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10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 19.11.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:15 - 17:48 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: "Sparkassen-Arena", Schützenplatz 1, 37081 Göttingen
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Frey berichtet, dass in den letzten Monaten einige Gespräche mit Vertretern des Fördervereins geführt wurden

Herr Frey berichtet, dass in den letzten Monaten einige Gespräche mit Vertretern des Fördervereins geführt wurden. Ziel war es auszuloten, ob es noch eine Möglichkeit gibt hinsichtlich des künftigen Freibadkonzeptes für Weende zusammenzukommen, ohne den vom Rat im April diesen Jahres beschlossenen inhaltlichen und finanziellen Rahmen zu verlassen. Die GoeSF hat das Gespräch vor allem deshalb gesucht, weil die Bereitschaft zur Mitwirkung und Unterstützung des Projektes durch den Förderverein und durch andere Institutionen aus dem Ortsteil als Grundvoraussetzung für die Realisierung eines jeden Sanierungskonzeptes angesehen wurden. Wesentliche Merkmale des in einen neuen Entwurf eingeflossenen Gesprächsergebnisses sind, dass die für den Förderverein unverzichtbare Sprunggelegenheit in der Form des 10 m-Turms berücksichtigt und im Gegenzug eine Reduzierung der Wassertiefe im Bereich der Schwimmbahnen akzeptiert wurde. Anschließend stellt Herr Frey anhand einer PowerPoint-Präsentation, die der Niederschrift beigefügt wird, einen Konzeptvergleich zwischen dem Konzept, welches bereits im April beschlossen wurde und dem mit dem Förderverein weiterentwickelten Konzept vor. Herr Frey erläutert, dass hinsichtlich der Investitionen für den Umbau zunächst der aktuell starke Anstieg der Baupreise berücksichtigt werden muss. Im direkten Vergleich stiegen die Kosten beim aktuell vorgestellten Konzept um ??? Dies ist dem einkalkulierten Sanitär- und Umkleidegebäude geschuldet und einer ca. 5%igen Erhöhung der Baupreise seit dem Jahresbeginn 2013. Herr Frey empfiehlt bei den Überlegungen, welche der Varianten bevorzugt werden solle, die Einbindung in die städtebauliche Situation Weendes zu berücksichtigen, aber auch die Rahmenbedingung des EHP. Der Zusammenarbeit mit einem Partner vor Ort wie z. B. dem Förderverein kommt eine besondere Bedeutung zu, da von deren Qualität die Zukunftssicherheit jeder Konzeption vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht wesentlich beeinflusst wird.

Herr Güntzler fragt nach, ob durch die Änderung erneute Beschlüsse seitens des Rates notwendig sind.

Herr Frey erläutert, dass das Verfahren noch unklar ist. Zunächst sind noch weitere Gespräche mit dem Förderverein notwendig. Da sich die Konzepte nicht so gravierend unterscheiden und die wesentlichen konzeptionellen Eckpunkte des Ratsbeschlusses berücksichtigt wurden, stellt sich die Frage, ob ein erneuter Beschluss des Rates gefasst werden muss.

Herr Holefleisch betont, dass im Rahmen des EHP Einsparungen stattfinden müssen und dass man hier keine Willkür walten lassen darf. Er fragt, woher das Geld für die anfallenden Mehrkosten genommen werden soll und gibt zu bedenken, dass die Umsetzung des neuen Konzeptes zwei Gefahren birgt. Zum einen besteht die Gefahr der Dysfunktionalität, was bedeutet, dass momentan zwar viele das Bad neu gestaltet haben wollen, nach der Fertigstellung jedoch nur sehr wenige Besucher das Angebot annehmen. Zum anderen besteht die Gefahr, dass durch den Druck der entsprechenden Interessengruppe nun Mehrkosten entstehen, die nicht abgesichert sind und der Verein die geleisteten Versprechen nicht halten kann. In diesem Fall müsste die Stadt für die Kosten aufkommen und die im EHP vorgegebenen Einsparungen wären nicht möglich. Herr Holefleisch bittet einen Vertreter des Fördervereins zu erläutern, wie dieser sicherstellen kann, dass diese Gefahren minimiert werden.

Herr Gramsch unterstreicht zunächst die gute Zusammenarbeit mit der GoeSF in der letzten Zeit. In der Mitgliederversammlung wurde über den neuen Konzeptvorschlag abgestimmt. 117 Mitglieder stimmten für das Konzept, vier enthielten sich und zwei waren dagegen, wodurch der Wille und die Zustimmung des Vereins deutlich wird. Der Verein ist stark an einer Mitarbeit interessiert, was auch bereits durch die erbrachten Leistungen in diesem Jahr zu erkennen ist. Dazu führt er an, dass der Förderverein den Betrieb des Bades in der abgelaufenen Saison mit einer direkten Finanzleistung von 18.000 Euro und weitere ca. 10.000 Euro an Personalleistungen in das Bad gesteckt hat. Das neue Konzept stellt auch aus Sicht des Fördervereins ein sinnvolles und funktionsfähiges Bad dar. Herr Gramsch ist davon überzeugt, dass sich die Zusammenarbeit auch in Zukunft positiv gestalten wird. Zurzeit laufen Verhandlungen mit einigen Firmen, die sich im Bereich der Umgestaltung engagieren wollen. Es gab auch bereits konkrete Gespräche mit den Sportvereinen des Ortes, Tuspo Weende und SC Weende, wie sich diese in das Konzept integrieren können. Des Weiteren gab es Gespräche mit Herrn Köhler von der städt. Wohnungsbau Gesellschaft bezüglich des geplanten Gebäudeteiles. Herr Gramsch bedauert, dass das Bad in diesem Jahr so früh geschlossen wurde, da bei gleicher Anzahl an Betriebstagen wie im Freibad Brauweg sicherlich 70.000 Besucher in der Saison zu erwarten gewesen wären. Herr Gramsch berichtet von der Idee, eine Genossenschaft zu gründen und dadurch das Grundstück zu erwerben.

