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10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 15.11.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:44 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Dürr von der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR berichtet über die Arbeit der Kompetenzangentur

 

Herr Dürr von der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR berichtet über die Arbeit der Kompetenzangentur.

 

Die Kompetenzagentur arbeite seit 2007. Die Klientel seien Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren in schwierigen Lebenssituationen, wozu Schulverweigerung oder Erfahrungen mit Drogen oder Mobbing gehörten. Wesentliche Arbeitsinhalte seien allgemeine Hilfe zur Lebensbewältigung, Vorbereitung auf das Arbeitsleben, Vermittlung in Ausbildung sowie der Übergang von allgemeinbildender zu berufsbildender Schule.

 

Man arbeite einzelfallbezogen. Zu Beginn stehe eine Krisenintervention. Man erhalte zum Beispiel über die Schule erste Informationen zum Fall. Dann stelle man Kontakt zum Jugendlichen und anderen Beteiligten her. Schließlich vermittle man erste Hilfen und versuche, den Alltag des Jugendlichen zu stabilisieren. Anschließend an diese ersten Maßnahmen gehe es darum, dem Jugendlichen eine langfristige Perspektive im Bereich schulischer bzw. beruflicher Ausbildung zu geben.

 

Man habe in den vergangenen Jahren viel Akzeptanz von den Kooperationspartnern erfahren. Seit Beginn des Projekts habe man etwa 800 Jugendlichen geholfen. Allerdings laufe die Finanzierung zum 31.12.2013 aus. Da die Gruppe hilfsbedürftiger Jugendlicher weiterhin existiere, sei es notwendig, dieses Angebot zu erhalten.

 

Herr Dürr antwortet auf Fragen aus dem Ausschuss. konTur führe auch aufsuchende Arbeit bei Schulverweigerern durch. Wichtig sei es, die Motivation der Jugendlichen zu stärken und in schulpflichterfüllende Maßnahmen wie etwa Praktika zu vermitteln. Nachhilfeangebote würden aus ESF-Mitteln finanziert. Er bestätigt, dass Prävention und früher einsetzende Hilfen sehr wichtig seien. konTur helfe Jugendlichen in einem Lebensalter, in dem dies noch erfolgversprechend sei. Bei Heranwachsenden beziehungsweise jungen Erwachsenen könne man meistens nur noch deren bestehende Lebenskrisen verwalten, statt sie in ein Arbeitsleben zu integrieren. Zur Frage der Finanzierung führt er aus, dass das Bundesfamilienministerium ein ähnliches Nachfolgeprogramm plane, welches aber wahrscheinlich nicht nahtlos an das jetzige anschließe. Zudem sei nicht sicher, dass man daran beteiligt werde. Er gehe davon aus, dass ein Nachfolgeprogramm nicht vor Mitte 2014 in Kraft trete. Für eine Übergangsphase von 6 Monaten benötige man ca. 40.000,- €. Demgegenüber stünden allerdings die Kosten, welche die öffentliche Hand spare, wenn Jugendliche wieder in einen schulischen oder beruflichen Alltag integriert würden.

 

 

 

Im Anschluss an den Vortrag führt Frau Behbehani bei Frau Berdelmann die Pflichtenbelehrung gemäß § 43 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG)  durch.

 

 

 

 

 
 

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