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19. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 14.11.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:35 - 18:40 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Frau Wendelborn und Frau Borges berichten über die Arbeit in den Projekten Rucksack und Griffbereit, die seit 2008 von der Evangelischen Familienbildungsstätte durchgeführt werden.

 

Ziel des Programms Rucksack sei die Förderung von Sprachkompetenzen, wobei man, im Gegensatz zu früheren Ansätzen, auf eine zweisprachige Begleitung von Kindern und Eltern setze, da man herausgefunden habe, dass eine rein deutsche Sprachförderung teilweise zu mehr Schaden als Nutzen geführt habe. Die Kinder würden in der Kindertagesstätte eine deutschsprachige Förderung erhalten, wohingegen sie zu Hause dieselben Inhalte in ihrer Muttersprache verinnerlichen könnten. Dies sei nur möglich mit einer intensiven Einbeziehung der Eltern, die über den Einsatz von Elternbegleiterinnen erfolge, welche selbst über einen Migrationshintergrund verfügten. Das Projekt werde zurzeit an drei Kindertagesstätten sowie dem Eltern-Kind-Zentrum in Grone durchgeführt und führe laut Rückmeldungen aus den Einrichtungen zu guten Ergebnissen, da Kinder und auch Eltern enger an die Kindertagesstätte gebunden würden.

 

Das Programm Griffbereit verfolge im Wesentlichen identische Ziele, setze aber zu einem früheren Zeitpunkt an, wenn Kinder noch keinen Kindergarten besuchen. Dieses Projekt werde gegenwärtig an vier Standorten in Grone, der Innenstadt und auf dem Holtenser Berg umgesetzt.

 

Derzeit würden in beiden Projekten zusammen 83 Kinder und 69 Eltern betreut und 11 Elternbegleiterinnen beschäftigt. Man plane, beide Angebote in Zukunft auszudehnen und hoffe dabei auf weitere finanzielle Unterstützung.

 

Frau Wendelborn und Frau Borges antworten auf Fragen aus dem Ausschuss. Es sei nicht nur so, dass betreute Kinder regelmäßiger die Kindertagesstätte besuchen würden, man habe auch festgestellt, dass deren Eltern ngere Geschwisterkinderr Krippenplätze anmeldeten. Man möchte gerne die Angebote ausweiten, allerdings fehlten zurzeit noch die dafür nötigen Elternbegleiterinnen. Diese rekrutiere man bisher aus den Kindertagesstätten selber, einige arbeiteten bereits als Kulturdolmetscherinnen.

 

Frau Gerl-Plein fragt an, ob es für ein Angebot im Iduna-Zentrum denn geeignete Räumlichkeiten gebe. Herr Schmidt antwortet, dass man dort in Kooperation mit dem Verein Jugendhilfe e.V. bereits ein Projekt installiert habe, worüber man dem Jugendhilfeausschuss noch berichten werde.

 

 

 
 

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