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16.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren
TOP: Ö 5
Gremium: Ortsrat Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren Beschlussart: abgelehnt
Datum: Do, 11.09.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 20:00 - 21:50 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Hotel "Lindenhof", Dransfelder Str. 9, 37079 Göttingen-Groß Ellershausen
Ort:
FB61/1102/14 99. Änderung des Flächennutzungsplanes 1975 der Stadt Göttingen "Am Talsgraben"
- Aufstellungsbeschluss
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Ortsbürgermeister Rakebrandt begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Welslau und Frau Lorenz vom Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung.

Frau Welslau erläutert kurz, dass sich das bisher geplante Objekt des Investors zerschlagen habe. Die Kreuzung wurde aber gemäß dem städtebaulichen Vertrag bereits ausgebaut.

Nun plane der Investor ein ggfls zwei Möbelhäuser, da es sich um Einzelhandel handelt. Aus diesem Grund müssen der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan geändert werden. Diverse Untersuchungen und daraus resultierenden Gutachten müssen noch abgewartet werden. Bisher wurde an dieser Stelle im Einzelhandelskonzept der Stadt Göttingen kein Einzelhandel berücksichtigt.

 

Herr Ortsbürgermeister Rakebrandt fragt nach den Ausgleichsflächen. Frau Welslau erläutert, dass die Ausgleichsflächen in Grone vorgesehen sind. Für die Baumaßnahmen Erweiterung des Druckhauses und des Freizeit In waren keine Ausgleichsflächen vorgesehen.

 

Herr Kupke führt aus, dass er und seine Fraktion nicht für die Vorlage der Verwaltung stimmen werden. Bereits bei der letzten Verwaltungsvorlage habe der Ortsrat einstimmig gegen die Verwaltungsvorlage gestimmt. Erstens sei die Ackerfläche hochwertiges Land und zweitens sei die verkehrliche Belastung für Groß Ellershausen nicht mehr tragbar. Vor Ausweisung dieses Geländes r eine Einzelhandelsnutzung müsse ein Verkehrskonzept vorgelegt werden.

 

Frau Welslau weist in diesem Zusammenhang doch auf die bereits jetzt bestehende Bedarfsampel hin.

Frau Lorenz ergänzt, dass noch neue verkehrliche Untersuchungen stattfinden müssen insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Knotenbelastung. Sie teilt mit, dass der Investor den Kreuzungsausbau finanziert habe.

Herr Bock wiederspricht weiteren Versiegelungen in diesem Bereich. Die Stadt Göttingen reagiert seiner Meinung nach hier eindeutig zu investorfreundlich.

Herr Kupke führt aus, dass die linke Abbiegerspur auf die Autobahn Richtung Kassel das eigentliche Problem sein.

Auf die Frage von Herrn Krummacker, ob dieser Flächennutzungsplan auch die 380KV Leitung umfasse, teilt Frau Lorenz mit, dass dieser Bereich nicht tangiert werde.

 

Auch Frau von der Heide spricht sich gegen die Versiegelung der Ackerfläche aus.

 

Der Ortsrat lehnt mit 9 Stimmen die Verwaltungsvorlage ab.

 

 

1.               r den nachfolgend aufgeführten Änderungsbereich wird der Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB für die 99. Änderung des Flächennutzungsplanes 1975 der Stadt Göttingen Am Talsgraben“ gefasst.

 

2.               Die Verwaltung wird beauftragt, für die o. g. Flächennutzungsplanänderung die erforderlichen Verfahren mit Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden gem. §§ 3 Abs. 1 und 4 Abs. 1 BauGB einzuleiten und den Entwurf zu erarbeiten.

 

3.               Ziele und Zwecke der Planung:

Mit der Flächennutzungsplanänderung sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen zum Bau von großflächigem Einzelhandel geschaffen werden. Vorgesehen ist die Darstellung einer Sonderbaufläche (S) mit der Zweckbestimmung beleinzelhandel.

Das Erfordernis der Flächennutzungsplanänderung ergibt sich aus dem Entwicklungsgebot gem. § 8 Abs. 2 BauGB für den im Parallelverfahren zu ändernden Bebauungsplan Göttingen-Grone Nr. 36, 1. Änderung Am Talsgraben“

 

4.               Geltungsbereich:

Das Plangebiet liegt nördlich der B 3 (Dransfelder Straße). Es schließt im Westen an die vorhandenen Gewerbegrundstücke an, wird im Norden durch den vorhandenen Wirtschaftsweg entlang des Elstalgrabens begrenzt. Die Ostgrenze verläuft auf der Ostseite der Wegeparzelle „In der Springmühle“, im Süden grenzt der Geltungsbereich an die Dransfelder Straße.

 

Maßgeblich für die Abgrenzung ist die zeichnerische Darstellung des Flächennutzungsplanes im Maßstab 1:5000.

 

 

 
 

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