zurück
 
 
18.öffentliche Sitzung des Ortsrates Nikolausberg
TOP: Ö 5
Gremium: Ortsrat Nikolausberg Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 31.10.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 20:00 - 22:20 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Gasthaus "Zum Klosterkrug", Kalklage 2, 37077 Göttingen-Nikolausberg
Ort:
FB61/1021/13 Fortentwicklung städtisches Busliniennetz
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Krieger verweist auf die Vorlage zum Liniennetzplan und erläutert diese. Die Neugestaltung des Liniennetzplanes basiere auf den Vorgaben des Nahverkehrsplan und der Notwendigkeit einer nachfrageorientierten Neuplanung. Das derzeitige Liniennetz bestehe, mit kleinen Änderungen, seit 1998 und im letzten Jahr konnte mit 18,5 Mio. Fahrgästen ein Rekordwert erzielt werden. Aufgrund struktureller Änderungen und der veränderten Nachfrage bedarf es jetzt allerdings einer Überarbeitung des Liniennetzes. In die Liniennetzplanung sind Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität bei gleichzeitiger Steigerung der Wirtschaftlichkeit eingeflossen. Weiterhin sei es ein wichtiger Aspekt, dass der regionale und lokale öffentliche Personennahverkehr enger verzahnt werde.

Anhand der Fahrgastzahlenentwicklung und der Anregungen der Kunden sehe man die Notwendigkeit einer verbesserten Anbindung des Bahnhofes, welche durch den neuen Liniennetzplan erreicht werden solle. Zudem soll auf zentralen Achsen eine Taktverdichtung erfolgen, welche durch Umschichtung von Betriebsleistungen durch die Aufgabe von schwach bis sehr schwach nachgefragten Linien, umgesetzt werden soll. Die Anregungen der Ortsräte werden in die Planung mit einbezogen und die jeweiligen Auswirkungen dargestellt.

 

Sodann erläutert Frau Engelmann den Entwurf des Liniennetzplanes und die geplante Buslinienführung, insbesondere für Nikolausberg. Sie führt aus, dass unter Berücksichtigung der Nahverkehrsplanvorgabe und der räumlichen und zeitlichen Nachfrageverlagerung, ein neues Liniennetz erforderlich ist. Zudem verlangen die Pendler (8.000 Auspendler; 33.000 Einpendler) schnellere Reiseketten, die es zu berücksichtigen gilt. Gleichermaßen habe auch der demographische Wandel Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr. Schwierig gestalte sich die Liniennetzplanung aufgrund der Fahrgastzahlentwicklung in Abhängigkeit der Budgetobergrenze, die der Rat der Stadt Göttingen im Rahmen des EHP für die Göttinger Verkehrsbetriebe festgelegt hat.

Die Busverbindungen von und nach Nikolausberg werden gut nachgefragt. Insbesondere die Einführung der Campus-Linie habe sich positiv auf die Fahrgastzahlen ausgewirkt. Zukünftig werden die Linien 21 (zum Bahnhof) und 22 (über Uni Nord/Klinikum in die Innenstadt) Nikolausberg bedienen. Durch die Linienkombination ergibt sich ein 15 min. Takt. Bis 8.00 Uhr morgens sollen als Besonderheit beide Linien zum Bahnhof geführt werden, hier liege dann auch der zentrale Umsteigepunkt. Richtung Kaufpark wird es künftig keine Direktverbindung geben, hier ist ein Umstieg erforderlich. Aufgrund der engen Straßen und Kurvenradien in Nikolausberg ist die Linienführung sehr eingeschränkt, so dass beide Linien in Nikolausberg identisch geführt werden sollen, so zunächst die Planung. Ein Variante könne sein, dass eine Linie über die Senderstraße Rieswartenweg Hohe Warte und zurück auf die ursprüngliche Route geführt werde. Eine Testfahrt habe die Realisierung ergeben, sofern dies vom Ortsrat erwünscht ist.

Nach kurzer Diskussion hinsichtlich der Linienführung bittet der Ortsrat die vorgestellte Variante im Liniennetzplan aufzunehmen.

 

Auf Nachfrage von Herrn Ortsbürgermeister Weide zum Schwachverkehrsnetz (ab 19.30 Uhr/ 20.00 Uhr) erläutert Frau Engelmann, dass diesbezüglich noch keine Aussage getroffen werden könne, da zunächst der Liniennetzplan für die Hauptverkehrszeit abgestimmt und fertig gestellt werden müsse.

 

Frau ntzler begrüßt, dass die Ortsratsanregung berücksichtigt wurde, Nikolausberg direkt mit dem Bahnhof anzubinden. Hinsichtlich der Schülerbeförderung (THG, KGS) bittet sie um Auskunft über die zukünftige Ausgestaltung und bemängelt, dass der Bus um 6.58 Uhr überproportional voll ist und bittet um Prüfung, inwieweit ein Gelenkbuss eingesetzt werden kann.

 

Frau Engelmann stellt dar, dass die Einsatzfahrten (für die Schüler) beibehalten werden sollen. Hinsichtlich des Umstiegs, um zur KGS zu gelangen, erklärt sie, dass dieser künftig am Bahnhof und nicht in der Innenstadt erfolgen müsse. Die Anregung zum 6.58 Uhr-Bus werde sie prüfen.

 

Frau Margraf begrüßt ebenfalls die Anbindung an den Bahnhof ergänzt allerdings, dass bei den Busabfahr- und Ankunftszeiten die Zugverbindungen berücksichtigt werden sollten.

 

Sodann unterbricht der Ortsrat die Sitzung, um anwesenden Einwohnerinnen und Einwohnern Gelegenheit zur Fragestellung zu geben.

 

Herr Spieker bittet um Auskunft, ob die Haltestellenfrequentierung gemessen wurde.

 

Dies bejaht Frau Engelmann. Die GöVB setzt seit Ende 2011 regelmäßig sog. Zählbusse ein, die mit einer Zähleinrichtung ausgestattet sind und die Fahrgastanzahl messen.

 

 

Der Ortsrat beschließt einstimmig.

Der Ortsrat nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und stimmt dem Vorschlag zum weiteren Verfahren zu.

 
 

zurück