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7. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 14
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 22.03.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:15 - 20:20 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB66/126/12 Anfragen des Ausschusses
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Tischvorlage
Federführend:66-Fachbereich Tiefbau und Bauverwaltung (ehem. FB 60)   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Einwohnerinnen und Einwohner fragen Ausschuss und Verwaltung

 

Frau Oldenburg verweist auf die am Tag vor der Sitzung eingereichte Anfrage der CDU/FDP-Gruppe zur Auswahl der Straßenlaternen für die Weender Straße und den Rathausmarkt und erläutert diese Anfrage. Herr Dienberg erklärt, dass die Verwaltung die Vor- und Nachteile der beiden derzeit in Rede stehenden Lampenmodelle evaluiert und zudem die Möglichkeiten eines LED-Einsatzes ermittelt habe.

(Anmerkung des Protokollanten: Die betreffende Anfrage sowie die tabellarische Übersicht der Verwaltung sind in der Vorlage zu diesem Tagesordnungspunkt im System allris beigefügt).

 

Herr Lepper teilt mit, dass er vor Eintritt in die Beratung zunächst eine persönliche Erklärung abgeben wolle: Durch die in der Samstagausgabe des Göttinger Tageblattes erschienene Kolumne fühle auch er sich ganz persönlich getroffen. Er wolle deutlich machen, dass sein Handeln stets auf ein optimales Ergebnis für diese Stadt ausgerichtet gewesen sei. Er erwarte und hoffe, dass auch bei zentralen Fragen der Stadtentwicklung eine faire Diskussion möglich sei.

 

Sodann stellt Herr Lepper die Vor- und Nachteile der Leuchtenmodelle „Modullum“ und „Bega“ im Detail vor; auf die der Vorlage beigefügte Übersicht werde verwiesen. Beide Leuchten könnten grundsätzlich auch mit LED-Technik ausgestattet werden.

 

Die Leuchte „Bega“ verbrauche annähernd doppelt so viel Strom, wie das Modell „Modullum“, obschon bei letzterem die Leuchtungsstärke doppelt so hoch sei wie bei der „Bega“-Leuchte. Aufgrund der geringeren Lichtausbeute müsse die „Bega“-Leuchte zudem in kürzeren Abständen gesetzt werden. Hierdurch ergäben sich Energiekosten – bei Verwendung einer HMI-Beleuchtung – für den gesamten Ausbaubereich von lediglich 1.046,- EUR p.a. bei der „Modullum“-Leuchte gegenüber 2.364,- EUR p.a. für das Modell „Bega“. Die „Modullum“-Leuchte sei in der Anschaffung allerdings etwas teuer, als die „Bega“-Lampe. Für den gesamten Ausbauabschnitt ergäben sich Beschaffungskosten i.H.v. 101,5 TEUR („Modullum“ – HMI-Beleuchtung) gegenüber 91,0 TEUR („Bega“ - HMI-Beleuchtung); im Falle von LED-Technik sei der Unterschied in den Beschaffungskosten noch geringer. Die erhöhten Beschaffungskosten hätten sich durch die ersparten Energiekosten jedoch bereits nach rd. 8 Jahren amortisiert.

 

Auf Nachfrage von Herrn Holefleisch ergänzt Frau Epperlein, dass die gewünschten Farbetemperaturen frei wählbar seien. Im Falle des Einsatzes von LED-Technik solle ein warmweißer Lichtton gewählt werden. Sie wolle jedoch darauf hinweisen, dass diese Fragen wegen der in der Fußgängerzone vorherrschenden „Hintergrundbeleuchtung“ durch Schaufenster etc. jedoch von eher untergeordneter Bedeutung seien.

 

Frau Epperlein erläutert, dass der Einsatz von LED vielfältige Vorteile mit sich bringe, dass damit jedoch auch einige Nachteile verbunden seien – namentlich das hohe Maß an Lichtlenkung. Gerade in der Fußgängerzone sei Streulicht jedoch durchaus erwünscht; nur so könne eine „seitliche“ Beleuchtung gewährleistet werden. Sie schlage vor, die fraglichen Lampen vor Ort zu bemustern und dann eine Entscheidung zu treffen.