Herr Dr. Häntsch möchte noch einmal detaillierter wissen, welche Unterschiede sich in finanzieller Hinsicht im Vergleich zu den vorliegenden Konzepten ergeben.

Herr Frey erläutert daraufhin ausführlich anhand der Präsentation die konzeptionell bedingte Steigerung der Betriebskosten. Diese resultiert aus dem höheren Energieverbrauch für die Umwälzung des gestiegenen Wasservolumens, dem Umstand, dass künftig wahrscheinlich nicht mehr auf das Quellwasser zurückgegriffen werden kann und dem Aufwand für den Betrieb des Umkleidehauses. Dort entstehen Kosten für das Aufheizen von Wasser sowie für Frisch- und Abwasser. Zudem ist mit einem höheren Personalaufwand zu rechnen, da die Reinigung und die Beaufsichtigung des Sprungbereiches einkalkuliert werden müssen.

Herr Dr. Pfahl ist erfreut über die positive Entwicklung innerhalb des Fördervereins und begrüßt insbesondere, dass sich der Förderverein und die GoeSF in letzter Zeit aufeinander zu bewegt haben. Er stellt jedoch fest, dass auch im neuen Konzept, welches nun entwickelt wurde, weiterhin kein Schulsport möglich sei, welches ursprünglich doch ein zentrales Anliegen des Fördervereins war. Mit Verweis auf die engen Vorgaben des EHP weist Herr Dr. Pfahl darauf hin, dass hinsichtlich des Betriebes das jährliche Defizit um ca. 20.000 – 30.000 Euro steigen wird. Damit ist man weit über die ursprüngliche finanzielle Zielvorgabe hinausgeschossen. Die Antworten von Herrn Gramsch auf die Fragen von Herrn Holefleisch können ihn jedoch nicht wirklich beruhigen. Daher bittet er um eine Information wie das finanzielle Defizit ausgeglichen werden kann.

Herr Güntzler ist unsicher, ob der Rat wegen der erhöhten Kosten zustimmen würde.

Herr Meyer legt dar, dass selbstverständlich die verschiedenen Konzepte auch im Rat auf unterschiedliche Meinungen stoßen werden. Er betont, dass die Kosten zwar steigen würden, aber im Wesentlichen geht es ihm darum, bestimmte Punkte absolut sicherzustellen, wenn eine Sanierung umgesetzt werden soll. Alle Beteiligten müssen ohne Wenn und Aber hinter diesem Konzept stehen und mit eingebunden werden. Weiterhin bittet er um mehr finanzielles und personelles Engagement seitens des Fördervereins. Außerdem muss es klar sein, dass eine kleine Fläche des jetzigen Freibades verkauft werden muss, um die Investitionskosten decken zu können. Wenn diese Punkte alle sicher geklärt sind, dann kann man die Zahlen in der Detailplanung vielleicht noch etwas verändern. Überdies muss noch geklärt werden wie ein Umbau finanziert werden kann, da die GoeSF dies nicht aus Eigenmitteln bewerkstelligen kann. Wenn dann klar ist, dass alles finanziell gestemmt werden kann, geht er davon aus, dass frühestens im Frühjahr 2015 mit einem Umbau begonnen werden kann.

Herr Arndt fragt in Richtung des Fördervereins, wie die Eigenleistungen ab 2015 erbracht werden sollen.

Herr Gramsch wiederholt die Zusicherung bezüglich des Ablaufes und der finanziellen Beteiligung anhand von Beispielen der Kooperation des Jahres 2013. Wenn das Konzept so wie es jetzt steht, umgesetzt werden sollte, ist er sich sicher, dass die bisher beteiligten Personen und Vereine des Stadtteils ihre Unterstützung weiterhin zur Verfügung stellen. Darüber hinaus kann er berichten, dass die Sprungturmsanierung bereits organisiert sei und Investoren bereits stünden, so dass ein Betrag von ca. 70.000 Euro eingespart werden kann.

Herr Dr. Pfahl merkt an, dass Grundschulen in einem 4m-tiefen Sprungbecken keinen Startsprung üben werden, da dies zu gefährlich ist.

Herr Güntzler betont, dass es sich bei der heutigen Diskussion vorerst um einen Sachstandsbericht handelt. Die Abläufe sind in der Bearbeitung. Durch die erhöhten Kosten gibt es in der Bevölkerung und in der Politik zwar kritische Stimmen, wenn jedoch die offenen Fragen erklärt werden können, kann er sich einen erneuten Ratsbeschluss vorstellen. Um eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten müssen aus seiner Sicht jedoch klare Verträge zwischen GoeSF und Förderverein geschlossen werden. Da die Kosten für den Bau des Bades im Laufe der Zeit durch allgemeine Preiserhöhungen immer weiter ansteigen bittet er darum, zeitnah Ergebnisse herbeizuführen.

Frau Schulz erinnert noch einmal daran, dass die Barrierefreiheit auch im neuen Konzept gegeben sein sollte.

Herr Gramsch bestätigt, dass dieser Punkt in den Planungen bereits bedacht wurde.

Herr Güntzler bemerkt, dass ein einheitliches Ergebnis aller Beteiligten in die Bevölkerung getragen werden soll.

Der Sportausschuss nimmt TOP 4 zustimmend zur Kenntnis.

Ergebnis: - einstimmig –

Ergebnis: - einstimmig –

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage zu TOP 4 - Präsentation FB Weende (235 KB)      

 

 

 
 

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