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14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 22.08.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 19:25 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB41/0270/13 EHP 054 Neuorganisation der Theaterlandschaft in Göttingen

   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:41-Fachbereich Kultur   
 
Beschluss

Frau Dr

Frau Dr. Schlapeit-Beck erklärt, dass die Tagesordnungspunkte 6 und 7 im Zusammenhang beraten werden sollten und erläutert ausführlich die Vorlagen der Verwaltung. Nach umfänglicher gutachterlicher Prüfung sowie enger Zusammenarbeit in zwei Arbeitsgruppen hätten sich nunmehr alle Beteiligten des Jungen Theaters, des Deutschen Theaters als auch der Verwaltung auf das Kooperationsmodell verständigt. Die vereinbarte Kooperation im künstlerischen Bereich insbesondere beim Kinder- und Jugendtheater verspreche eine qualitative Bereicherung des Theaterangebots in Göttingen. Im Rahmen dieses Kooperationsmodells würden die Sparauflagen des Entschuldungshilfeprogramms erbracht.

Im Rahmen ihrer Ausführungen verweist sie insbesondere auf die für das Junge Theater angestrebte Konzeptionsförderung des Landes Niedersachsen. Allerdings laufe die nächste Förderperiode für eine Konzeptionsförderung erst in den Jahren 2016 bis 2018. Die in den Jahren 2014 und 2015 beim Jungen Theater eingesetzten und bisher als Konzeptionsförderung aufgeführten Beträge müssten zunächst über eine vom Land Niedersachsen ausgelobte Projektförderung eingeworben werden.  

Aus Sicht der Stadt Göttingen sei eine Landesförderung für das Junge Theater erforderlich und geboten. Diese sei 2005 im Zusammenhang mit der Insolvenz durch das Land eingestellt worden und habe bis zu 200.000 EURO pro Jahr betragen, da das Land keine erfolgreiche Weiterführung des Theaterbetriebs erwartet habe. Ob letztlich eine Konzeptions- oder eine institutionelle Förderung durch das Land Niedersachsen gewährt werde, sei nicht erheblich. Bei der insgesamt moderaten Forderung von 40.000 EURO p. a. für das JT sei die Verwaltung zuversichtlich, dass eine entsprechende Förderung gewährt werde.

Ziel aller Beteiligten sei es, wie in den Jahren bis 2006 für das Junge Theater wieder eine institutionelle Förderung durch das Land Niedersachsen mit fünfjähriger Laufzeit zu erreichen.

Zu der vorgeschlagenen Kooperationslösung zwischen beiden Theatern erklärt sie, dass hier im Ausschuss kein entsprechender Kooperationsvertragsentwurf vorgelegt werde, da es sich bei diesem um eine interne Vereinbarung zwischen beiden Häusern handele.

Bezüglich des vorgelegten Vertragsentwurfes über eine Verlängerung des Zuwendungsvertrages verweist Frau Dr. Schlapeit-Beck auf eine gewisse Eilbedürftigkeit, um dem Jungen Theater eine Planungssicherheit für das nächste Kalenderjahr zu geben. 

Herr Arndt dankt allen Beteiligten für geleistete Arbeit und begrüßt die erreichte Einigung über die zukünftige Zusammenarbeit beider Theater.

Insbesondere bezüglich der noch unsicheren Landesförderung und der im Falle eines Ausbleibens erforderlichen Kompensation durch das JT verweist er auf die noch nicht erfolgte Beratung im Aufsichtsrat des Jungen Theaters. Auch habe der Aufsichtsrat des DT noch nicht getagt und von daher beantrage die SPD-Ratsfraktion eine Vertagung beider Tagesordnungspunkte.

Herr Gerhardy für die CDU-FDP-Gruppe und Frau Gerl-Plein für die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen schließen sich der beantragten Vertagung an.

Auf Nachfrage von Frau Gerl-Plein bestätigt Frau Dr. Schlapeit-Beck, dass für 2014 eine Projektförderung des Landes Niedersachsen für das JT erreicht werden solle.

Frau Dr. Schlapeit-Beck erläutert nachfolgend die drei Förderarten des Landes Niedersachsen im Bereich der Theater:

1.      Eine institutionelle Förderung mit rd. fünfjähriger Laufzeit erhalten i. d. R. die Staatstheater und Theater in kommunaler Trägerschaft. Es gäbe aber auch einzelne Freie Theater in der institutionellen Förderung.

2.      Eine Konzeptionsförderung mit dreijähriger Laufzeit können nur Freie Theater erhalten. Das JT wurde aufgrund der vertraglich geregelten kommunalen Förderung und der nach Ansicht des Landes großen Zahl von Vertretern der Kommune im Aufsichtsrat bei einem früheren Antrag nicht als Freies Theater anerkannt.

3.      Eine Projektförderung werde vom Land Niedersachsen zweckgebunden als Zuschuss zu den Produktionskosten eines Stückes bewilligt. Sie kann von allen Theatern beantragt werden.

Für den Verein KUNST  e. V. dankt Herr Arnold für die geleistete Arbeit und begrüßt sehr den geplanten Erhalt der Eigenständigkeit beider Theater. Dies sei ein gutes Ergebnis für das kulturelle Leben in dieser Stadt.

Gegen die von Herrn Gerhardy zu diesem TOP vorgeschlagene Unterbrechung der Sitzung für Fragen der anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner erhebt sich kein Widerspruch.

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Auf Nachfrage des Bürgers Dr. Wieding erläutert Frau Dr. Schlapeit-Beck erneut die drei Förderarten des Landes im Bereich Theater und weist darauf hin, dass die bisher ausschließlich vom JT zu tragende Einsparsumme jetzt aufgeteilt von beiden Theatern erbracht werden soll.

 

Anschließend weist Herr Gerhardy den Bürger Dr. Wieding darauf hin, dass die Sitzung für Fragen der anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner unterbrochen werde. Eine Diskussion obliege allein den Mitgliedern dieses Ausschusses.  

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Gegen die Feststellung von Herrn Gerhardy, dass eine Vertagung dieses Tagesordnungspunktes einstimmig erfolge, erhebt sich kein Widerspruch.

 
 

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