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69. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 10.03.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 20:45 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB61/848/11 Freiflächengestaltung Neubebauung "Quartier am Leinebogen"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Lohaus erläutert, dass den Planungen für das Stadtbadareal und angrenzender Bereiche der Leitgedanke zugrunde gelegen habe, neue Wegebeziehungen zwischen der Reitstallstraße und der Prinzenstraße sowie zwischen der Weender Straße und dem Waageplatz

Frau Lohaus erläutert, dass den Planungen für das Stadtbadareal und angrenzender Bereiche der Leitgedanke zugrunde gelegen habe, neue Wegebeziehungen zwischen der Reitstallstraße und der Prinzenstraße sowie zwischen der Weender Straße und dem Waageplatz zu schaffen. Ein erster Bestandteil in diesem Kontext sei die Erstellung einer privaten Fußgängerfläche auf dem Grundstück des ehem. Stadtbades. Diese Wegebeziehung solle über den Leinekanal geführt werden; hierzu solle eine neue Brücke in Verlängerung der vorbenannten Fußgängerfläche erstellt werden. In diesem Kontext sei auch eine Umgestaltung der angrenzenden Teile der Straße „Stumpfebiel“ geprüft worden; so könne die Fahrbahnbreite hier ggfs. reduziert werden.

 

Die Straße „Am Leinekanal“ solle künftig gepflastert werden. Zudem sollten hier die Stellplätze neu geordnet und auf die dem Leinekanal abgewandte Seite verlegt werden. Auf der dem Leinekanal zugewandten Straßenseite sollten Bäume gepflanzt werden.

 

Die neue Brücke sei in ihrer Lage durch die unter Denkmalschutz stehende Mühlenmauer weitestgehend definiert; die neue Brücke werde unmittelbar nördlich an diese Mauer anschließen. Im Bereich des Waageplatzes müsse zur Weiterführung der Wegebeziehung ein Teil der südlichen Grünfläche zurückgebaut werden. Für die Brücke selber seien drei unterschiedliche Gestaltungsvarianten erarbeitet worden: Variante 1 sehe eine massive selbsttragende Konstruktion (sog. „Einfeldträger“) aus Stahl vor. Bei Variante 2 sei ein unterzügiges Tragwerk aus 45 cm starkem Profilstahl vorgesehen; die Geländer sollten als Gitterroste ausgeführt werden. Variante 3 sehe ein oberzügiges Tragwerk in Bogenkonstruktion vor. Das Tragwerk solle dabei in das Geländer (Stabgeländer) integriert werden.

 

Auf dem Ostufer des Leinekanals solle nördlich der Brücke eine Aufenthaltsfläche unmittelbar am Wasser geschaffen werden; die Höhendifferenz solle durch Sitzstufen überwunden werden.

 

Mit dem Abriss der bisherigen Treppenanlage an der Westfassade des Parkhauses sei die erste Voraussetzung für eine neue Wegeverbindung vom Stadtbadareal zur Reitstallstraße geschaffen worden. Nachteilig wirke sich hier die Graffiti-verschmierte Fassade des Parkhauses aus; hier sei eine Efeubepflanzung vorgesehen.

 

Nach Ansicht von Herrn Welskop mache die geplante Umgestaltung der Straße „Am Leinekanal“ nur Sinn, wenn die Verkehrsbelastung hier nicht zu hoch sei. Frau Lohaus entgegnet, dass Pflasterflächen eigentlich nur dann wenig standfest seien, wenn sie dauerhaften Belastungen durch Schwerlast- und Busverkehr ausgesetzt seien; dies sei hier jedoch nicht der Fall. Allerdings solle eine Umgestaltung der Straße „Am Leinekanal“ ohnehin erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen; zunächst sei der Bau der Brücke und die Umgestaltung des Bereiches um die historische Mühle vorgesehen. Herr Dienberg ergänzt, dass im Bereich der Straße „Am Leinekanal“ die Straße unmittelbar am Leinekanal verlaufe; dieser Vorteil solle herausgestellt werden. Dies wiederum bedinge eine hochwertige Gestaltung. Herr Semmelroggen unterstützt diese Ansicht; insbesondere müssten die Parkplätze von der Kanalseite auf die gegenüberliegende Kanalseite verlegt werden.

