zurück
 
 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen
TOP: Ö 12
Gremium: Rat Beschlussart: an Ausschuss verwiesen
Datum: Fr, 17.02.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:55 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen
Ort:
SPD/109/12 Antrag der SPD-Ratsfraktion betr. 'Gründerpreis für die Kreativ- und Kulturwirtschaft'
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:SPD-Ratsfraktion Beteiligt:Dezernat C - Soziales und Kultur
    41-Fachbereich Kultur
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

Ratsvorsitzende Frau Bank teilt mit, dass der Verwaltungsausschuss empfohlen habe, diesen Antrag zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Kultur und Wissenschaft zu überweisen.

 

Sodann teilt Beigeordnete Behbehani in der Begründung des Antrages u.a. mit, dass in Göttingen die Voraussetzungen für eine florierende Kreativ- und Kulturwirtschaft bereits im Grunde vorhanden seien. Dies werde durch den Kulturwirtschaftsbericht, der parallel zum kulturpolitischen Leitbild im Jahr 2012 erstmals erstellt wurde, belegt.

Die Branche erziele bundesweist eine Bruttowertschöpfung von rd. 63 Milliarden Euro. In 230.000 Unternehmen seien rd. 1 Million Menschen tätig, bei der die Quote von Selbständigen mit 28 Prozent verhältnismäßig hoch sei.

In Göttingen liege dieser Anteil am Gesamtumsatz bei ca. 2,91 Prozent, was etwa rd. 1.900 EUR je Einwohner bedeute. Vor allem sei das Verlagsgewerbe hierbei hervorzuheben. Weitere Kunstschaffende, Werbeagenturen, Architekten, Medienbüros, Musiker und Designer u.v.m. trügen dazu bei, neue Wege für kreative Erneuerungen und wirtschaftliche Dynamik aufzuzeigen, sofern die Bedingungen dazu günstig seien.

Die kulturelle Landschaft müsse gepflegt und gefördert werden. Wichtig seien Kontakte zur Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung sowie hilfreiche Netzwerke vor allem auch bei Betriebsgründungen. ttingen habe Erfahrung in diesen Bereichen. So fänden z.B. kleine Unternehmen beim hiesigen „Goetec“ auf den Zietenterrassen Bedingungen vor, die helfen würden, ihre Geschäftsidee umzusetzen um marktfähig zu werden.

Ein ähnliches Zentrum könnte z.B. für die Kreativ- und Kulturwirtschaft nach Auffassung der Beigeordneten Behbehani auch im ehemaligen DB-Gebäude an der Güterbahnhofstraße entstehen.

Um aber die besondere volkswirtschaftliche Bedeutung und die Innovationsfähigkeit von Gründungen im Bereich der Kreativ- und Kulturwirtschaft hervorzuheben schlage man vor, einen Preis für besonders gelungenen Gründungen dafür auszuloben.

Um den kulturwirtschaftlichen Standort zu stärken, müsse noch einiges getan werden. Ein Gründerpreis wäre hier ein wichtiges Signal dafür, dass Göttingen die Förderung der Kreativ- und Kulturwirtschaft in ihre Standortpolitik einbeziehen wolle und ihr dadurch besondere Anerkennung verleiht. In Kooperation mit der GWG sollte dieses Ziel weiter verfolgt werden. Sie bittet, der Überweisung zuzustimmen.

 

r die CDU/FDP-Gruppe teilt Ratsherr Pache mit, dass dieser Antrag sich mit einer wichtigen und aufsteigenden Branche beschäftige, die leider noch viel zu wenig beachtet werde. Er stellt anschließend anhand weiterer Zahlen deutlich dar, welche Möglichkeiten in diesen Bereichen noch vorhanden seien. Diesem Bereich müsse man sich verstärkt widmen und sollte dabei den Fokus auf die Klein- und Kleinstunternehmen richten, wobei natürlich Einzelkünstler ebenfalls Berücksichtigung finden sollten.

Der Überweisung in den Ausschuss für Kultur und Wissenschaft stimme die CDU/FDP-Gruppe gern zu.

Letztlich teilt Ratsherr Pache mit, dass auch die Stadt selbst sich mit einem gewissen Teil an dem Gründerpreis beteiligen sollte.

 

r die Bündnis90/Die Grünen-Ratsfraktion teilt Ratsherr lkening mit, dass es richtig sei, über einen auszulobenden und hauptsächlich durch Sponsoren finanzierten Gründerpreis zu beraten. Der Überweisung stimme man ebenfalls zu.

Der Rat beschließt einstimmig folgenden Antrag zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Kultur und Wissenschaft zu überweisen:

 

Der Rat beschließt einstimmig, folgenden Antrag zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Kultur und Wissenschaft zu überweisen:

 

Der Rat möge beschießen:

 

Die Verwaltung wird aufgefordert, in Abstimmung mit der GWG einen Preis für besonders erfolgreiche Gründungen in der Kreativ- und Kulturwirtschaft auszuloben. Für die Auszeichnung sollen Sponsoren gewonnen werden.

 

 
 

zurück