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9. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 11.10.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:04 - 19:35 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Schmidt erklärt, dass nahezu alle Jugendämter in Niedersachsen an der Integrierten Berichterstattung Niedersachsen (IBN) zwecks Kennzahlenvergleichs teilnähmen

 

Herr Schmidt erklärt, dass nahezu alle Jugendämter in Niedersachsen an der Integrierten Berichterstattung Niedersachsen (IBN) zwecks Kennzahlenvergleichs teilnähmen. Diese seien in verschiedene Vergleichsringe untergliedert, so dass nur Städte bzw. Landkreise mit ähnlicher Sozialstruktur miteinander verglichen würden. Die Stadt Göttingen befinde sich im Vergleichsring 2.

 

Frau Broistedt, Herr Witschel und Frau Triebel präsentieren die Ergebnisse des Vergleichs zwischen den Daten der Stadt Göttingen sowie des Vergleichsrings 2. Die diesjährigen Vergleichszahlen würden keine dramatischen Veränderungen beinhalten, was angesichts des hohen Leistungsniveaus in Göttingen eine gute Nachricht sei.

 

Bei der Hilfe zur Erziehung falle auf, dass die Stadt eine überdurchschnittliche Anzahl an ambulanten Hilfen sowie eine niedrige Zahl an stationären Hilfen vorweisen könne. Dies liege an der hohen Zahl ambulanter therapeutischer Hilfen, was mit dem Ziel der Verwaltung, familienunterstützende Hilfen statt familienersetzender Hilfen einzusetzen, übereinstimme. Ebenfalls positiv zu werten sei der hohe Anteil heimatnaher Unterbringungen, den man unterstütze, um so die Erhaltung familiärer Bindungen zu fördern. Die Zahl der Hilfeplangespräche pro Fall sei noch steigerungsfähig. Allerdings weise diese Kennzahl auf die Bedeutung ausreichender personeller Ressourcen hin, welche man in den vergangenen Jahren nicht immer zur Verfügung gehabt habe. Günstig sei die Entwicklung der Kosten, welche im Zusammenspiel von frühzeitigen ambulanten Hilfen, bedarfsgerechter Unterbringung und Hilfeplangesprächen als Steuerungselement auf einem niedrigen Niveau verharren würden. Die Werte der Mitarbeiter- und Kundenbefragung seien hervorragend, wobei man die Zahlen der Kundenbefragung des Allgemeinen Sozialdienstes aufgrund des sehr niedrigen Rücklaufs und der damit fehlenden Repräsentativität nicht darstelle.

 

Frau Broistedt erklärt auf Anfrage, dass man den plötzlichen starken Anstieg bei den Hilfen für junge Volljährige im Vergleichsring nicht erklären könne, da man über die Geschehnisse in den anderen Kommunen nicht informiert sei. Allerdings sei festzuhalten, dass die Zusammensetzung des Vergleichsrings und damit die Werte des Vergleichsrings aufgrund von Zu- und Abgängen von Kommunen in den letzten vier Jahren stark fluktuiert habe.

 

Herr Gottwald erfragt den Status von unbegleiteten Flüchtlingen. Herr Schmidt und Frau Broistedt erläutern, dass diese Kinder, wenn sie in Göttingen untergebracht würden, zwar im sachlichen Zuständigkeitsbereich des Landkreises verblieben, ihnen allerdings aufgrund des neuen Wohnorts von der Stadt Göttingen ein Vormund gestellt werden müsse.

 

Herr Gottwald fragt zudem, ob es einen Fehlbedarf an Pflegefamilien gebe. Frau Broistedt antwortet, dass man jährlich etwa 30 Vermittlungsanfragen habe. In 2012 seien bisher elf Fälle tatsächlich vermittelt worden, weitere sechs stünden kurz davor.

 

 

 
 

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