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16. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 04.10.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:15 - 19:52 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB80/420/12 „Konzeptionierung und Veräußerung der Stockleffmühle beschleunigen“ (Antrag CDU/FDP-Gruppe)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
  Aktenzeichen:D/80-Fr (StoklMühle)
Federführend:80-Fachbereich Gebäude und Immobilien   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Welskop bringt den Antrag seiner Gruppe ein und erläutert diesen. Die Städtische Wohnungsbau solle zeitnah eine Bestandserhebung durchführen und eine realistische Nutzungskonzeption erarbeiten.

 

Herr Melzer verweist auf die zu Beginn der Sitzung verteilte Tischvorlage der Verwaltung. Die Städtische Wohnungsbau habe sich bereits mit der Immobilie intensiv auseinander gesetzt und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass es grundsätzlich möglich re, das Gebäude zu sanieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Hierbei müsse jedoch zwischen baulichen, denkmalschutzrechtlichen und ökonomischen Belangen sorgsam abgewogen werden.

 

Konkret seien folgende Maßnahmen erforderlich:

-                      ckbau des Gebäudes resp. Freilegung der ursprünglichen Bausubstanz

-          Bauschadensaufnahme mit Kartierung durch ein Fachbüro

-          Maßnahmenbeschreibung mit gewerkeweiser Kostenschätzung.

 

Vor Durchführung dieser orientierenden Arbeiten sei die Einholung einer ‚Denkmalrechtlichen Genehmigung erforderlich; diese werde demnächst erteilt. Mit den vorb. Maßnahmen solle noch im November 2012 begonnen werden. Anschließend sollten in einem beschränkten Architektenwettbewerb drei erfahrene Architekturbüros zur Abgabe von Entwurfsstudien aufgefordert werden. Dieser Wettbewerb nne voraussichtlich im Januar 2013 ausgelobt werden.

 

Er bitte um Verständnis dafür, dass die geschilderten Maßnahmen nicht parallel zu den Bauarbeiten am ehem. Stadtbadareal tten erfolgen nnen. Daher habe bereits frühzeitig festgestanden, dass die Sanierung der Mühle erst nach weitgehendem Abschluss der „Stadtbadareal - Bauarbeiten“ erfolgen könne. Mit den aktuell initiierten Maßnahmen werde dieser Zeitplan eingehalten.

 

Herr Holefleisch verweist darauf, dass hier ursprünglich ein Teaser für das geplante „Haus des Wissens“ angesiedelt werden sollte. Der Antrag der CDU/FDP-Gruppe unterstelle, dass dies nicht mehr erforderlich sei; dieser Einschätzung wolle er jedoch entgegentreten. Im Ergebnis müsse vor Durchführung des Architekten-Wettbewerbes zunächst Einvernehmen hinsichtlich der künftigen Nutzung des Gebäudes erzielt werden. Die Wettbewerbsauslobung solle daher vor Bekanntmachung zunächst im Bauausschuss diskutiert werden.

 

Herr Kromschröder regt an, dass der Baukörper der Stockleff-Mühle baulich derart verlängert werde, dass er in das Sichtfenster der aktuellen Bebauung auf dem ehem. Stadtbadareal hineinrage. Diese Anforderung sollte auch in die Wettbewerbsauslobung aufgenommen werden.

 

Frau Oldenburg warnt davor, die Anforderungen für den Wettbewerb zu sehr zu präzisieren, da hierdurch sinnvolle Konzepte ggfs. von vorneherein ausgeschlossen würden. Ziel müsse jetzt eine zügige Vermarktung sein. Herr Welskop ergänzt, dass auch der bisherige Wettbewerb seines Erachtens zu unbefriedigenden Ergebnissen geführt habe.

 

Auf Nachfrage von Herrn Welskop teilt Herr Melzer mit, dass die Städtische Wohnungsbau von der Stadt beauftragt worden sei, die bereits erläuterten Voruntersuchungen durchzuführen. Das Gebäude befinde sich nach wie vor im städtischen Eigentum; ob die Städtische Wohnungsbau das Gebäude später einmal erwerbe, sei dahingestellt. Bisher sei es v.a. darum gegangen, die Wirtschaftlichkeit einer möglichen Nachnutzung zu untersuchen.

 

Nach Ansicht von Herrn Klatt sei die Vorgehensweise der Stadt nachvollziehbar und richtig; er wolle der Tischvorlage daher zustimmen. Wegen der Bauarbeiten auf dem ehem. Stadtbadgelände hätte es i.Ü. auch keinen Sinn gemacht, mit den konkreten Vermarktungsbemühungen früher zu beginnen. Überdies spreche er sich ausdrücklich für die Durchführung eines Architektenwettbewerbes aus. Herr Welskop hingegen befürchtet weitere Verzögerungen bei der Vermarktung; damit könnten dann ggfs. auch die Vermarktungschancen sinken. Herr Henze entgegnet, dass das ehemalige Stadtbadareal ohnehin eine lange Entwicklungsperspektive habe; die Hallenbadnutzung sei schließlich bereits 1998 aufgegeben worden. Vor diesem Hintergrund habe er kein Verständnis für übertriebene Eile. Herr Holefleisch ergänzt, dass sich Gastronomie hier jederzeit realisieren lasse; die Stadt wolle hier jedoch auch einen kulturpolitischen Ansatz verfolgen.

 

Nach kurzer weiterer Diskussion erklärt Herr Welskop, die Stellungnahme der Verwaltung mittragen zu können; er erkläre daher den seinerzeitigen Antrag für erledigt.

Sodann beschließt der Ausschuss einstimmig:

Der Ausschuss nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis; eine Beschlussfassung durch den Rat ist zunächst nicht erforderlich.

 
 

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