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41. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 09.06.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:02 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Dr

 

Herr Dr. Hulpke-Wette und Herr Dr. Schettler informieren mittels einer Power-Point-Präsentation (siehe Anlage) über Athereosklerose bei Kindern sowie Präventionsmöglichkeiten. Dazu verteilen sie ein Handout.

 

Dr. Schettler macht darauf aufmerksam, dass Gefäßverkalkung bereits bei Kindern und Jugendlichen mit Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, fehlender körperlicher Bewegung, Rauchen und Übergewicht häufig vorkomme. Amerikanische Studien kämen zu dem Ergebnis, dass risikogefährdete Kinder/Jugendliche von heute ihre Eltern vermutlich nicht überlebten.

 

Durch frühzeitige Aufklärung und rechtzeitige Behandlung könnten Bluthochdruckerkrankungen und frühzeitige Herzinfarkte vermieden werden.

 

Dr. Hulpke-Wette erläutert, dass die Risikofaktoren für Gefäßverkalkung von Kinderärzten in den üblichen Vorsorgeuntersuchungen in der Kinderheilkunde nicht untersucht würden. Dadurch blieben bestehende Bluthochdruckerkrankungen und Fettstoffwechselstörungen unenteckt.

 

Der Risikofaktor „Übergewicht“ bei Kindern habe sich von 1985 bis 1999 verdoppelt. Derzeit seien in Deutschland rund 15 % der Kinder/Jugendlichen übergewichtig. Häufig würden Risikofaktoren kumuliert auftreten.

 

Herr Dr. Hulpke-Wette stellt ein Schulprojekt vor, in dem Aufklärung über bestehende Risiken betrieben würde. Die Thematik sei problemlos in den Unterrichtsstoff integrierbar.

 

Auf Nachfrage von Herrn Schwanitz bestätigt Herr Dr. Hulpke-Wette, dass die Cholesterinüberprüfung nicht Bestandteil der gesetzlichen Leistungen im Rahmen der  Vorsorgeuntersuchungen sei.

 

Herr Dr. Schettler macht darauf aufmerksam, dass frühzeitig ansetzende Prävention und Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu einer spät entdeckten Erkrankung im Erwachsenenalter um ein Vielfaches günstiger seien. Gesamtgesellschaftlich würde man also durch früh ansetzende Prävention und Intervention sparen.

 

Frau Oldenburg regt an, als einen Präventionsbeitrag die Verpflegung in Ganztagsschulen einzubeziehen. Herr Schwanitz ergänzt, die Schließung von Schulkiosken zu erwägen. Herr Dames schlägt stattdessen eine Umstellung auf gesunde Produkte vor, um ein Ausweichen der Kinder auf außerschulische Anbieter zu vermeiden.

 

Frau Schlesener unterstützt den Ansatz, sich in der Schulmensa und im Schulkiosk ausschließlich auf gesunde und kalorienarme Produkte zu konzentrieren.

 

Herr Becker erinnert an den sog. „Müslierlass“, der den Verkauf von Süßigkeiten an Schulkiosken verbiete. Es halte sich nur niemand daran. Man müsse aber, um einen Kioskbetreiber zu finden, einen Angebotemix zulassen. Hierbei sei im Vorfeld gut zu überlegen, welche Waren in den Verkauf gelangen sollten.

 

Frau Fischer bedankt sich bei den Vortragenden und verabschiedet sie.

 

 

 

 
 

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