zurück
 
 
9.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen
TOP: Ö 11
Gremium: Rat Beschlussart: an Ausschuss verwiesen
Datum: Fr, 14.09.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:55 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen
Ort:
B' 90/163/12 Antrag der Bündnis90/Die Grünen-Ratsfraktion betr. "Erleichterte Fahrradmitnahme für PendlerInnen"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion Beteiligt:Dezernat D - Planen, Bauen und Umwelt
    66-Fachbereich Tiefbau und Bauverwaltung (ehem. FB 60)
   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

Ratsfrau Gerl-Plein teilt mit, dass der Verwaltungsausschuss empfohlen habe, diesen Antrag zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke zu überweisen.

 

In der Begründung des Antrages führt Bürgermeister Holefleisch u.a. aus, dass in Göttingen selbst schon einiges getan worden sei, den Umweltgedanken zu stärken. In der Summe von Fußnger-, Rad- und ÖPNV-Anteilen liege Göttingen auf dem Niveau Freiburgs und anderen vergleichbaren Städten. Allerdings gebe es noch Potentiale bei Rad- und Busberderung, die ausgeschöpft werden sollten.

Die kostenlose Fahrradmitnahme in den Stadtbussen sei bereits schon jetzt möglich, sofern allerdings die erforderlichen Kapazitäten vorhanden seien. Die bestehende „Raumkonkurrenz“ mit z.B. Kinderwagen, Rollatoren o.ä. hätte auch zur Folge, dass die Fahrradmitnahme nicht entsprechend beworben würde. Mit dem vorliegenden Antrag, der wegen der Vielzahl von Pendlerinnen und Pendlern aus dem Landkreis auch im Kreistag gestellt werden müsse, soll erreicht werden, dass entsprechende Kapazitäten sicher bereit gestellt werden können und man keine Angst haben müsse, aus Platzgründen das Fahrrad doch nicht mitnehmen zu können. Ein offensives Marketing sei hierzu erforderlich.

rgermeister Holefleisch weist darauf hin, dass derzeit ohnehin ein neuer Nahverkehrsplan diskutiert werde. Hierzu seien die Möglichkeiten für eine Fahrradmitnahme ausreichend zu berücksichtigen.

 

Ratsfrau Binkenstein teilt mit, dass hier eine weitere Facette des großen Bereichs der Mobilität in unserer Region berührt werde. Die kostenlose Fahrradmitnahme sei - wie bereits dargestellt - schon heute möglich. Hierbei sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass es zu Konflikten zwischen den Fahrgästen kommen könne. Die Beförderungsbedingungen der Göttinger Verkehrsbetriebe räumten schon einen Vorrang für Rollstühle und Kinderwagen ein, was auch bedeuten könne, dass ein Radfahrer den Bus wieder verlassen müsse, um den Platz für die Bevorrechtigten zu schaffen. Bei einer größeren Frequenz der Nutzerinnen und Nutzer mit einem Fahrrad könne es daher schon sehr eng in den Stadtbussen werden. Es müssten daher Umbauten in oder an den Bussen vorgenommen werden, um ausreichend Fahrräder transportieren zu können, was sicherlich mit erheblichen Kosten verbunden sei, Auch müsse vermutlich wegen der erforderlichen Zeit für die Aufnahme und Sicherung der Fahrräder - vermutlich durch eine zusätzliche Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter der GöVB - eine andere Bustaktung erfolgen. Ebenso sei zu klären, welche Buslinien bzw. ob alle Linien hiervon partizipieren sollten.

All dies spreche für eine ausführliche Beratung im Fachausschuss. Der Überweisung stimme die SPD-Ratsfraktion daher zu.

 

Beigeordneter Welskop teilt ebenfalls mit, dass die Vielzahl der Möglichkeiten erhebliche Kosten verursachen rde und die Aufnahme und der Abbau der Fahrräder von den entsprechenden Haltevorrichtungen sicherlich einige Zeit in Anspruch nähme, was sich negativ auf die Taktung der einzelnen Buslinien auswirke.

Auch die CDU/FDP-Gruppe stimme zur Klärung der umfangreichen Fragen einer Überweisung zu.

Der Rat beschließt einstimmig folgenden Antrag zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke zu überweisen:

 

Der Rat beschließt einstimmig, folgenden Antrag zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke zu überweisen:

Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der anstehenden Aktualisierungen zur regionalen Nahverkehrsplanung, zur integrieren Verkehrsentwicklungsplanung und zum „Klimaplan Verkehr“ ihren Einfluss geltend machen, um die Radmitnahme in und an Bussen in St

 

Der Rat möge beschließen:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der anstehenden Aktualisierungen zur regionalen Nahverkehrsplanung, zur integrieren Verkehrsentwicklungsplanung und zum „Klimaplan Verkehr“ ihren Einfluss geltend machen, um die Radmitnahme in und an Bussen in Stadt und Region zum selbstverständlichen Standard zu machen und durch ein offensives Marketing, z.B. durch Studi-Abos, Werbung am Bus und Überzeugungsarbeit im betrieblichen Mobilitätsmanagement, zum Erfolg zu bringen.

 

 

 
 

zurück