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17. öffentliche Sitzung des Ortsrates Roringen
TOP: Ö 4
Gremium: Ortsrat Roringen Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 20.02.2014 Status: öffentlich
Zeit: 20:00 - 22:15 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Dorfgemeinschaftshaus Roringen, Lange Str. 4, 37077 Göttingen-Roringen
Ort:
FB61/996/13 Bebauungsplan Göttingen - Roringen Nr. 7 "Zw. Altdorf und Menzelberg"
- Auslegungsbeschluss
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Ortsbürgermeister Rosenplänter begrüßt Herrn Scharf vom Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung zu diesem Tagesordnungspunkt

Herr Ortsbürgermeister Rosenplänter begrüßt Herrn Scharf vom Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung zu diesem Tagesordnungspunkt.

 

Herr Scharf führt aus, dass es ein langer Prozess bis zur Vorstellung dieses Auslegungsbeschlusses gewesen sei. Die Planungen hätten sich als schwierig erwiesen, da ein Teil des neuen Wohngebietes im Landschaftsschutzgebiet liege. Auch hier müsse das Entlassungsverfahren erst abgeschlossen sein, bis der B-Plan Rechtskraft erlange. Dazu komme, dass das Gebiet aufgrund der Hanglage schwierig zu erschließen sei. Auch die Entwässerung in die Straße Am Menzelberg sei nicht ganz einfach.

 

Geplant seien nunmehr 7 Bauplätze mit jeweils 500 – 600 m².

 

 

Herr Massow fragt, warum die Ausgleichsfläche im Gebiet selbst liegen müsse. In anderen Fällen würden die Ausgleichsflächen oft sogar in ganz anderen Gebieten liegen. Denkbar wäre doch hier auch eine Fläche am Ortsrand.

 

Herr Scharf erklärt, dass hier 2 Ausgleichsflächen vorgesehen seien: zum einen die im Plan eingezeichnete Streuobstwiese und noch eine weitere Fläche an der Gemarkungsgrenze zu Nikolausberg.

 

Frau Walz verweist diesbezüglich auch auf die Erklärung in der Vorlage auf S. 5. Sie halte das für eine gute Sache.

 

Herr Dr. Rohse schließt sich an. Man habe sich vorhin noch beklagt, dass oft externe Ausgleichsflächen geschaffen würden, hier würde es nun endlich eine Ausgleichsfläche vor Ort geben, was er sehr begrüße.

 

Herr Hollenbach fragt, in welcher Form die Entwässerung der Grundstücke vorgesehen sei. Die Situation für den Bereich Am Menzelberg sei schon jetzt teilweise problematisch und dürfe sich durch das neue Wohngebiet nicht weiter verschärfen.

 

Herr Scharf erklärt, dass die Entwässerung der Grundstücke untersucht worden sei.

 

Herr Hollenbach würde gerne wissen, ob auch geprüft wurde, ob der Kanal vor dem Laden das zusätzliche Regenwasser aufnehmen könne.

 

Herr Ritzkowski schließt sich Herrn Hollenbach an. Die Gullydeckel des Kontrollschachts am Merkurweg würden bei Starkregen regelmäßig angehoben. Er sehe hier eine Gefährdung die unbedingt untersucht werden müsse.

 

Herr Scharfenstein fragt nach einer bestimmten Fläche auf dem ausgehängten Plan.

Herr Scharf erläutert, dass es sich hierbei um die Friedhofserweiterungsfläche handele. Auf weitere Nachfrage erklärt Herr Scharf, dass das Baugebiet noch nicht im Besitz der Stadt sei, die Verhandlungen jedoch laufen würden.

Herr Scharfenstein fasst zusammen, dass die Stadt den als Friedhofserweiterungsfläche ausgewiesenen Streifen demnach auch nicht kaufen würde. Herr Scharf bestätigt dieses.

 

Herr Faulhaber berichtet, dass er sich bereits um einen Bauplatz beworben habe und würde gerne wissen, was der m² Bauland denn nun kosten werde.

 

Herr Scharf gibt an, dazu keine Aussage machen zu können. Da müsse man den Fachdienst Immobilien fragen, ob bereits eine entsprechende Größenordnung genannt werden könne.

 

Herr Faulhaber äußert Kritik an der Kommunikation der Stadt. Das Baugebiet werde offiziell angekündigt, auf der Immobilienmesse zum Beispiel, die Interessenten aber hätten keine Mitteilung über den aktuellen Stand der Planungen erhalten.

Weiter äußert er Bedenken an der zukünftigen Pflege der Grünfläche.

 

Herr Massow merkt an, dass das Problem mit der Entwässerung auch jetzt schon bestehe und man dieses Problem jetzt nicht einzig auf das Baugebiet schieben dürfe.

Kritisch sieht er das Verhalten der Stadt: wie kann die Stadt planen und verkaufen, wenn sie noch gar nicht Eigentümer ist?

Weiter übt Herr Massow Kritik an der Begründung der Verwaltung auf S. 3 und verliest den entsprechenden dritten Absatz. Das dort genannte widerspreche den Erkenntnissen aus dem Ortsentwicklungskonzept. Im Gutachten zum Ortsentwicklungskonzept würde dieses ebenfalls anders stehen, er frage sich, warum das dann hier nicht angepasst worden sei.

 

Herr Dr. Rohse merkt an, dass dort aber auch stehe, dass alternative Flächen in eine Prüfung einbezogen werden sollen und schlägt deshalb vor, dieses als Kompromiss so stehen zu lassen.

 

Herr Massow vergewissert sich, dass letztlich nur der Beschluss wichtig sei und die Begründung in diesem Sinne nicht mitbeschlossen werde.

 

Herr Hollenbach hält es für wichtig, dass Problem der Oberflächenentwässerung mit in den Beschluss einzubeziehen.

 

 

Der Ortsrat stimmt den folgenden Punkten einstimmig zu, bittet aber mit Nachdruck darum, die Frage der Oberflächenentwässerung am Menzelberg zu prüfen, damit die bereits derzeit oft problematische Situation nicht weiter verschärft wird

 

Anschließend stimmt der Ortsrat den folgenden Punkten einstimmig zu, bittet aber mit Nachdruck darum, die Frage der Oberflächenentwässerung am Menzelberg zu prüfen, damit die bereits derzeit oft problematische Situation nicht weiter verschärft wird.

 

 

1. Dem Entwurf des Bebauungsplanes Göttingen-Roringen Nr. 7 „Zw. Altdorf und Menzelberg“ und seiner Begründung sowie der örtlichen Bauvorschrift über Gestaltung für den nachfolgend aufgeführten Geltungsbereich wird zugestimmt.

 

2. Der Entwurf des Bebauungsplanes mit seiner Begründung sowie die örtliche Bauvorschrift über Gestaltung werden für die Dauer eines Monats gem. § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich ausgelegt. Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange werden gem. § 4 Abs. 2 BauGB beteiligt.

 

3. Der Geltungsbereich umfasst die Flurstücke 51/3 und 50 (Teilfläche) der Flur 4, Gemarkung Roringen mit einer Gesamtfläche von rd. 5.000 m². Der Bereich wird begrenzt im Norden durch die Straße „Am Menzelberg“, im Osten durch das Flurstück  49/2, im Süden durch das Flurstücke 9/2 (Lange Straße 13) und 7/8 (Lange Straße 11a) sowie im Westen durch den Friedhof.

Maßgeblich für die Abgrenzung ist die zeichnerische Darstellung des Bebauungsplanes im Maßstab 1:500.

 

 

 
 

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