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30. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales und Wohnungsbau
TOP: Ö 5
Gremium: A. f. Soziales, Integration, Gesundheit und Wohnungsbau Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 04.05.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:05 - 19:40 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Frau Dr. Schlapeit-Beck führt in das Thema ein. Die Situation Alleinerziehender sei schon lange Arbeitsschwerpunkt. Da jedes 3. Kind unter 18 Jahren  in Göttingen in einer alleinerziehenden Familie aufwachse, habe sie bereits vor mehr als einem Jahr einen „Runden Tisch Alleinerziehende“ gegründet. Der Therapeutischen Frauenberatung sei es dankenswerter Weise gelungen, Drittmittel für eine spezifische Beratungsstelle für Alleinerziehende einzuwerben.

 

Frau Betz von der Therapeutischen Frauenberatung dankt für die Einladung und stellt dieses Projekt vor. Wichtig sei es, die Kinderbetreuung in den Beratungsgesprächen mit Alleinerzeihenden sicherzustellen. Es sei gelungen, durch einen Antrag beim Deutschen Hilfswerk ein Projekt für drei Jahre bewilligt zu bekommen, das zu 80 % gefördert werde. 20 % Eigenmittel müssten von der Therapeutischen Frauenberatung aufgebracht werden. Bereits nach kurzer Zeit seien die Angebote überlaufen gewesen. Finanziert werde eine halbe Stelle sowie Sachkosten, wie z. B. auch für Spielzeug. Frauen im Alter zwischen 19 und Mitte 40 aus allen Schichten würden das Angebot nutzen. Frau Betz betont die großartige Zusammenarbeit mit dem „Runden Tisch Alleinerziehende“. Wichtig sei es für die ratsuchenden Frauen Ansprechpartner in allen Institutionen und Verwaltungen namentlich benennen zu können, um die Frauen gezielt weiterleiten zu können. Es gehe nicht nur um finanzielle Hilfen, sondern auch darum, die Haltung der Gesellschaft gegenüber Alleinerziehenden zu beeinflussen.

 

Auf Nachfrage von Herrn Perriello nach dem Migrantenanteil erläutert Frau Betz, dass ca. 20 % aller Ratsuchenden Migranten/innen seien.

 

Auf Nachfrage von Herrn Tugcu erläutert Frau Betz, dass es keine mehrsprachige Beratung gebe. Man arbeite mit dem Dolmetscherdienst des Migrationszentrums zusammen. Gegebenenfalls werde an die Rechtsberatung des Migrationszentrums verwiesen.

 

Auf Nachfrage von Frau Dr. Funck erläutert Frau Betz, dass es keine Beratung zur Trennung gebe, sondern lediglich Hilfe geleistet werde, wenn die Entscheidung zur Trennung bereits gefallen sei.

 

Auf Nachfrage von Frau Bank erläutert Frau Betz, dass man versuche, Beratungstermine ganz flexibel anzubieten.

 

Frau Dr. Schlapeit-Beck weist darauf hin, dass es  bekannt sei, dass Alleinerziehende ihre Ansprüche selten komplett realisieren könnten. Hier sei es wichtig, konkrete Ansprechpartner benennen zu können, um Hilfen schnell realisieren zu können.

 

Abschließend weist Frau Betz darauf hin, dass es keine räumliche Beschränkung der Beratungsstelle auf das Gebiet für die Stadt und Landkreis Göttingen gebe, da die Fördermittel dies nicht vorsehen.

 

Herr Dr. Hermann weist auf den Aktionstag „Alleinerziehend“– rund um das Haus des Sports – am 21.8.2010 hin und lädt zur Teilnahme ein und dankt Frau Betz für die Vorstellung.

 

 

 

 

 

 
 

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