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4.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Weende/Deppoldshausen
TOP: Ö 5
Gremium: Ortsrat Weende/Deppoldshausen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 22.03.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:35 - 21:55 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Thiehaus Weende, Breite Str. 17, 37077 Göttingen-Weende
Ort:
OB/003/12 Entschuldungshilfeprogramm der Stadt Göttingen;
Erläuterung der Maßnahmen
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:Oberbürgermeister Beteiligt:11-Fachbereich Personal und Organisation
    20-Fachbereich Finanzen
   51-Fachbereich Jugend
   Dezernat A - Finanzen, Ordnung und Feuerwehr
   Dezernat C - Soziales und Kultur
   32-Fachbereich Ordnung
   37-Fachbereich Feuerwehr
   40-Fachbereich Schule
   41-Fachbereich Kultur
   83-Eigenbetrieb Stadthalle
   50-Fachbereich Soziales
   53-Fachbereich Gesundheitsamt
   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung
   66-FB Tiefbau und Bauverwaltung
   67-Fachbereich Stadtgrün und Umwelt
   Göttinger Sport- und Freizeit GmbH & Co. KG
   01-Referat der Oberbürgermeisterin -01.6-Ratsangelegenheiten, Repräsentation und Internationales
   02-Gleichstellungsbeauftragte
   03-Rechnungsprüfungsamt
   01-Referat der Oberbürgermeisterin -01.1-Büro Oberbürgermeisterin
   Dezernat B - Personal, Schule und Jugend
   Dezernat D - Planen, Bauen und Umwelt
   80-Fachbereich Gebäude und Immobilien
   66-Fachbereich Tiefbau und Bauverwaltung (ehem. FB 60)
   04-Recht
   05-Büro für Integration
   75-Göttinger Entsorgungsbetriebe
   11-Verwaltungsstellen
   69 -Fachbereich "Baubetrieb"
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr stellvertretender Ortsbürgermeister Ludolph führt aus, dass in Weende das Freibad und die Verwaltungsstelle betroffen seien

Herr stellvertretender Ortsbürgermeister Ludolph führt aus, dass in Weende das Freibad und die Verwaltungsstelle betroffen seien.

Anschließend erteilt er Herrn Gramsch für den Förderverein des Freibades das Wort.

 

Herr Gramsch führt aus, dass das Konzept des Fördervereins zur Umgestaltung des Weender Freibades allen Fraktionen des Rates vorgestellt worden sei.

Im Übrigen habe heute eine Besichtigung des Gemeindeunfallverbandes und der GöSF stattgefunden, bei der festgestellt worden sei, dass der Sprungturm den Sicherheitsanforderungen nicht mehr gerecht werde.

Mittels einer Powerpoint-Präsentation stellt Herr Gramsch ausführlich das Alternativkonzept vor.

Er weist darauf hin, dass die bisherigen Öffnungszeiten zu kurz gewesen seien; die GöSF habe für die anstehende Saison die Öffnung des Bades ab dem 17.05.12 zugesichert.

Das Konzept sehe eine Reduzierung der Wasserfläche von 2.000 m²  auf 1.500 m² vor.

Ein erheblicher Mangel im Gutachten der Stadt liege hinsichtlich der Zahlen für die Wasserumwälzung vor.

 

Herr Schwieger stellt dar, dass die Umwälzquote mit 1.300 m³/h auf 3.000 Besucher dimensioniert sei und deutlich reduziert mit 280 m³/h bemessen werden könne, wenn z.B. von 500 Besuchern ausgegangen werde.

 

Zur Sanierung der Rohrleitungen erklärt Herr Gramsch, dass es einen Unterschied mache, ob alle Leitungen prophylaktisch ausgetauscht würden oder man sukzessive mit einem Stufenplan die Sanierung durchführe.

Zudem können das Kinderbecken in das große Becken integriert und die Umkleideräume verändert statt erneuert werden.

