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8. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 7
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 13.09.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:04 - 17:59 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB51/352/12 „Gesamtkonzept für offene Jugendarbeit – Zukunftskonzept für freie und städtische Jugendzentren“
Ratsantrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN vom 15.10.2010
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:51-Fachbereich Jugend   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Frau Behbehani äußert eingangs, dass die Konzeptentwicklung ein langer und lehrreicher Prozess gewesen sei

 

Frau Behbehani äußert eingangs, dass die Konzeptentwicklung ein langer und lehrreicher Prozess gewesen sei. Obgleich dieser nun abgeschlossen sei, müsse man nun die daraus resultierenden Entwicklungen anstoßen. Sie bedanke sich bei allen Beteiligten für die Kooperation.

 

Herr Lieske stimmt dem zu und verweist zudem auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und freien Trägern. Wie aus der Schüler/-innenbefragung hervorgehe, bestehe bereits eine hohe Zufriedenheit mit den vorhandenen Angeboten, allerdings gebe es auch Raum für Verbesserungen. Dass die Finanzierung solcher Veränderungen schwierig sei, stehe außer Frage. Die von der Verwaltung vorgeschlagenen zusätzlichen Mittel von 45.000,- € seien weniger als erhofft, aber ein Anfang. Besondere Wichtigkeit komme nun auch dem Evaluationsprozess zu.

 

Herr Ronneberger vom Jugendzentrum Innenstadt sowie Frau Broistedt, Herr Berg und Herr Dames erläutern anhand einer Präsentation Erstellung, Inhalte und zukünftige Umsetzung des Konzepts. Sie stellen fest, dass der Ausgestaltung niedrigschwelliger Angebote besondere Wichtigkeit zukomme. Zudem müsse man das Rahmenkonzept als Zwischenstand begreifen, welches durch zukünftige Evaluation weiter entwickelt werden müsse.

 

Herr Ungerer begrüßt die Einbeziehung von Inklusion in das Konzept und stimmt zu, dass zur Umsetzung der Ziele des Konzepts die Bereitstellung zusätzlicher Mittel notwendig sei..

 

Herr Dr. Hermann begrüßt die Erarbeitung des Konzepts, weist aber auf gewisse Problematiken hin. Dass für eine Zielerfüllung  gemäß des Konzepts eine verlässliche Finanzierung nötig sei, sei richtig. Aber wie solle diese Finanzierung konkret hergestellt werden? Ein Ziel des Konzepts sei die Steigerung der Zahl der Nutzer/-innen. Wie solle dem mit den vorhandenen räumlichen und personellen Ressourcen begegnet bzw. diese Ressourcen gesteigert werden? Es werde eine Neufassung der Verträge angestrebt, doch wer verfüge überhaupt über solche? Das Konzept plädiere für Schwerpunkt- und Profilarbeit, was aber einen Widerspruch zu bedarfsorientierter offener Arbeit darzustellen scheine.

 

Herr Dames äußert, dass jede Einrichtung ein Basisangebot vorzuhalten habe. Darüber hinaus gehende Angebote müssten in einem gemeinsamen Prozess von Nutzer/-innen und Mitarbeiter/-innen erarbeitet werden. Zusätzliche Nutzer/-innen seien zwar eine Mehrbelastung, allerdings erwarte man auf einzelne Einrichtungen betrachtet keine übermäßig gesteigerten Nutzer/-innenzahlen, so dass diese Mehrbelastung gleichmäßig verteilt und somit handhabbar sei.

 

Herr Friebe äußert, dass aus der Schüler/-innenbefragung hervorgehe, dass das Internet bei der „Kontaktaufnahme“ von Jugendlichen mit Offenen Angeboten nur eine geringe Rolle spiele und nicht genutzt werde. Im Konzept nehme das Internet bei der Öffentlichkeitsarbeit jedoch einen vorrangigen Platz ein. Er erfragt, in wiefern dies effektiv sei. Herr Dames und Herr Ronneberger äußern, dass dies auch ein Ergebnis der mangelnden Internetpräsenz dieser Angebote sei. In erster Linie allerdings solle die Ausdehnung dieser Präsenz bereits existierenden Nutzer/-innen bessere Informationen über das Angebot liefern denn neue Nutzer/-innen werben.

 

Herr Ralle erfragt die Herkunft der in der Vorlage genannten zusätzlichen 45.000,- €. Herr Schmidt erklärt, dass ab 2013 in der Tat zusätzliche Mittel in den Haushalt eingestellt würden. Um mit der Umsetzung des Konzepts bereits in 2012 anfangen zu können, werde man Mittel aus dem Kita-Budget umschichten.

 

Frau Behbehani stellt die Vorlage der Verwaltung zur Abstimmung. Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.

 

Beschlussvorschlag:

 

1.      Das Rahmenkonzept für Offene Kinder- und Jugendarbeit in Göttingen wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

2.      Die Verwaltung wird beauftragt, mit den freien Trägern von Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit über Zuwendungsverträge zu verhandeln, nach denen die Träger das Rahmenkonzept in ihren Einrichtungen umsetzen.

 

3.      Zur fortlaufenden Umsetzung des Rahmenkonzeptes werden ab 2013 jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 45.000 € durch Umschichtung in den Budgets des Fachbereiches Jugend bereitgestellt.

 

4.      Die Umsetzung des Konzepts wird im Jahr 2015 evaluiert.

 

5.      Der Ratsantrag vom 15.10.2010 wird für erledigt erklärt.

 

 

 
 

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