 

Frau Walbrun bittet um Auskunft, ob auch die „Bega“-Leuchte auf LED-Technik umgerüstet werden könne. Frau Epperlein bejaht dies; allerdings müsse der komplette Kopf ausgetauscht werden.

 

Auf Nachfrage von Herrn Klatt teilt Frau Epperlein mit, dass die in der tabellarischen Übersicht angegebenen Bestückungen sich bereits an der unteren Grenze des Zulässigen bewegten; von geringeren Leuchtstärken rate sie nachdrücklich ab.

 

Herr Rieth bittet zu prüfen, ob die bestehenden Lampen umgerüstet werden könnten. Frau Epperlein erklärt, dass dies nicht möglich sei, da die Lampen bereits rd. 40 Jahre alt seien und entsprechende Ersatzteile nicht mehr verfügbar seien. Die dort verwendete Technik sei zudem extrem ineffizient, da die Kugelleuchten undifferenziert in alle Richtungen abstrahlten.

 

Herr Holefleisch verweist darauf, dass die „Bega“-Leuchte erhebliche Folgekosten verursache, obgleich Sie über eine vergleichsweise geringe Lichtausbeute verfüge. Er bitte jedoch sicherzustellen, dass ein Leuchtmittel mit angemessener Lichttemperatur zum Einsatz komme. Hier müssten die Angaben der Hersteller durchaus kritisch hinterfragt werden; die einzig aussagekräftige Nenngröße sei die Lichttemperatur gemessen in Kelvin (K).

 

Herr Holefleisch kritisiert ferner, dass die Lampen so konstruiert seien, dass zur Umstellung auf LED-Technik der gesamte Lampenkopf ausgetauscht werden müsse. Seines Erachtens müsse es möglich sein, lediglich das Leuchtmittel auszutauschen.

 

Auf Nachfrage von Herrn Gilewski erläutert Herr Lepper, dass die Stadt Göttingen in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hildesheim bereits ein Beleuchtungskonzept erarbeitet habe. Der Beleuchtungsvorschlag der Verwaltung für die Weender Straße fuße auf diesem Konzept. (Anmerkung des Protokollanten: Das fragliche Lichtkonzept ist am 05.10.06 im Ausschuss beraten worden – weitergehende Informationen sind bei der fraglichen Niederschrift sowie im Rahmen der Drucksache FB61/421/06 im System allris hinterlegt – eine CD mit einer umfassenden Version des Lichtkonzeptes wird den Mitgliedern des aktuellen Bauausschusses überdies per Post zur Verfügung gestellt.)

 

Herr Klatt erklärt, dass die Beleuchtung durch die Bega-Leuchte wegen der eher diffusen Lichtabstrahlung als angenehm empfunden werde. Die „Modullum-Leuchte“ hingegen überzeuge dadurch, dass sie sich gestalterisch sehr zurücknehme und die historischen Gebäudefassaden nicht dominiere; allerdings sei das Licht hier vergleichsweise hell.

 

Herr Roth bittet die Verwaltung darum, die Probeleuchten auch mit LED-Technik zu bestücken. Herr Dienberg erläutert, dass im Rahmen des heutigen Ortstermines ohnehin noch keine Entscheidung getroffen werden müsse – eine solche Entscheidung sollte allerdings bis zur kommenden Ausschuss-Sitzung vorliegen. Die Verwaltung werde sich bemühen, bis dahin auch eine Probebeleuchtung mit LED-Technik zu installieren. Er könne aufgrund der Lieferschwierigkeiten der Industrie allerdings diesbezüglich keine verbindliche Zusage geben.

 

 

Einwohnerinnen und Einwohner fragen Ausschuss und Verwaltung

 

Es liegen keine weiteren Einwohneranfragen vor.

 

 

 
 

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