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75. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 18.08.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:06 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Koss erläutert zunächst die Definition eines „Unfallschwerpunktes“

Herr Koss erläutert zunächst die Definition eines „Unfallschwerpunktes“. Ein Unfallschwerpunkt liege dann vor, wenn innerhalb eines Jahres 5 Unfälle gleichen Typs oder innerhalb von drei Jahren 5 Unfälle mit Personenschäden resp. 3 Unfälle mit schweren Personenschäden aufgenommen worden seien.

 

Daraus resultiere die Darstellung jeweils in „1-Jahres-Karten“ und „3-Jahres-Karten“; aufgrund dieser Darstellung seien in der Übersicht z.T. auch Unfallschwerpunkte enthalten, die bereits entschärft seien.

 

Sodann stellt Herr Koss die Unfallschwerpunkte im Detail vor:

(Anmerkung des Protokollanten: Die im Vortrag verwendeten Folien sind im System allris zu diesem Tagesordnungspunkt hinterlegt).

 

·       Einmündung Groner Landstr./ Bahnhofsallee:
Hier sei eine veränderte Ampelschaltung sinnvoll. Kurzfristig solle der Bewuchs zurückgeschnitten und ein „Göttinger Doppelzebra“ markiert werden (Überweg stadtauswärts).

 

·       Knoten Groner Landstr./ Ihringstr.:
Hier werde eine geänderte Ampelschaltung vorgeschlagen.

 

·       Knotenpunkt Groner Tor:
Hier bestünden kaum noch Optimierungsmöglichkeiten. Das Unfallgeschehen werde weiter beobachtet.

 

·       Otto-Brenner-Str./ Einmündung „Kaufpark“:
Die erforderlichen Änderungen an der LSA würden im Rahmen des Kreuzungsausbaus derzeit bereits umgesetzt. Auf Nachfrage von Herrn Henze erläutert Herr Koss, dass die LSA an der Kreuzung Kassel Landstraße/ Otto-Brenner-Str. nicht in einem festen Umlauf, sondern verkehrsmengenabhängig geschaltet sei.

 

·       Rosdorfer Kreisel:
Die Umgestaltung im vergangenen Jahr habe sich bewährt; die Unfallzahlen seien deutlich gesunken. Im Ergebnis habe mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand ein Unfallschwerpunkt entschärft werden können.

 

·       Hannoversche Str./ Privatstraße „Bahr“:
Eine deutliche Verbesserung könne hier voraussichtlich nur durch den Ausbau der Privatstraße und die Errichtung einer LSA erreicht werden; dies sei jedoch kurzfristig nicht umzusetzen.

 

·       Knoten Weender Landstr./ Güterbahnhofstr./ Kreuzbergring:
Der Umbau des Knotens werde derzeit vorbereitet und solle noch in diesem Jahr erfolgen. Auf Nachfrage von Herrn Klatt erläutert Herr Koss, dass eine Rotmarkierung für die Radwege im Kreuzungsbereich derzeit nicht vorgesehen sei. Bei einer konsequenten Umsetzung müssten entsprechende Markierungen z.T. sehr großflächig aufgebracht werden; was voraussichtlich für die Verkehrsteilnehmer eher verwirrend wirke. Überdies werde sich die Markierung in einigen Bereichen wegen der hohen Fahrzeugfrequenz voraussichtlich schnell abreiben, wodurch dann wiederum eine uneinheitliche Markierung entstehe. Herr Semmelroggen hingegen spricht sich trotz dieser Bedenken für eine Rotmarkierung aus. Herr Ernst entgegnet, dass eine derartige Markierung besonderen Gefahrenstellen vorbehalten bleiben sollte, sonst trete leicht eine Art „Gewöhnungseffekt ein. Nach Ansicht von Herrn Henze handele es sich hier jedoch um eine solche besondere Gefahrenstelle. Herr Schrader gibt zu bedenken, dass Rotmarkierungen an signalisierten Kreuzungen grundsätzlich nicht eingesetzt werden sollten; auch er rate von einer Rotmarkierung an dieser Stelle ab. Herr Holefleisch bittet darum, eine entsprechende Markierung zu prüfen; er weise in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die gefahrene Geschwindigkeit für die Schwere der Unfallfolgen von entscheidender Bedeutung sei.

 

·       Otto-Brenner-Str./ Robert-Bosch-Breite:
Der Umbau des Knotens sei abgeschlossen; die Kreuzung sei wesentlich verkehrssicherer geworden.

 

·       Kreisverkehr Godehardstr./ Königsallee:
Auch hier habe durch die im vergangenen Jahr durchgeführten Maßnahmen ein Unfallschwerpunkt entschärft werden können.

 

·       Bühlstr./ Wilhelm-Weber-Str.:
Hier seien in den vergangenen Jahren bereits etliche Optimierungen erfolgt; das Unfallgeschehen werde weiter beobachtet. Im vergangenen Jahr sei kein Unfall mit Personenschaden zu verzeichnen gewesen.

 

·       Robert-Bosch-Breite/ Stresemannstr.:
Hier werde die Stadt kurzfristig die Sichtbeziehungen freischneiden sowie neue Markierungen und eine veränderte Beschilderung prüfen.

 

·       K 37 Elliehausen – Richtung Esebeck:
Hier solle noch im laufenden Jahr eine Oberflächenbehandlung durchgeführt werden, um die Griffigkeit der Fahrbahn zu erhöhen.

 

·       H.-Kolbe-Str./ Otto-Brenner-Str.:
Ein Großteil der Unfälle habe sich hier bei ausgeschalteter LSA ereignet; die Nachtabschaltung habe zu einer erhöhten Unfallgefahr geführt. Daher sei die Nachtabschaltung hier wieder rückgängig gemacht worden. Allgemein könne gesagt werden, dass die Möglichkeiten für Nachtabschaltungen von LSA im Stadtgebiet ausgeschöpft seien. Die Energieeinsparung sei durch die Verwendung neuer Leuchtmittel ohnehin nur noch marginal. Vor diesem Hintergrund plädiere er dafür, keine weiteren Nachtabschaltungen mehr vorzunehmen und den seinerzeitigen Prüfauftrag insoweit für erledigt zu erklären.
Dieser Vorschlag stößt auf allgemeine Zustimmung.

 

·       Robert-Koch-Str./ Im Hassel:
Hier seien zusätzliche Markierungen vorgenommen worden; der Bewuchs sei zurückgeschnitten worden.

 

·       Robert-Koch-Str./ Goldschmidtstr.:
Eine Vollsignalisierung des Knotens sei in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen.

 

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Sodann beschließt der Ausschuss einstimmig:

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Vortrag Unfallschwerpunkte 18082011 (3363 KB)      
Der Ausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis

Der Ausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.

 
 

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