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18. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 21.11.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 19:20 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Hermann-Rein-Str. 3, 37075 Göttingen, Hörsaal
Ort:
B' 90/0189/13 Antrag der B90/Die Grünen-Ratsfraktion betr. "Die Stadthalle in eine zukunftsfähige Tagungs- und Konzerthalle umwandeln"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion Beteiligt:41-Fachbereich Kultur
    80-Fachbereich Gebäude und Immobilien
   66-Fachbereich Tiefbau und Bauverwaltung (ehem. FB 60)
   Dezernat C - Soziales und Kultur
   Dezernat D - Planen, Bauen und Umwelt
 
Beschluss

Frau Dr

Frau Dr. Schlapeit-Beck erklärt einleitend, dass entgegen der ursprünglichen Beratungsfolge die Fortsetzung der Beratung über die in der letzten Sitzung vorgestellte Verwaltungsvorlage über die Zukunft der Stadthalle auf Wunsch der Fraktionen nicht auf die heutige Tagesordnung genommen wurde. Nach Ansicht der Verwaltung sei eine Diskussion des Antrages von Bündnis 90/Die Grünen im Zusammenhang mit der Verwaltungsvorlage sinnvoll und von daher werde vorgeschlagen, eine Beschlussempfehlung zu diesem Antrag bis zur nächsten Sitzung zu vertagen.

Herr Becker führt für die antragstellende Fraktion aus, dass der vorgeschlagenen Vertagung und gemeinsamen Beratung grundsätzlich zugestimmt werde. Seine Fraktion wäre jedoch vorab für einen entsprechenden Hinweis dankbar gewesen. Dennoch wolle er zu dem Antrag einige Anmerkungen machen, die ggf. für die Beratungen der anderen Fraktionen hilfreich seien. Zum einen wolle er verdeutlichen, dass es seiner Fraktion insbesondere um die Klärung der Frage gehe, was für eine Stadthalle diese Stadt brauche bzw. welche Aufgaben eine Halle für Göttingen als Universität- und Tagungsstandort erfüllen müsse. Dies sei eine Intention des im April 2012 beschlossenen interfraktionellen Antrages gewesen. Verwundert sei er, dass die rd. 17 Monate später vorgelegte Verwaltungsvorlage hierauf nur bedingt eingehe. Ohne eine von Fachbüros hierzu gemachte Aussage werde die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen keinem Vorschlag zustimmen.

Ebenso vermisst würden Aussagen über die möglichen finanziellen Folgen für die GWG.

Frau Dr. Schlapeit-Beck entgegnet, dass es sich bei der in der  letzten Sitzung vorgestellten Vorlage der Verwaltung zunächst nur um eine Entscheidungshilfe für eine Grundsatzentscheidung über den zukünftigen Standort handele. Die von der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen eingeforderten Planungsgrundlagen könnten aus Kostengründen nicht für alle drei Varianten vorgelegt werden. Das Hallenkonzept und ein Betriebskonzept unter Berücksichtigung der in dem Antrag formulierten Anforderungen solle erst in einem zweiten Schritt für den ausgewählten Standort erarbeitet werden.

Herr Becker erklärt auf eine Anmerkung von Herrn Dr. Schleuß, dass nicht geplant sei, mehrere Hallen im gleichen Veranstaltungssegment zu betreiben, grundsätzlich aber zu analysieren sei, was für eine Halle Göttingen brauche.

Herr Arnold erinnert an seine bereits in der letzten Sitzung vorgebrachte Anregung, in einer technisch und baulich sanierten Halle neben einer Nutzung für Tagungen, Kongresse und sonstige Kulturveranstaltungen auch eine separate Nutzung der verschiedenen Nebenräume zu prüfen.

Herr Arndt bittet darum, den jetzigen Standort als Veranstaltungsort nicht zu überfrachten. Grundsätzlich habe die Verwaltung zunächst Kostenschätzungen geliefert und es sei nunmehr an der Politik, eine Entscheidung über den zukünftigen Standort und die Nutzung des Areals zu treffen. Im Rahmen dieser Standortentscheidung sein nach seiner Ansicht auch u. a. die Wegebeziehungen zu prüfen und wofür eine solche Veranstaltungshalle zukünftig gebraucht werde. In diesem Zusammenhang verweise er darauf, dass er eine Bewertung der Stadthalle als in erster Linie Spielstätte für das GSO für sehr verkürzt halte. Auch warne er davor, eine zukünftige Halle insbesondere auf die Durchführung von Tagungen auszurichten, da diese bis zu einer bestimmten Größe von der Universität in eigenen Räumen durchgeführt würden.    

Herr Pache erklärt, dass ihm der nach Aussage der Verwaltung aufgrund technischer Mängel drohende Ausfall von Veranstaltungen Sorge bereite. Grundsätzlich halte auch er die Standortfrage für sehr wesentlich und im Falle einer stärkeren Fokussierung auf Tagungen und Kongresse stelle sich für ihn die Frage, wo das derzeit breite Angebot verschiedenster anderer Veranstaltungen durchgeführt werden könne. 

Herr Becker erklärt abschließend, dass der vorgeschlagenen Vertagung und späteren gemeinsamen Beratung mit der Vorlage der Verwaltung zugestimmt werde. 

Grundsätzlich möchte er persönlich seine Sorge zum Ausdruck bringen, dass an dem derzeitigen Standort über 7 Mio. EUR lediglich zur Sicherung des Status Quo und einen voraussichtlichen Nutzungszeitraum von nur rd. 20 Jahren investiert würden.

 
 

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