 

Auf Nachfrage von Herrn Welskop erläutert Frau Lohaus, dass die Brücke nicht nur aus gestalterischen Gründen, sondern auch aus Kostengründen gerade über den Leinekanal geführt werden solle. Die bisherige Holzbrücke solle zunächst erhalten bleiben; ob diese allerdings weiterhin eine Erschließungsfunktion haben werde, sei noch nicht entschieden.

 

Frau Brückner bittet um Auskunft, wie der Fahrradverkehr abgewickelt werden solle. Frau Lohaus verweist auf den Geländesprung zwischen der geplanten Platzfläche auf dem Stadtbadgelände und dem Ufer des Leinekanals. Die neue Brücke sei daher grundsätzlich nicht für den Radverkehr geeignet. Für den Radverkehr stünde allerdings der Weg entlang des Parkhauses zur Verfügung. Herr Klatt bittet zu prüfen, ob die alte Brücke für den Radverkehr erhalten werden könne. Herr Kromschröder spricht sich dafür aus, die Brücke breiter zu bauen. Die alte Brücke könne ggfs. als Freisitzfläche für die Gastronomie in der Mühle dienen. Herr Klatt regt eine Ausführung in Holz an. Frau Lohaus bittet zu berücksichtigen, dass Stahl an das Materialkonzept des angrenzenden Platzbereiches anknüpfe.

 

Nach Ansicht von Herrn Holefleisch sei eine grundsätzliche Überplanung des Waageplatzes erforderlich; zumindest müssten die Rahmenbedingungen für diesen Platz feststehen, da hiervon auch die Gestaltung der neuen Brücke abhänge. Herr Kromschröder fordert eine grundlegende Umgestaltung des Waageplatzes; die bisherige antiquierte Bürgerparkkultur werde aktuellen Nutzeransprüchen nicht mehr gerecht. Frau Eiselt bittet darum, den Waageplatz möglichst offen zu gestalten. Herr Dienberg erläutert, dass Frau Lohaus auch den Waageplatz in ihre Überlegungen einbezogen habe, soweit dies die „Anschlusspunkte“ der Brückenverbindung betreffe. Allerdings sei es nicht Aufgabe gewesen, bereits eine endgültige Planung für den Waageplatz zu erarbeiten. Dies sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erforderlich; für die Detailplanung bestehe kein zeitlicher Druck. Überdies hänge die Gestaltung v.a. von den umgebenden Nutzungen ab. Die Staatsanwaltschaft werde mittelfristig jedoch am bisherigen Standort verbleiben. Frau Lohaus ergänzt, dass durch den Bau der Brücke die zukünftige Entwicklung und Umgestaltung des Waageplatzes nicht behindert werde.

 

Auf Nachfrage von Herrn Holefleisch erläutert Herr Lepper, dass ein Geländer wie im Bereich der Goetheallee aus statischen Gründen nicht möglich sei.

 

Herr Semmelroggen spricht sich dafür aus, die Brücke etwas breiter zu bauen. Frau Lohaus verweist darauf, dass die Brücke bereits eine Breite von 3,20 Metern aufweise – die bisherige Holzbrücke sei mit 4,0 Metern nur geringfügig breiter. Zudem könne die neue Brücke wegen der denkmalgeschützten Mauer nicht nach Süden „verschoben“ werden, so dass bei einer Verbreiterung die Brücke nach Norden – und damit aus der Wegeachse heraus – verschoben werden müsse.

 

Auf Nachfrage von Frau Eiselt und Herrn Grunwald erläutert Frau Lohaus, dass auch im Bereich des Michaelishauses genügend Platz für Baumanpflanzungen zur Verfügung stünden. Die Fahrbahn der Straße „Am Leinekanal“ solle künftig – wie bisher – 4,50 Meter breit sein.

 

Herr Holefleisch bittet darum, die im Vortrag verwendeten Folien zur Verfügung zu stellen; Herr Müller sagt dies zu. (Anmerkung des Protokollanten: Die Datei ist im System allris zu diesem Tagesordnungspunkt hinterlegt.)

 

Sodann beschließt der Ausschuss nach kurzer weiterer Diskussion einstimmig:

Sodann beschließt der Ausschuss nach kurzer weiterer Diskussion einstimmig:

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 11-03-10 LC Präsentation Bauausschuss_gesamt (5391 KB)      
Der Verwaltungsausschuss möge beschließen:

Die Angelegenheit wird wegen weiteren Beratungsbedarfs zunächst vertagt.

 
 

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