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40. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft/Werksausschusses der Stadthalle
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Kultur und Wissenschaft/Betriebsausschuss Stadthalle Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 22.09.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 19:00 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Musikwissenschaftliches Seminar der Georg-August-Universität Göttingen (Accouchierhaus), Hörsaal R. 101 (barrierefrei), Kurze Geismarstraße, 1 37073 Göttingen
Ort:
 
Abstimmungsergebnis
Beschluss

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Präsentation Kultur- und Kreativwirtschaft Göttingen-Kulturausschuss 23.09.11.ppt (146 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Bericht Kulturwirtschaft in Göttingen Sept 2011 (3009 KB)      
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt Herr Arndt Frau Gerecht von der “icg culturplan Unternehmensberatung“, die nachfolgend

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt Herr Arndt Frau Gerecht von der “ICG culturplan Unternehmensberatung“, die nachfolgend mit einer Präsentation auszugsweise den Bericht zur Kultur- und Kreativwerkstatt in Göttingen vorstellt (Anlage 1).

(Anm. der Verwaltung: Der in der Sitzung verteilte vollständige Bericht zur Kulturwirtschaft in Göttingen ist dem Protokoll als Datei in allris beigefügt.)

Im Verlauf ihrer Ausführungen weist Frau Gerecht insbesondere darauf hin, dass der Bericht sich nicht mit den - überwiegend öffentlich subventionierten - Kulturinstitutionen in der Stadt Göttingen, sondern mit den am Markt tätigen Wirtschaftsunternehmen und deren Bedeutung für die Wirtschaft, die Steuerkraft und als Arbeitgeber befasse. Im Zusammenhang mit den vorgestellten Daten weist Frau Gerecht darauf hin, dass die üblicherweise als Datengrundlage dienenden Umsatzsteuer- und Beschäftigtenstatistiken aufgrund der Kleinteiligkeit des Untersuchungsgebietes Göttingen aus Datenschutzgründen nur sehr eingeschränkt nutzbar seien. Weiterhin würden in der Umsatzsteuerstatistik und im Bericht keine Daten über freiberuflich Tätige und Selbstständige enthalten sein, deren Jahresumsatz unter 17.500 EURO liege.

In der Beschäftigungsstatistik seien wiederum nur Daten sozialversicherungspflichtig Beschäftigter enthalten. Von daher bestanden große Probleme bei der Ermittlung von realistischen Zahlen. Dennoch lasse sich als Ergebnis für Göttingen festhalten, dass die Verlags- und Buchbranche sehr umsatz- und beschäftigungsintensiv sei (auch wenn aus datenschutzrechtlichen Gründen der gesamte Göttinger Buchhandel im vorliegenden Zahlenmaterial nicht enthalten sei). Auch die Software- und Spieleentwicklerbranche weise in Göttingen vergleichsweise hohe Umsatz- und Betriebszahlen auf.

Aus den Ergebnissen der Untersuchung ließen sich Tendenzen für Handlungsempfehlungen erkennen.

Frau Dr. Schlapeit-Beck bestätigt nachfolgend die eingeschränkte Datenlage, die leider nur begrenzte Erkenntnisse zulasse. Weiterhin verweist sie auf zwei im Zusammenhang mit dem Kulturwirtschaftsbericht durchgeführte Veranstaltungen mit Vertreterinnen und Vertretern der Göttinger Kultur- und Kreativwirtschaft, die zu einer besseren Vernetzung in diesem Wirtschaftsbereich, dem Wunsch nach Folgeveranstaltungen und einer Sensibilisierung der Wirtschaftsförderung für diesen Bereich geführt habe.

Nach ihrer Aussage verzeichne die Gründungsberatung MOBIL rd. 25 Kontakte jährlich mit potentiellen Existenzgründern aus dem Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Die seit Beginn des Jahres regelmäßig durchgeführten Sprechtage durch das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in den Räumen der GWG arbeite stärker mit der Frage, wie aus einer guten Idee ein vermarktbares Produkt entwickelt werden könne. Grundsätzlich habe Göttingen nach Ansicht von Frau Dr. Schlapeit-Beck im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft ein sehr großes Potential.

Auf die Aussage mehrerer Ausschussmitglieder hin, den Bericht für eine Diskussion zunächst lesen zu wollen, erklärt Frau Dr. Schlapeit-Beck, dass das Thema erneut auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen genommen werden könne.

Auf Nachfrage von Herrn König erklärt Frau Gerecht, dass sie Göttingen empfehle, im Stadtprofil stärker das insbesondere junge und kreative Personen ansprechende subkulturelle Angebot und das Kulturangebot in Göttingen insgesamt stärker hervorzuheben.

Frau Lankeit dankt für den vorgelegten Bericht und verweist auf die Bedeutung der Kultur für Göttingen als „weichen“ Standortfaktor. Bedauerlich allerdings sei, dass bezüglich der Umsätze keine aktuelleren Daten vorliegen würden.

Frau Gerecht erklärt hierzu, dass das Statistische Bundesamt regelmäßig die Klassifikation von Wirtschaftszweigen überarbeite. Da eine solche Änderung ab 2008 erfolgte, sei eine vergleichbare Daten aufweisende Zeitreihe nur für die Jahre bis einschließlich 2007 möglich gewesen. Die in den Tabellen verwendeten Daten der Städte Frankfurt und Düsseldorf wurden nach Aussage von Frau Gerecht herangezogen, weil für dort für diese Bereiche eine sehr gute Datenlage bestehe. Daten von mit Göttingen vergleichbaren Kommunen gebe es nicht.

Herr Lankeit bemängelt, dass der Bericht den Bereich der außeruniversitären Forschungseinrichtungen nahezu vollständig außer Acht lasse.

Bezüglich des nach Ansicht von Herrn König bestehenden Widerspruchs, einerseits auf die schlechte Datenlage in Göttingen zu verweisen, andererseits aber Zahlen mit bis zu zwei Stellen hinter dem Komma zu verwenden erklärt Herr Beck, dass die Zahlen unter Bezug auf die vorhandenen Daten korrekt seien. Sie stünden allerdings unter dem Vorbehalt, dass u. a. der Einzelhandel und die nicht umsatzsteuerpflichtigen Kleinstbetriebe nicht erfasst seien.

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Anschließend wird die Sitzung für Fragen der anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner unterbrochen.

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