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3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesundheit
TOP: Ö 5
Gremium: A. f. Soziales, Integration, Gesundheit und Wohnungsbau Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 07.02.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:40 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Abstimmungsergebnis
Beschluss

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Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Chancen und Wege_Präsentation Feb 2012 (420 KB)      
Frau Dr

Frau Dr. Schlapeit-Beck erläutert das Projekt „Wirksame Hilfen für Alleinerziehende“. Es sei gelungen, dieses Projekt beim BMAS in 2011 einzuwerben. Hintergrund seien sind die Bemühungen der Stadt Göttingen um die die Bekämpfung der Kinderarmut. Alleinerziehende würden meist nur in Teilzeit arbeiten, hätten ein entsprechend geringes Einkommen und würden oft beim beruflichen Aufstieg benachteiligt. Allein jedes dritte Kind in Göttingen wachse in einer alleinerziehenden Familie auf.

Alleinerziehende würden auch ihren Rechtsanspruch auf Transferleistungen häufig nur unzureichend realisieren, weil für sie die Alltagsorganisation der Kinderbetreuung schwierig sei. Die Lebenssituation der Alleinerziehenden zu verbessern sei ihr Anspruch, deshalb habe sie vor einigen Jahren bereits den Runden Tisch Alleinerziehende ins Leben gerufen, den Frau Andresen erfolgreich leite.

Frau Andresen als Koordinatorin für das Projekt stellt anhand einer Powerpointpräsentation die Arbeit dar. Die Präsentation wird Anlage zum Protokoll. Ziel des Projektes sei es, Angebote für Alleinerziehende zu Netzwerken zu verknüpfen, um so die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Hauptzielgruppe seien Alleinerziehende im SGB II Bezug, um deren Chancen auf Ausbildung und Beschäftigung zu verbessern. Kernpunkte des Göttinger Projektes sind die Entwicklung von flexibler Kinderbetreuung und Verwaltungsvereinfachung. Frau Dr. Schlapeit-Beck betont dass es wichtig sei, dass Alleinerziehende gesetzliche Ansprüche nutzen könnten und hierfür Wege zur entsprechenden Antragstellung erleichtert würden. Auf Nachfrage von Herrn Dr. Hermann, betont Frau Andresen dass nicht nur Bezieher/innen von Leistungen nach dem SGB II, sondern auch andere Personen von den Ergebnissen des Projektes profitieren könnten.

Auf Nachfrage von Herrn Humke erläutert Frau Andresen, dass Bedarfe von Alleinerziehenden sehr heterogen seien. So habe eine Kassiererin andere Bedarfe an Randzeitbetreuung, als eine Altenpflegerin in einer Senioreneinrichtung, die in wiederum anderen Schichten arbeite. Hier sei es wichtig verschiedene Modelle zu entwickeln. Von besonderer Bedeutung für die Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung sei es, dass der Gesetzgeber bei den Hürden und Abgrenzungen zwischen den einzelnen Leistungsgesetzen Vereinfachungen schaffe.  Frau Müller ergänzt, dass die Versorgung der Kindertagesstätten in Göttingen gut gesichert sei. Das Problem seien die darüber hinausgehenden Zeiten. Wenn z.B. ein Kind erkranke, brauche die Mutter eine flexible Kinderbetreuung. Hier ist in der Vergangenheit in Zusammenarbeit mit der VHS ein Modell erfolgreich erprobt worden. Aus finanziellen Gründen konnte dies aber nicht weiter geführt werden. Frau Dr. Schlapeit-Beck weist darauf hin, dass im Rahmen des Projektes keine Beratung im Einzelfall geleistet werden könne. Die neu eingerichtete Hotline für Alleinerziehende, die von Frau Andresen betreut werde, habe eine Lotsenfunktion. Die therapeutische Frauenberatung bietet jedoch in diesem Jahr noch Einzelfallberatung mit Kinderbetreuung an. Dieses Modell wird von der Lottostiftung noch bis Ende 2012 gefördert.

 

 

 
 

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