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4. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 22.03.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:35 - 18:55 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Beschluss

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt Herr Gerhardy die Projektleiterin Frau Dr

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt Herr Gerhardy die Projektleiterin Frau Dr. Tollmien.

Herr Dr. Böhme verweist nachfolgend darauf, dass das von Frau Dr. Tollmien geleitete Projekt Zwangsarbeit in Göttingen vor rd. 12 Jahren begonnen wurde und er sich ausdrücklich bei ihr für die hervorragende Zusammenarbeit bedanke. Das Projekt habe auch durch die Überlassung der Unterlagen für das Stadtarchiv bleibende Spuren hinterlassen. Neben der Erforschung der Geschichte der Zwangsarbeit in Göttingen habe Frau Dr. Tollmien durch die Ausstellung von zahlreichen Bescheinigungen vielen ehem. Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche auf Entschädigungsleistungen aus der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ geholfen.

Frau Dr. Tollmien führt nachfolgend aus, dass im Verlauf ihrer Arbeit rd. 100 Bescheinigungen für die  Stiftung ausgestellt worden seien und das Projekt  sich zunehmend von einem Forschungs- hin zu einem Sozialprojekt entwickelte. In diesem Zusammenhang  erinnert sie an das vom damaligen Ratsherrn Ungerer, Herrn Dr. Böhme, ihr und anderen initiierte Projekt der „Göttinger Direkthilfe für ehem. Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter“, über das außerhalb der Bundesstiftung direkt, zeitnah und unbürokratisch den z. T. in großer Armut lebenden ehemaligen Zwangsarbeitern finanzielle Unterstützung gewährt werden konnte.

In Verlauf der Vorstellung der Internetseite (http://www.zwangsarbeit-in-goettingen.de) verweist Frau Dr. Tollmien ergänzend darauf, dass Göttingen eine der ersten Städte in Deutschland gewesen sei, die das Thema Zwangsarbeit habe aufarbeiten lassen und die Internetseite täglich zwischen 130 und 160 Zugriffe aufweise.

Frau Dr. Schlapeit-Beck dankt Frau Dr. Tollmien für die außerordentliche geleistete Arbeit nicht nur auf theoretischer Ebene, sondern auch durch persönliches praktisches Engagement bei der persönlichen Unterstützung ehemaliger Zwangsarbeiter/innen aus Göttingen. Ursprünglich habe sie eine abschließende Buchpublikation über das Forschungsvorhaben angestrebt. In der Zwischenzeit sei sie aber davon überzeugt, dass die interaktive Aufbereitung im Internet nicht nur zeitgemäß, sondern auch eine differenziertere Information als ein Buch biete.

 
 

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