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25. öffentliche Sitzung des Ausschusses für allgemeine Angelegenheiten, Integration und Gleichstellung
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für allg. Angelegenheiten, Integration und Gleichstellung Beschlussart: vertagt (zurückgestellt)
Datum: Mo, 27.01.2014 Status: öffentlich
Zeit: 16:30 - 17:40 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB50/0119/13 "Einrichtung und Organisation eines professionellen Vermittlungsdienstes für Fachdolmetscher und Kulturdolmetscher in Göttingen" (Antrag des beratenden Mitgliedes Frau Demirel im Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten, Integration und Gleichstellung am 11.11.2013)

   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:50-Fachbereich Soziales   
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Der Ausschussvorsitzende Bürgermeister Holefleisch erteilt Frau Sacher gem. § 62 NKomVG das Wort.

 

Frau Sacher erläutert die Notwendigkeit des, der Verwaltungsvorlag zugrunde liegenden, Antrages von Frau Demirel. Bedauerlicherweise seien in der Verwaltungsvorlage die für Kulturdolmetscher benötigten, besonderen Qualifikationen nicht dargestellt. Die aufgeführten Einrichtungen und Mitarbeitertten grundsätzlich andere Aufgaben und seien mit ihrem eigentlichen Aufgabenfeld schon ausgelastet.

Da der Antrag finanzielle Auswirkungen mit sich bringe, möchte sie den Antrag zunächst zurückstellen.

 

rgermeister Holefleisch erläutert ihr, dass sie kein Mitglied des Gremiums oder Vertreterin der Antragstellerin und daher nicht antragsberechtigt sei.

 

Stadträtin Dr. Schlapeit-Beck erläutert die Vorlage der Verwaltung. Es läge in der Natur der Sache, dass ein qualitativer Unterscheid zwischen professionellen Übersetzern und Laien bestehe. Die Verwaltung habe mit den Institutionen Kontakt aufgenommen. Jede übernehme die Übersetzungstätigkeiten nebenher und dies sei in der Vergangenheit unproblematisch verlaufen. Insofern im Neuen Rathaus eine Übersetzung erforderlich sei, sei es möglich, diese innerhalb von 10-15 Minuten zu organisieren. Kinder würden nicht als Dolmetscher hinzugezogen.

 

Herr Gruß ergänzt, dass bei traumatisierten Flüchtlingen auf professionelle Dolmetscher zurückgegriffen werde.

 

Ratsherr Tugcu bemängelt, dass die Intention des Antrages in der Verwaltungsvorlage nicht aufgegriffen werde. Er halte eine Vermittlungsstelle für wichtig. Oftmals würden ausländische Personen bei schwierigen Rechtsgebieten (z. B. Leistungsgewährung, Aufenthaltsrecht) ersten Kontakt mit der Stadt haben. Bei derart wichtigen Themen sei Unterstützung notwendig.

 

rgermeisterin Behbehani gibt zu bedenken dass oftmals rechtliche Dinge schon in der Muttersprache schwer zu verstehen seien. Diese Dinge verständlich zu übersetzen sei schwer.

 

Die Frage des Ratsherrn Rieth beantwortet Frau Sacher. Der Landkreis habe keinen Vermittlungsdienst und dies sei auch nicht geplant. Eine Zusammenarbeit bestehe daher nicht.

 

Frau Kornhardt erinnert an die seinerzeitige Diskussion als der Antrag eingebracht wurde. Hier sei es primär um den Vermittlungsdienst gegangen. Die Frage nach der Qualität sei nicht gestellt worden. Die im Haus zur Verfügung stehenden Muttersprachler stünden in Bedarfsfall kurzfristig zur Verfügung. Würde zunächst der Vermittlungsdienst involviert, wäre eine akute Hilfestellung nicht machbar.

 

Beigeordneter Arndt erinnert daran, dass im Antrag eine halbe Stelle gefordert worden sei. Die Notwendigkeit hierfür vermag er nicht erkennen. Insofern qualitative Schwächen, z. B. bei der Übersetzung von Flyer auftreten, sei dies sicher innerorganisatorisch oder mit Hilfe Dritter lösbar.

 

Stadträtin Dr. Schlapeit-Beck stellt klar, dass Bescheide aus Gründen der Rechtssicherheit nicht übersetzt würden. Bei einer rechtlichen Fragestellung wäre ein professioneller Dolmetsch bei falscher Übersetzung haftbar zu machen. Bei Laien sei dies nicht der Fall.

 

Stadtrat Lieske stellt fest, dass sich der Antrag auf die Einrichtung eines Vermittlungsdienstes fokussiere. Da offenbar die Antragstellerin den Antrag zunächst vertagt sehen möchte, schlägt er vor, dass die Verwaltung Kontakt mit der Antragstellerin aufnehme, um Klarheit zu erlangen. Solange werde die Verwaltungsvorlage zunächst ebenfalls zurückgezogen.

 

Hiermit ist der Ausschuss einverstanden.

 

 
 

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