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27.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone
TOP: Ö 6
Gremium: Ortsrat Grone Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 25.09.2014 Status: öffentlich
Zeit: 20:00 - 22:05 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Bürgerhaus Grone, Martin-Luther-Str. 10, 37081 Göttingen-Grone
Ort:
FB61/1102/14 99. Änderung des Flächennutzungsplanes 1975 der Stadt Göttingen "Am Talsgraben"
- Aufstellungsbeschluss
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Ortsbürgermeisterin Sterr begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Lorenz und Frau Hoffmann aus dem Baudezernat. Die Tagesordnungspunkte 6 und 7 sollen zusammen diskutiert und vorgestellt werden.

Frau Lorenz beginnt mit der Planungsgrundlage und dem anlass für diesen Bereich. Zuerst macht sie Ausführungen zum neuen Einzelhandelskonzept, das vom Rat der Stadt im Februar 2014 beschlossen wurde. Dieses Konzept wurde in keinem Ortsrat vorgestellt.

Vor der Beschlussfassung im Rat wurde eine Bestandsaufnahme aller Geschäfte in der Innenstadt vorgenommen. Hierbei wurde festgestellt, dass durch das vorherige Einzelhandelskonzept der Bereich Innenstadt gut aufgestellt sei. Das Einzelhandelskonzept umfasst aber außer dem Element Innenstadt noch zwei weitere, nämlich wohortsnahe Versorgung sowie die Sonderstandorte.

Bei der wohnortnahen Versorgung bestehen noch einige örtliche Lücken. Mit den Sonderstandorten ist der großflächige Einzelhandel, Lutteranger und West (Kaufpark I-III und Siekweg), gemeint. Weitere Sonderstandorte sind nicht geplant.

 

Im Sonderstandort West ist nun verstärkt eine Nachfrage nach neuen „belstandorten“ an die Stadt herangetragen worden. Dieser Nachfrage soll nun westlich der Autobahn nachgekommen werden.

 

r das Gebiet “Am Talsgraben“ gibt es seit 2009 einen rechtskräftigen Bebauungsplan, nachdem damals der Flächennutzungsplan geändert worden war. Damals war dort ein Cash und Carry Markt geplant. Dieser wurde aber nicht errichtet. Im Flächennutzungsplan soll eine gewerbliche Baufläche im Sondergebiet ausgewiesen werden. Zielsetzung ist es nun, einen Aufstellungsbeschluss mit der Zielrichtung Möbel-/Einrichtungshäuser umzusetzen. Es müssen aber noch viele Untersuchungen, Belange der Raumordnung, Verkehrsauswirkungen: -nochmalige Untersuchung des Knotenpunkts,  Umwelteinwirkungen:              -Überprüfung des Lärmgutachtens durchgeführt werden.

Die Ausgleichsmaßnahmen waren bisher für Grone vorgesehen und werden wohl auch so bestehen bleiben. Außerdem sind die zentrumsrelevanten Randsortimente genau zu untersuchen und festzulegen. Gemäß der Göttinger Liste gehören hierzu Kleidung, Schuhe, Parfüm, Porzellan sowie Keramik. Eine entsprechende Wirkungsanalyse muss noch erarbeitet werden.

 

Frau Ernst kann der Vorlage so nicht zustimmen. Bei den Neuplanungen für den Nachfolgemarkt für Herkules sei kein Baumarkt zugelassen worden. Das ehemalige Möbelhaus Unger habe lange Zeit leer gestanden, bevor es einer ganz anderen Nutzung zugeführt wurde. Ferner sei im Bereich Siekweg ein Skontomöbelmarkt vorhanden. Auch sei die ehemalige Grotefendfläche in Groß Ellershausen dem Skontomarkt zuzurechnen. Außerdem stehe auch der Baumarkt Bahr am Lutteranger leer.

Herr Bode ergänzt, dass Möbel-Unger im Westen Göttingens Pleite gegangen sei. Außerdem sei eine weitere Versieglung von Flächen ein falsches Signal.

Frau Lorenz erklärt, dass Bahr von Globus übernommen wurde. Ein neuer Markt wird in absehbarer Zeit eröffnet. Außerdem sei der Einzelhandel sehr dynamisch angelegt Die Kunden verlangen heute im Bereich Möbel andere Präsentationsformen als früher. Dadurch sei erheblich mehr Ausstellungsfläche von Nöten. Zurzeit könne Sie bestätigen, dass die Nachfrage der Möbelhäuser nach Fläche vorhanden sei. Was in 15 Jahren sei bzgl. Nachfragen im Einzelhandel, wisse sie nicht.

 

Herr Thielbörger ist erfreut über die Planungen, fordert aber, dass eine verkehrliche Anbindung über den Helvesanger nicht ermöglicht werde.

Frau Lorenz weist nochmals darauf hin, dass seit 2009 Planungsrecht vorläge. Eine Rückzuweisung in Ackerland sei nicht möglich und auch nicht gewollt.

Auch Herr Grunwald fordert eine verkehrliche Regelung, die nur eine Anbindung über die B3 ermögliche.

Frau Ortsbürgermeisterin Sterr fügt hinzu, dass Möbel-Unger hier gar nicht mehr zur Debatte stehe, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Anwohner der Bachstraße nun durch die neuen Planungen verkehrlich entlastet werden.

Den Marktveränderungen müsse Rechnung getragen werden.

 

 

Der Ortsrat stimmt der Verwaltungsvorlage mit 9 Ja-Stimmen und 2 Nein-Stimmen zu.

 

 

1.               r den nachfolgend aufgeführten Änderungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für die 99. Änderung des Flächennutzungsplanes 1975 der Stadt Göttingen Am Talsgraben“ gefasst.

 

2.               Die Verwaltung wird beauftragt, für die o. g. Flächennutzungsplanänderung die erforderlichen Verfahren mit Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden gem. §§ 3 Abs. 1 und 4 Abs. 1 BauGB einzuleiten und den Entwurf zu erarbeiten.

 

3.               Ziele und Zwecke der Planung:

Mit der Flächennutzungsplanänderung sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen zum Bau von großflächigem Einzelhandel geschaffen werden. Vorgesehen ist die Darstellung einer Sonderbaufläche (S) mit der Zweckbestimmung beleinzelhandel.

Das Erfordernis der Flächennutzungsplanänderung ergibt sich aus dem Entwicklungsgebot gem. § 8 Abs. 2 BauGB für den im Parallelverfahren zu ändernden Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 36, 1. Änderung Am Talsgraben“

 

4.               Geltungsbereich:

Das Plangebiet liegt nördlich der B 3 (Dransfelder Straße). Es schließt im Westen an die vorhandenen Gewerbegrundstücke an, wird im Norden durch den vorhandenen Wirtschaftsweg entlang des Elstalgrabens begrenzt. Die Ostgrenze verläuft auf der Ostseite der Wegeparzelle „In der Springmühle“, im Süden grenzt der Geltungsbereich an die Dransfelder Straße.

 

Maßgeblich für die Abgrenzung ist die zeichnerische Darstellung des Flächennutzungsplanes im Maßstab 1:5000.

 

 

 
 

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