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15. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 10.05.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 18:30 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Haus des Sports, Sandweg 5, 37083 Göttingen
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Frey berichtet, dass der Sportausschuss die GoeSF bereits mehrfach mit der Fortschreibung des Sportkonzeptes beauftragt hat

Herr Frey berichtet, dass der Sportausschuss die GoeSF bereits mehrfach mit der Fortschreibung des Sportkonzeptes beauftragt hat. Das damalige Sportkonzept (Stand 1997) war innovativ und gut. Im aktuellen Sportkonzept wird bereits gefordert, regelmäßig Untersuchungen zur Sportentwicklung in Göttingen durchzuführen um auch das Sportkonzept selbst fortzuschreiben. Zudem plant die Stadt die Neufassung des Flächennutzungsplanes, so dass es notwendig ist, Prognosen über den künftigen Bedarf an Flächen zur Sport- und Freizeitnutzung zu entwickeln. Seit der Aufstellung des Sportkonzeptes ist jedoch die Entwicklung des Sports weiter vorangeschritten. Neue Trends müssen analysiert und in einem Sportkonzept eingearbeitet werden. Es gab bereits Ge-spräche mit mehreren Fachbüros, woraus die folgende Präsentation entstand.

 

Herr Hesse erläutert, dass die GoeSF beabsichtigt, in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem SSB und dem LSB ein Sportentwicklungskonzept für Göttingen zu erarbeiten. Der LSB ist bereit das Projekt personell und finanziell zu unterstützen. Neben der Erhebung des Bestandes und der tatsächlichen Nutzung der Sportstätten steht die Analyse der Bedürfnisse der Sporttreibenden im Vordergrund des Interesses. Dazu sollen die Bedarfe der an Sport interessierten Institutionen wie Schulen, Vereine, Verbände, Kindertagesstätten, Experten sowie Bürger unter Umständen in Stadtteilgesprächen abgefragt werden. Unklar ist zurzeit noch, ob eine repräsentative Befragung für sinnvoll gehalten werden kann.

 

Herr Holefleisch merkt zu dem Punkt „Notwendigkeit zur Überarbeitung“ an, dass es wichtig ist, den Jugendlichen mehr Platz zu geben, um sich im Freien sportlich zu betätigen. Die Rolle von Spiel- und Sportplätzen soll im Flächennutzungsplan mehr Bedeutung haben. Herr Holefleisch bestätigt, dass eine Befragung zu den gewünschten Sportarten wahrscheinlich nicht die besten Ergebnisse bringen wird, da die Beteiligungsprozesse bei solch einer Befragung immer eher passiv sind. Allerdings sollte man diese trotzdem durchführen, da man nur so die Grundhaltung der Menschen in unserer Stadt erfahren kann. Der Flächennutzungsplan wird die Sportplanung beeinflussen. Er fragt, ob es in anderen Städten aktuelle Sportkonzepte gibt.

 

Herr Hesse berichtet, dass ca. 100 – 150 Städte Sportentwicklungspläne haben, die häufig mit Hilfe von Befragungen erstellt wurden.

 

Herr Gruber erklärt, dass auch der Stadtsportbund durch ein solches Konzept mehr Planungssicherheit erhält. Die Vereins- und Ausschusssitzungen sind Foren, die man eventuell zur Entwicklung nutzen kann.

 

Herr Henze betont, dass mit diesen Vorgaben auch die Ziele der Integration verfolgt werden sollten. Welche sonstigen Ziele soll diese Planung haben? Des Weiteren fragt er, was der Sport in Bezug auf Umwelt leisten kann. Zu dem 2-Säulen-Modell der Präsentation (S. 16) bemerkt er, dass man daraus auch ein 3-Säulen-Modell erstellen könnte. Darin sollten die Zahlen der Bestandsanalyse von Sportstätten und Sportaktivitäten, die Analyse der Bedürfnisse nichtorganisierter Bürger und Bedürfnisse des organisierten Sports dargestellt werden. Herr Henze ist nicht sicher, welche Menschen befragt werden sollen: diejenigen, die bereits Sport treiben oder diejenigen die nicht in diesem Bereich tätig sind. Er spricht das Thema „Flächennutzungsplan“ noch einmal an und gibt als Beispiel den Verein GW Hagenberg an. Dort sollte ein neuer Sportplatz gebaut werden, wegen der Lärmemission konnte man diesen jedoch an der geplanten Stelle nicht bauen. Im Flächennutzungsplan sollten mehr freie Flächen für den Sport gelassen werden.

 

Herr Dr. Häntsch fragt, wer sich denn nun um die Überarbeitung dieses Konzepts kümmert.

 

Herr Hesse erklärt, dass der Stadtsportbund und die GoeSF die Sportentwicklungsplanung initiieren. Er möchte die Entscheidungsträger der Stadtverwaltung mit einbeziehen um eine möglichst hohe Umsetzung zu erzielen.

 

Herr Frey ergänzt, dass die GoeSF die Durchführung mit Beteiligung des SSB und des LSB vorantreiben wird. Ergebnisse sollen möglichst in einem Jahr bereits vorgestellt werden können.

 

Herr Meyer erinnert daran, dass es in der Stadt vielfältige Erfahrungen mit Bürgerbeteiligungen gibt. Er warnt davor, die Prozesse zu breit anzulegen. Wenn man am Anfang viele Leute einbezieht und diese sich über längere Zeit diesem Projekt zur Verfügung stellen sollen, wird die Beteiligung immer mehr abnehmen. Am Schluss sind nur noch die Vertreter von Institutionen zugegen, die ihre eigenen Interessen bis zum Schluss vertreten wollen. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Ergebnisse der Untersuchung nicht repräsentativ sind.

 

Herr Frey erklärt, dass man möglichst viele Bürger und Institutionen mit einbinden will, aber sich trotzdem nur in einer Kleingruppe zusammensetzen sollte. Dazu sollte man in die Fläche gehen und eine Befragung durchführen.

 

Herr Henze ist auch für eine Umfrage mit Fragebogen. Allerdings ist er der Meinung, dass man die Umfrage stadtteilbezogen machen sollte, da sich so mehr Menschen aus den entsprechenden Bereichen beteiligen können und individuelle Interessen nicht zu sehr im Vordergrund stehen.

 

Herr Neumann merkt an, dass auch Kindergärten in die Befragung mit eingebunden werden müssen.

 

Herr Henze erkundigt sich wer die Kosten für dieses Projekt trägt.

 

Herr Frey möchte das Projekt ohne zusätzliche Haushaltsmittel durchführen. Die Kosten werden mit Hilfe vom SSB, dem LSB und Unterstützung von eigenem Personal so weit minimiert, dass die Stadt nicht zusätzlich belastet werden soll. Die weitere Entwicklung dieses Projektes wird im Sportausschuss besprochen.

 

Herr Hesse merkt an, dass die Stadt bei der Adressenbereitstellung helfen soll.

 

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Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Sportentwicklung in Göttingen PDF (2992 KB)      

 

 

 
 

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