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23. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 07.03.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:15 - 20:57 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB61/990/13 Geplante Liniennetzänderungen der GöVB zum Fahrplanwechsel am 08.08.2013 - Bericht der Verwaltung
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Koss verweist darauf, dass Stadt und Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) bereits zum Oktober 2010 die Campus-Linie 51 zwischen Bahnhof und Universitätscampus-Nord eingeführttten. Die Entwicklung der Fahrgastzahlen habe nach einer gewissen Anlaufzeit gezeigt, dass das zusätzliche Angebot gut angenommen werde. Die neue Buslinie trage mit dazu bei, im Sinne des vom Rat beschlossenen Klimaschutzkonzeptes Pendlerverkehre vom Motorisierten Individualverkehr (MIV) auf den ÖPNV zu verlagern. Allerdings sei diese Linie in der bisherigen Vereinbarung zwischen Stadt und GöVB zum Defizitausgleich noch nicht enthalten.

 

Bislang habe die Stadt den Betrieb der Linie 51 mit jährlich ca. 255.000,- anteilig aus Regionalisierungsmitteln und einer Sonderausgabe im Teilergebnishaushalt (135.000,- €) finanziert. hrend die anteilige Finanzierung (120.000,- €) aus Regionalisierungsmitteln noch r eine weitere Fahrplanperiode möglich sei, läuft die Finanzierungsmöglichkeit über den Teilergebnishaushalt zum Ende der Fahrplanperiode 2012/2013 aus. Zukünftig müsse daher das Angebot zumindest teilweise - in den regulären Betrieb der GöVB übergehen. Da aufgrund der Einsparzwänge des Haushaltssicherungskonzeptes (HSK) resp. des Entschuldungshilfeprogramms (EHP) die jährlichen Ausgleichsleistungen an die GöVB limitiert seien, sei der Weiterbetrieb der Linie 51 daher nur möglich, wenn an anderer Stelle im Liniennetz Leistungen in einem Umfang von etwa 135.000,- € eingespart würden.

 

Daraufhin seien verschiedene Möglichkeiten zur Reduzierung von Leistungen betrachtet und im Arbeitskreis Netz" in dem neben Vertretern der GöVB und der Verwaltung auch Mitglieder des Rates vertreten seien - am 04.02.2013 diskutiert worden. Der Fokus der Maßnahmen habe dabei auf dem sog. Schwachverkehrszeiten gelegen. Herr Zimmermann ergänzt, dass man seitens der GöVB versucht habe, die Einschränkungen für die Fahrgäste möglichst zu minimieren.

 

Frau Engelmann erläutert sodann die einzelnen Maßnahmen im Detail. Vorgeschlagen würden nunmehr folgende Maßnahmen:

?         Linientaxi Holtensen (Linie 7, SVZ):
Das in der Schwachlastzeit auf der Linie 7 derzeit stündlich zwischen Bahnhof und Holtensen verkehrende Linientaxi solle zukünftig entfallen. Holtensen solle in diesen Zeiten künftig durch Verlängerung der Linie 1 bedient werden; dadurch erhöhe sich sogar die Bedienungsqualität.

?         Linientaxi Sprangerweg (Linie 8, SVZ):
Das in der SVZ zwischen Klinikum und Sprangerweg verkehrende Linientaxi der Linie 8 solle zukünftig entfallen. Der Bereich Zimmermannstraße/Sprangerweg solle stattdessen stündlich durch die Linie 8 bedient werden; dadurch werde hier eine umsteigefreie Verbindung in die Innenstadt geschaffen Der Bereich Stumpfe Eiche werde dann anstatt halbstündlich nur noch stündlich bedient werden.

?         Linientaxi Roringen (Linie 10, ab ca. 18:00 Uhr):
Die Linie 10 verkehre zwischen Klinikum und Roringen bislang täglich ab 18 Uhr stündlich mit einem Linientaxi. Dieses Linientaxi solle zukünftig entfallen. Roringen solle dann stündlich mit der Linie 10 über Herberhausen bedient werden. Dadurch nne künftig für Roringen eine umsteigefreie Verbindung in die Innenstadt gewährleistet werden.

?         Ostviertel/Rohns (Linie 9, SVZ):
Die Linie 9 verkehre zwischen Innenstadt und Rohns derzeit noch stündlich. Künftig solle die Bedienung in der Schwachverkehrszeit auf einen Verkehr mit Linientaxen umgestellt werden. Für Fahrten in die Innenstadt re dann zwar ein Umstieg in die Linie 6 im Bereich Nonnenstieg erforderlich, die stündliche Anbindung bleibt jedoch erhalten.

 

Insgesamt ergäben sich damit Einsparpotenziale, die eine Finanzierung zunächst bis 2014 sicherstellten.

 

Nach Ansicht von Frau Oldenburg sollten die Fahrzeiten der Linie 51 besser auf die Vorlesungszeiten der Universität abgestimmt werden. Gleiches gelte hinsichtlich der Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge. Herr Zimmermann verweist darauf, dass eine optimale Verknüpfung mit dem Schienenverkehr aufgrund entsprechender Taktzeiten der DB entweder nur mit dem Nahverkehr, oder nur mit dem Fernverkehr erfolgen könne.

 

Auf Nachfrage von Frau Schultz erläutert Herr Zimmermann, dass eine Beratung in den Ortsräten zunächst nicht vorgesehen sei und aufgrund der kurzen Genehmigungsfristen für Fahrplanänderungen auch nicht möglich wäre. Herr Koss ergänzt, dass hier nur Details innerhalb des bestehenden Liniennetzes verändert würden. Anders verhalte es sich, sofern eine neues Liniennetz diskutiert werde; in einem solchen Fall würden wie auch bereits im Rahmen der Neuaufstellung des jetzigen Liniennetzes geschehen selbstverständlich auch die Ortsräte eingebunden. Herr Henze bittet die Verwaltung darum, die Ortsräte zumindest nachträglich über die aktuellen Änderungen in Kenntnis zu setzen; ggfs. könne dies mit dem Bericht zum Nahverkehrsplan verbunden werden. Herr Koss sagt dies zu.

Sodann beschließt der Ausschuss einstimmig:

Der Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

 
 

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