicht wieder aufgegriffen hätte

Am heutigen Nachmittag habe sich der Schulausschuss des Landkreises mit dem Thema beschäftigt.

Er verliest an dieser Stelle zur Verdeutlichung die Anmeldezahlen für das laufende Schuljahr:

An der Käthe-Kollwitz-Schule wurden 6 Kinder angemeldet. Derzeit besuchen 8 Kinder die 5. Klasse.

An der Heinrich-Heine-Schule wurden 8 Kinder angemeldet. Derzeit besuchen 16 Kinder die 5. Klasse, wobei drei Kinder einen pädagogischen Unterstützungsbedarf haben.

Zwar komme es innerhalb des Jahres noch zu Quereinsteigern, dies seien aber von den Gesamtschulen relativ wenige. Häufiger sei ein Wechsel von der Realschule auf die Hauptschule.

 

r ihn sei völlig unstrittig, dass die beiden Göttinger Hauptschulen gute Arbeit leisteten, aber der Elternwille gehe seit längerem in eine andere Richtung, diesem müsse nun Rechnung getragen werden.

 

Herr Ortsbürgermeister Harms bedankt sich bei Herrn Lieske für die Ausführungen.

Herr Ungerer merkt an, dass er die Göttinger Schulpolitik lange aktiv verfolgt habe. Wenn eine dritte IGS in Göttingen gewollt sei, dann sei es logisch, dass die Hauptschulen geschlossen werden müssten.

Frau Wirth würde gerne wissen, ob sich der Aufnahmeschlüssel an den Gesamtschulen ändern würde, wenn es dann in Zukunft mehr Anmeldungen von Kindern mit Hauptschulempfehlungen be.

Die Schulen passen den Schlüssel in jedem Jahr neu an, so Herr Lieske. Es gäbe sozusagen 3 Töpfe bei der Anmeldung, wobei man nach Empfehlung und Notendurchschnitt schaue. So wie sich diese 3 Töpfe bei der Anmeldung darstellen würden, so müsse hinterher auch die tatsächliche Besetzung sein.

Sie wünsche sich eine gute Durchmischung und für alle Schulen den gleichen Schlüssel, so Frau Wirth. Weiter würde sie gerne wissen, was zukünftig mit dem Gebäude passiere.

Alle Kinder, die einen Platz an einer Gesamtschule haben wollen, sollen zukünftig auch einen Platz bekommen, so Herr Lieske. Bezüglich der zukünftigen Gebäudenutzung führt er aus, dass Geismar ein großer Schulstandort sei und das sicherlich Interesse an einer Weiternutzung des Gebäudes in diesem Bereich vorhanden sei.

Herr Häntsch führt aus, dass die CDU hinter der Schulentwicklungsplanung stehe, nicht jedoch hinter der Schließung der Hauptschulen. Die Heinrich-Heine-Schule habe eine Sprachlernklasse mit derzeit 24 Schülern. Diese könnten dort aufgefangen werden und das sollte nicht ohne Not geändert werden. Sofern sich aufgrund der 3. Gesamtschule keine Schüler mehr an den Hauptschulen anmelden würden, könne man diese schließen, aber nicht jetzt. Er plädiere ausdrücklich für den Erhalt der Hauptschulen.

Herr Dr. Czech betont, dass die Käthe-Kollwitz-Schule immer eine Bereicherung für Geismar gewesen sei, der Erhalt aber letztlich nur ein Aufschieben sei. Er begrüße die Vereinbarung zwischen Stadt und Landkreis und spreche sich daher für die Vorlage aus.

Frau Wirth schließt sich diesem an und hebt auch nochmals die gute Arbeit der Hauptschulen hervor. Die Bündnis 90 / Die Grünen Fraktion begrüße die kreisübergreifende Planung und halte die Vorlage daher auch für richtig.

 

 

Mit 8 Ja-Stimmen und 3 Nein-Stimmen stimmt der Ortsrat Geismar der folgenden Beschlussempfehlung zu:

 

  1. Der beigefügten Vereinbarung zwischen Landkreis und Stadt Göttingen über ein gemeinsames Schulangebot in Stadt und Altkreis wird zugestimmt. Der Oberbürgermeister wird ermächtigt, die Vereinbarung zu unterzeichnen.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage dieser Vereinbarung die Einrichtung einer 4-zügigen Integrierten Gesamtschule (IGS) mit Ganztagsschulbetrieb zum 01.08.2015 bei der Landesschulbehörde zu beantragen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Aufhebung der beiden städtischen Hauptschulen (Käthe-Kollwitz-Schule und Heinrich-Heine-Schule) zu beantragen, d.h. die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass ab 01.08.2015 keine Schülerinnen und Schüler für die 5. Klasse mehr aufgenommen werden.                     
 
 

zurück