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27.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone
TOP: Ö 5
Gremium: Ortsrat Grone Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 25.09.2014 Status: öffentlich
Zeit: 20:00 - 22:05 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Bürgerhaus Grone, Martin-Luther-Str. 10, 37081 Göttingen-Grone
Ort:
FB67/0147/13-2 Lärmaktionsplan (LAP) für die Stadt Göttingen
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
  Bezüglich:
FB67/0147/13
Federführend:67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt Beteiligt:11-Verwaltungsstellen
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Ortsbürgermeisterin Sterr begrüßt Frau Friedrich-Braun zu diesem Tagesordnungspunkt. Diese stellt rückblickend fest, dass der erste Entwurf des Lärmaktionplanes im August 2013 im Ortsrat Grone vorgestellt wurde. Die damals geäerten Wünsche des Ortsrats (z.B. nachts Tempo 30 auf der Kassler Landstraße) wurden in der Zwischenzeit gewürdigt und soweit wie möglich berücksichtigt. Sie stellt die einzelnen Maßnahmen vor. Darüber hinaus führt sie aus, dass die Lärmkartierung aus dem Jahr 2012 stamme. Das Ordnungsamt plane, mit Seitenradarmessungen die Einhaltung von Tempo 50 und Tempo 30 nachts zu überprüfen. Die neuen Tempo 30-Regelungen nachts seienr 8 Bereiche vorgesehen. Außerdem werde bei neuen Straßenbauarbeiten in den gefährdeten Bereichen „Flüsterasphalt“ verwendet.

Die Knotenpunktuntersuchungen an den Lichtsignalanlagen erfolgen durch einen Gutachter, hier seien die Ergebnisse noch völlig offen und könnten dem Protokoll beigefügt werden, wenn sie vorlägen. Leider lägen die Lärmkartierungen des Schienenverkehrs immer noch nicht vor. Das Eisenbahnbundesamt arbeite der Kommune nicht gut zu.

Frau Ortsbürgermeisterin Sterr fasst zusammen, dass die Wünsche des Ortsrats

  • nachts Tempo 30 auf der Kasseler-Landstraße derzeit gerade geprüft werden,
  • eine Reduzierung von 60 km/h auf 50 km/h schon umgesetzt wurde, ebenso
  • mit dem Aufbringen von Flüsterasphalt bei Straßenbaumaßnahmen (Herkules) begonnen wurde.

Sie schlägt vor, zu prüfen, ob die Fußngerampeln nachts nicht auf Fußngerbedarfsampeln umgestellt werden können. Die Frage, ob der Lärm der Bundesautobahn bereits berücksichtigt wurde, wird bejaht. Der Einsatz von Flüsterasphalt bei den neuen Straßendecken wird von ihr sehr begrüßt.

 

Herr Bode widerspricht den Ausführungen zur Lärmminderung bei 30 Stundenkilometern Fahrgeschwindigkeit. Diese Geschwindigkeit werde meist im zweiten Gang hochtourig gefahren. Dazu kämen noch Achsen- und Rollgeräusche. Frau Friedrich-Braun kann diese Auffassung nicht teilen.

Herr Thielbörger findet auch die Nachbesserung des Lärmaktionplans für Grone sehr enttäuschend. Für die Anwohner der Kasseler Landstraße werde viel zu wenig getan. Er bedauert insbesondere, dass keine Anwohnerbefragung stattgefunden habe. Auch flößen bei den Lärmberechnungen Tatsachen wie kaputte Kanaldeckel, Risse in der Fahrbahn und ähnliches, überhaupt nicht ein. Auch der Lärm der A7 werde, insbesondere bei bestimmten Windverhältnissen, total unterschätzt. Der Einsatz von Flüsterasphalt nur bei neuen Baumaßnahmen sei ihm zu wenig.

Frau Friedrich-Braun teilt mit, dass weitere kurzfristige Maßnahmen nicht umsetzbar seien.

Herr Eilert glaubt nicht, dass der sechsspurige Ausbau der A/7 Berücksichtigung gefunden habe. Drei Lärmzonen träfen genau auf Grone. Bei Westwind sei die Autobahn entsprechend lärmbelästigend. Bei Ostwind seien die Menschen dem Schienenlärm ausgesetzt, vom Straßenlärm gar nicht erst zu reden.

Auch hätten die Busse der Verkehrsbetriebe bisher nur Euronorm 5 statt 6, die derzeit möglich sei. Bei Neuanschaffungen werde aber darauf geachtet, den neusten Standard zu erwerben.

Frau Ernst findet den EU-Vorstoß zur Lärmminderung grundsätzlich gut. Die Nutzung von Flüsterasphalt in Zukunft wird begrüßt. Die Kasseler Landstraße sse aber unbedingt grunderneuert werden. Sie sei zuversichtlich, dass diese Initiative etwas für die Bürger bewirke. Alles schlecht zu reden, sei jedoch keine Lösung.

Frau Bank begrüßt ebenfalls die Absicht, etwas gegen den Lärm zu unternehmen. Es sei jedoch ein langfristiger Prozess. Sie weist darauf hin, dass nur noch wenige Busse ab 22.00 Uhr nach und in Grone fahren. Die GÖVB müsse lernfähig sein, damit mehr Menschen den Personennahverkehr nutzen und somit der Lärm reduziert wird.

Auch Herr Grunwald begrüßt die Maßnahmen grundsätzlich. Die Ausführungen heute seien erheblich besser als die bisherigen Antworten der Verwaltung. Leider gäbe es auch den Busfahrer, der manche Haltestellen nicht anfahre und deshalb zu früh an anderen Haltestellen abfährt.

Frau Gerl-Plein sieht die heutige Vorstellung als sehr positiv, denn die Anregungen aus dem Ortsrat würden berücksichtigt. Auch werde nach ihrem Wissen der Lärmaktionsplan ständig fortgeschrieben.

Schließlich dankt Frau Ortsbürgermeisterin Sterr der Verwaltung, dass die damals einstimmig geforderten Maßnahmen des Ortsrats berücksichtig worden seien.

Der Ortsrat nimmt von der Verwaltungsvorlage einstimmig zustimmend Kenntnis.

 

 

Der Ortsrat möge den vom Rat am 14.02.2014 beschlossenenrmaktionsplan (LAP)r die Stadt Göttingen zur Kenntnis nehmen.

 

 
 

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