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28. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 12
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 05.09.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:15 - 20:28 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Henze regt an, diesen Tagesordnungspunkt vorzuziehen; dieser Vorschlag stößt auf allgemeine Zustimmung.

 

Herr Uhlig verweist auf den ausgehängten aktuellen Entwurf des Bebauungsplanes und erläutert, dass der nördliche Bereich des jetzt in Rede stehenden Geltungsbereich bereits seit längerem in der Diskussion stehe und nunmehr im Hinblick auf die geplante Ansiedlung eines Baumarktes überplant werde. Nun habe man sich jedoch entschlossen, die gesamte „Dreiecksfläche zwischen Siekhöhenallee und verlängertem Siekweg in den Planbereich einzubeziehen. Im Süden sollten die internationalen Gärten gesichert werden. Zwischen diesen und dem Baumarktgelände im Norden seien Gewerbeflächen vorgesehen. Die Erschließung solle über den bereits vorhandenen Knoten an der Siekhöhenallee und zwei Stichstraßen jeweils mit Wendehammer - in Richtung Norden und in Richtung Osten erfolgen. Dabei solle jedoch grundtzlich keine Durchfahrtmöglichkeit vom Siekweg zur Siekhöhenallee entstehen; allerdings solle die Möglichkeit geschaffen werden, bei Bedarf eine Stadtbuslinie über den östlichen Weg zu führen und bis zum Siekweg durchzubinden.

 

Im Zuge der Bauleitplanungssten auch die künftigen Lärmemissionen berechnet werden; bezügl. des geplanten Bau- und Gartenmarktes sei dies bereits erfolgt. Herr Wundrak ergänzt, dass eine Einhausung der Lieferzone ausweislich der vorliegenden Untersuchungen nicht erforderlich sei. Sodann erläutert Frau Schmelz die verschiedenen Lärmprognosen im Detail. Für die Erarbeitung der schalltechnischen Untersuchungen sei auf Angaben des Betreibers und Messungen an vergleichbaren Märkten zurückgegriffen worden; insofern lägen belastbare Daten hierzu vor. Herr Wundrak ergänzt, dass die Anlieferung im Zeitraum von 08:00 14:00 Uhr stattfinden und rd. 6 Lkw umfassen werde. Herr Holefleisch erklärt, dass der Lärmschutzproblematik in Anbetracht der östlich angrenzenden Wohnbebauung eine besondere Bedeutung zukomme; insofern müsse diese Frage sorgsam geprüft werden.

 

Herr Henze erläutert, dass der Ortsrat über die vorgestellten Planungen bereits vor der Sommerpause informiert worden sei; es sei ihm jedoch wichtig, dass auch der Ausschuss diesen Sachstandsbericht erhalten habe, damit beide Gremien über den gleichen Kenntnisstand verfügten.

 

Auf Nachfrage von Herrn Henze teilt Herr Wundrak mit, dass er nach wie vor ein ausreichendes Marktpotenzial für einen Baumarkt an dieser Stelle sehe. Im Übrigen bitte er zu berücksichtigen, dass trotz der Insolvenz der „Praktiker-Gruppe“ der Max-Bahr-Markt in Weende ebenfalls gut laufe und voraussichtlich auch weiter betrieben werde. Seine feste Absicht sei es, hier einen Markt zu errichten, der auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung und insbesondere in der unmittelbaren Nachbarschaft stoße. Herr Dienberg berichtet, dass ihm aktuell ein Brief des Anwalts von Herrn Wundrak vorliege, wonach eine Beschränkung auf einen Bau- und Gartenmarkt abgelehnt werde. Hiernach sollten sämtliche der in Liste 2 der Anlage zum Einzelhandelskonzept benannten Sortimente möglich sein. Herr Wundrak erklärt, dass auch die umliegenden Gewerbetreibenden derartige Sortimente realisieren dürften. Vor diesem Hintergrund lehne er eine weitergehende Reglementierung in Bezug auf sein Grundstück ab. Er wolle jedoch auch deutlich machen, dass er zunächst beabsichtige, auch tatsächlich einen Baumarkt zu errichten. Der Baukörper für eine derartige Nutzung sei so speziell, dass es unwahrscheinlich sei, dass sich dort mittelfristig eine andere Nutzung als ein Baumarkt ansiedele. Insofern könne er dem Ausschuss die Besorgnis nehmen, dort könne kurzfristig eine andere Nutzung realisiert werden.

 

Herr Henze dankt Herrn Wundrak und Frau Schmelz r deren Auskünfte.

Sodann beschließt der Ausschuss einstimmig:

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.

 
 

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