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30. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales und Wohnungsbau
TOP: Ö 2
Gremium: A. f. Soziales, Integration, Gesundheit und Wohnungsbau Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 04.05.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:05 - 19:40 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen
Ort:
FB61/772/10 Stadterneuerung 'Weststadt' - Sanierungsgebiet Soziale Stadt
- Integriertes Handlungskonzept (IHK)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Dr

Herr Dr. Hermann begrüßt Herrn Dr. Habermann-Niesse für das Sanierungsmanagement in der Weststadt, der anhand einer Power-Point-Präsentation die bisherige Arbeit und weitere Schwerpunkte der Arbeit zur Stadterneuerung Weststadt präsentiert.

 

Herr Dr. Hermann dankt für den Vortrag und weist auf die verteilte Vorlage zum Integrierten Handlungskonzept hin, die geringfügige Änderungen zur mit der Einladung versandten Vorlage enthält.

 

Frau Dr. Schlapeit-Beck weist darauf hin, dass es trotz der angespannten Haushaltslage gelungen sei, für die Stadterneuerung Weststadt ein neues sozialpolitisches Projekt zu starten. Die Sanierung in Grone-Süd sei ein großer Erfolg gewesen. Dort sei es gelungen, soziale Spannungen zu überwinden und den Stadtteil für junge Familien wieder zu attraktivieren. Dies wünsche sie sich auch für die Weststadt. Im Vergleich zu Grone sähe das Konzept für die Weststadt allerdings anders aus. In der Weststadt gebe es bereits Initiativen wie z. B. den Verein Jugendhilfe e.V., die Musa, das Haus der Kulturen, die Naturfreunde, die verschiedenen Kindertagesstätten und das Jugendzentrum „An der Hufe“, die als präsente Partner vor Ort ansprechbar seien. Die reichhaltige Infrastruktur im Quartier solle gestärkt und ausgebaut werden. Für eine Nachbarschaftseinrichtung brauche kein neuer Träger geschaffen werden, wie es in Grone notwendig war mit dem Verein „Nachbarschaftszentrum Grone e. V.“, sondern die vorhandenen Träger in der Weststadt sollen im Hinblick auf verstärkte Nachbarschaftsarbeit unterstützt werden. Dadurch würden die Stärken des Stadtteils betont.

Das vorgelegte sehr ausgewogene Handlungskonzept beinhalte z. B. einen Ausbau der Musa auch für Stadtteilangebote, die Sanierung des vorgelagerten Freigeländes, die Einrichtung eines Eltern-Kind-Zentrums sowie Planungen für ein Nachbarschaftszentrum, dessen Standort noch nicht festgelegt sei. Das künftige Nachbarschaftszentrum Weststadt werde keinen Neubau wie in Grone erhalten können, sondern es sei geplant, im vorhandenen Gebäudebestand eine Umnutzung vorzunehmen. Diese Projektierung erfolge in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe Göttingen e.V..  Daneben sei es entscheidend,  Lösungen für die unzulänglichen  Wohnverhältnisse im Rosenwinkel und Hagenweg 20 zu finden.

 

Die von Herrn Dr. Hermann angesprochene Austauschseite sei bereits in Allris eingepflegt. Es seien keine Änderungen im investiven Bereich, sondern Verschiebungen im nicht- investiven Bereich vorgenommen worden.

 

Frau Kornhardt erläutert diese Änderungen. So müssten die Zuschüsse aus dem ESF-Programm jährlich neu beantragt werden und würden daher auch nur jährlich analog den Bewilligungen dargestellt. Unter dem Punkt „Verfügungsfonds“ sei ein Tippfehler zu berichtigen. Hier seien 1.000 € anstatt 3.000 € anzusetzen.

 

Auf Nachfrage von Herrn Humke-Focks weist Frau Kornhardt auch auf Ansätze im Sammeltopf hin, der heute noch auf der Tagesordnung des Ausschusses für Soziales und Wohnungsbau stehe.

 

Herr Höfer lobt das vorliegende Konzept. Die richtigen Maßnahmen für die Weststadt seien eingeleitet. Allerdings fehlten ihm im investiven Bereich Mittel im Bereich Wohnen.

 

Frau Dr. Schlapeit-Beck erläutert hierzu, dass das Konzept noch nicht ganz ausgereift sei. Es gebe Überlegungen, neuen Wohnraum an anderer Stelle zu schaffen und mit der Verwertung der bisherigen Flächen zu finanzieren. Zusätzlich könnten ggf. mit  einem Wohnungsbau-Förderprogramm des Landes diese Maßnahmen finanziert werden.

 

Herr Koch vermisst die Berücksichtigung der Belange der Senioren, zumal deren Bevölkerungsanteil im Quartier sehr hoch sei.

 

Frau Dr. Schlapeit-Beck erläutert, dass hier ein Missverständnis bei Herrn Koch vorliege. Etliche Maßnahmen wenden sich auch und besonders an Senioren. Ein genaues Konzept, z. B. für Freiraumangebote werde ausgearbeitet und in einer der nächsten Unterausschusssitzung dargestellt. Die Planungen für das Nachbarschaftszentrum, das im Herz des Quartiers geplant sei, würden aufgenommen.

 

Herr Perriello lobt das Sanierungskonzept, betont aber das Problem Hagenweg 20 als vordringlich.

 

Frau Dr. Schlapeit-Beck bestätigt, dass sich die Verwaltung hier bereits eingehend mit den Eigentümern des Hagenweg 20 für eine Verbesserung der Wohnbedingungen auseinandersetze. Sobald hier Konzepte vorliegen,  würden die Gremien informiert.

Auf Nachfrage von Frau Rohmann erläutert Herr Dr. Hermann, dass die Barrierefreiheit eine Querschnittsaufgabe bei allen Maßnahmen sei.

 

Frau Dr. Schlapeit-Beck erläutert in diesem Zusammenhang die Zusammensetzung des Unterausschusses.  Der Behindertenbeirat werde gern in den Einladungsverteiler aufgenommen. 

 

Frau Kornhardt erläutert die Systematik der Vorlage und die Zusammensetzung der Fördermittel. Herrn Koch vom Seniorenbeirat werde sie noch gezielt ansprechen.

 

Herr Dr. Hermann dankt nochmals Herrn Dr. Habermann-Niesse.

 

 

 

 

 

 

 

 

Beschlussvorschlag:

             

Der Sozialausschuss stimmt einstimmig dem Integrierten Handlungskonzept Weststadt zu.

 

 
 

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