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39. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Grone
TOP: Ö 6
Gremium: Ortsrat Grone Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 25.11.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 20:00 - 23:05 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Bürgerhaus Grone, Martin-Luther-Str. 10, 37081 Göttingen-Grone
Ort:
FB61/821/10 Raumordnungsverfahren 380 kV Höchstspannungsverbindung Wahle - Mecklar
- Ergänzende Untersuchungen zur Machbarkeit der Erdverkabelung
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Ortsbürgermeisterin Sterr begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Scharf vom Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung

Frau Ortsbürgermeisterin Sterr begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Scharf vom Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung.

Herr Scharf führt aus, dass er mit diesem Thema bereits am 26.8. im Ortsrat vorstellig war. Er weist nochmals auf seine damaligen Ausführungen hin.

Nun sei eine neue Stellungnahme von der Stadt Göttingen wegen eines weiteren Vorschlages der möglichen Durchführung einer Erdverkabelung notwendig. Die Trassenführung sei weiterhin im westlichen Bereich Göttingens vorgesehen. Da das Planfeststellungsverfahren noch folgt, kann über die genauere Trassenführung noch keine Aussage getroffen werden.

Er teilt mit, dass die Landwirtschaft der Erdverkabelung sehr skeptisch gegenüber stehe. Die Erderwärmung durch das verlegte Kabel sei wahrscheinlich so hoch, dass der Boden im gesamten Korridor nicht mehr genutzt werden könne.

 

Herr Grunwald fragt nach, wie groß denn die Chance auf eine Erdverkabelung im Bereich Göttingens sei.

Herr Scharf führt aus, dass die Stadt lediglich eine Stellungnahme abgeben könne. Alles weitere beschließe die weiterführenden Gremien.

Herr Thielbörger fragt nach, wie viele Gemeinden im Trassenverlauf die Erdverkabelung gefordert haben und wie es mit einem Zusammenschluss der Kommunen sei?

Herr Scharf teilt mit, dass die Stadt sich lediglich mit dem Landkreis abstimme. Weitere Abstimmungen seien ihm nicht bekannt.

Herr Eilert führt aus, dass die Landespolitik eine 80% Erdverkabelung in Niedersachsen fordere.

Herr Skibbe ist froh, dass die Einwände der Ortsräte aufgenommen worden. Es solle der geringste Schaden gewählt werden. Er werde die Verwaltung bei ihrem Vorhaben unterstützen.

 

 

Der Ortsrat beschließt einstimmig:

Der Ortsrat beschließt einstimmig:

 

1

 

 

1. Die Stadt Göttingen forderte im Ratsbeschluss vom 09.09.2010 die Erdverkabelung der 380 kV Höchstspannungsverbindung im Verlauf des Göttinger Stadtgebiets. Sie begrüßt daher die Absicht des Vorhabenträgers, nunmehr die Trassen im Stadtgebiet der Universitätsstadt Göttingen auch in Form einer Erdverkabelung zu untersuchen.

 

2. Dem skizzierten Trassenkorridor der ergänzenden Unterlagen wird im wesentlichen zugestimmt. Der Korridor soll im südlichen Bereich nach Westen ausgedehnt werden, um hier der Führung einer Erdverkabelung mehrere Möglichkeiten zu eröffnen.

 

 

Zu 1. Die raumordnerischen Vorgaben zu den Mindestabständen einer 380 kV Freileitung zur Wohnbebauung können in Teilbereichen des Göttinger Stadtgebiets nicht eingehalten werden. Das Landschaftsbild erfährt eine starke Beeinträchtigung.  Die Lösung des sehr hohen Konfliktpotentials in Bezug auf das Schutzgut Mensch und das Schutzgut Landschaft kann konsequenterweise nur die Erdverkabelung der geplanten Stromtrasse im Göttinger Stadtgebiet sein.

 

Zu 2. Durch den gewählten Trassenkorridor können Mindestabstände von 100 – 150 m zur Wohnbebauung eingehalten werden. Der Eingriff in die Landschaft ist im Suchraum beidseitig der Autobahn geringer als bei einer weiter westlich geführten Trasse. Zur Erleichterung der endgültigen Trassenfindung sollte der Suchkorridor im Süden / Höhe Autobahnanschluss Göttingen, bis westlich des Ortsteils Groß-Ellershausen ausgedehnt werden. Im Bereich des Autobahnanschlusses westlich der Autobahn droht sonst ein „Nadelöhr“ für die verschiedenen Nutzungsanforderungen an den Raum.

 

 
 

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