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14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 22.08.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 19:25 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Schumann Sohnrey (61 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Sohnrey Gutachten Endfassung (536 KB)      
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt Herr Gerhardy Herrn Prof

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt Herr Gerhardy Herrn Prof. Dr. Schumann, der nachfolgend in Auszügen seine von der Universität beauftragte gutachterliche Stellungnahme zum Ehrenbürger der Georg-August-Universität Heinrich Sohnrey vorstellt (Anlage 2). (Anm. der Verwaltung: Das vollständige Gutachten ist als Anlage in ALLRIS® beigefügt.)

Frau Dr. Schlapeit-Beck erklärt nachfolgend, dass die Verwaltung  dem Ortsrat Geismar aufgrund der von Herrn Prof. Dr. Schumann empfohlenen Distanzierung von Heinrich Sohnrey empfehlen werde, die nach ihm benannte Straße umzubenennen. Eine entsprechende Vorlage werde dem Ortsrat Geismar bereits in seiner nächsten Sitzung am 29.08.13 vorgelegt.

Ergänzend verweise sie auf zwei weitere Expertisen zu Rudolph Stich und Herrmann Rein, die gemeinsam von Stadt und Uni Göttingen beauftragt wurden.

Grundsätzlich verweist sie in diesem Zusammenhang darauf, dass es sich hierbei um eine in der Zuständigkeit der jeweiligen Ortsräte liegende Angelegenheit handele, die aufgrund ihrer gesamtpolitischen Bedeutung aber auch hier im Ausschuss vorgestellt werde.

Auf Nachfrage von Herrn Arndt erklärt Herr Prof. Dr. Schumann, dass es ihm mit Blick auf auch im Dritten Reich und speziell dem Kaiserreich existierenden unterschiedlichen Meinungsströmungen schwer falle, bei den Äußerungen Sohnreys von „Zeitgeist“ zu sprechen und eine mögliche Distanzierung von einer Person unabhängig von dem gesellschaftlichen Umfeld zu prüfen sei. Auch die Universität Göttingen habe sich in der Zeit des Nationalsozialismus schuldig gemacht.

Bezüglich der von Herrn Prof. Dr. Neumann geäußerten Feststellung, dass es gelegentlich notwendig sei, dass „kollektive Gedächtnis zu korrigieren“ erklärt Herr Prof. Dr. Schumann, dass dies mit zeitlicher Distanz ein normaler Prozess sei, dessen Dokumentation nach seiner Ansicht wichtiger als die letztendlich getroffene Entscheidung sei.

Herr Gerhardy dankt Herrn Prof. Schumann abschließend für die vorgestellte Stellungnahme.

Gegen den Vorschlag von Herrn Gerhardy, im Anschluss an diesen TOP aufgrund der anwesenden zahlreichen Gäste den TOP 8 vorzuziehen, erhebt sich kein Widerspruch.

 
 

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