Das Weender Freibad sei mit Abstand das schönste Freibad Göttingens und aufgrund seiner Lage einmalig. Die Wasserfläche könne wie dargestellt um 25% reduziert und zudem die Wassertiefe verringert werden

Etwa fünf bis sechs 50 m – Bahnen blieben bestehen, das Nichtschwimmerbecken würde größtenteils verschwinden und nur noch eine Auslauffläche für die Rutsche aufweisen.

Durch Umgestaltung könnten Räume für Kinderbetreuung entstehen.

Über mögliche Nutzungen durch das Jugendzentrum, Tuspo, Gastronomie, Wellness müsse man reden. Insgesamt  hoffe er, den konstruktiven Kontakt zur GöSF weiter nutzen zu können. Der ursprüngliche Vorschlag der GöSF, die Freibadfläche nach der Schließung des Bades als Freizeitgelände zu nutzen, werde von dort nicht weiter verfolgt.

 

Herr stellvertretender Ortsbürgermeister Ludolph dankt Herrn Gramsch und Herrn Schwieger für die guten und konstruktiven Vorschläge und ergänzt, dass der Ortsrat dabei sei, die Ratsfraktionen auf dieses Thema einzustimmen.

 

Herr Arnold erklärt, dass hinsichtlich des Freibades das Problem existiere, dass die Kosteneinsparung nicht mit anderen Dingen verrechenbar sei. Es bestehe die Gefahr, dass eine Reduzierung der Einsparung zu Lasten anderer Einrichtungen gehe. Mit Ausnahme der GöSF durch die vorgeschlagene Schließung des Weender Freibades würden keiner Tochtergesellschaft der Stadt Sparauflagen gemacht. Froh sei er über die Solidarität der Sportvereine. Er sehe die Gefahr, dass die GöSF zukünftig die Sportanlagen nicht mehr kostengünstig zur Verfügung stelle.

 

Herr Dr. Pfahl führt aus, dass von den freiwilligen Leistungen der Stadt in Höhe von 14 Millionen Euro der Bereich der Kulturförderung mit 10 Millionen Euro etwa 70 % ausmache. Dieser Bereich trage jedoch unterproportional zum EHP bei. Insgesamt sei das EHP nicht so gestrickt, als dass man das Weender Freibad nicht retten könne.

Zur Neukonzeptionierung der Verwaltungsstellen schlägt er vor, die unter TOP 9 vorgesehene Anfrage vorzuziehen.

 

Anschließend trägt Herr Arnold die Anfrage der CDU – Ortsratsfraktion betr. der Erhaltung einer funktionsfähigen Verwaltungsstelle vor.

 

Herr Pflugmacher verliest die Antwort der Verwaltung, die dem Protokoll als Anlage 1 beigefügt ist.

 

Herr Arnold bezieht sich auf die Antwort und dankt der Verwaltung für die Nachbesserung hinsichtlich der Öffnungszeiten.

 

Auf die Frage von Herrn Arnold nach den mündlich vorzutragenden freiwilligen Leistungen antwortet Herr Pflugmacher, dass damit z.B. die Teilnahme an den Seniorenausfahrten und –weihnachtsfeiern gemeint sei.

 

Herr Arnold bittet darum, die beiden Punkte „Schließung des Weender Freibades“ und „Neukonzeptionierung der Verwaltungsstellen“ getrennt abzustimmen.

 

 

Anschließend leht der Ortsrat einstimmig die Schließung des Weender Freibades ab

Anschließend lehnt der Ortsrat einstimmig die Schließung des Weender Freibades ab.

 

Danach stimmt der Ortsrat mit 9 Ja- und 1 Nein-Stimme dem neuen Entwurf zur Neukonzeptionierung der Verwaltungsstellen zu.

 

Zusätzlich fasst der Ortsrat einstimmig folgenden Beschluss:

 

Der Ortsrat Weende plädiert dafür, das Weender Freibad nicht zu schließen sondern fordert die GöSF auf, aktiv mit den Vereinen und der Bevölkerung ein tragfähiges Konzept zum Erhalt und Weiterbetrieb des Weender Freibades mit zusätzlichen Nutzungen zu entwickeln

 

 

 

 
 

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