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öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 14.01.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:06 - 18:30 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss

Frau Müller und Frau Putschbach berichten über die Arbeit des Pro-Aktiv-Center (PACE)

 

Frau Müller und Frau Putschbach berichten über die Arbeit des Pro-Aktiv-Center (PACE). PACE sei Teil eines Landesprogramms und ist, obwohl organisatorisch der Beschäftigungsförderung angegliedert, eine eigenständige Einheit. Das für die Stadt Göttingen zuständige Center sei in der Hospitalstraße in demselben Gebäude untergebracht wie die Kompetenzagentur. Für den Landkreis Göttingen gebe es ein entsprechendes Center, welches aber auch in der Stadt angesiedelt sei.

 

Ziel von PACE sei die Bereitstellung sozialpädagogischer Hilfen zur besseren schulischen und beruflichen Ausbildung benachteiligter Jugendlicher. Das Projekt baue auf diversen Vorgängerprojekten (z.B. RAN, JUMP) auf und sei schließlich 2004 initiiert worden.

 

Das Klientel bestehe aus TeilnehmerInnen von Schulkursen, Schülern aus den Abschlussklassen (größtenteils Haupt- und Berufsschülern) sowie anderen Jugendlichen mit erhöhtem Hilfebedarf. Von den insgesamt 562 betreuten Jugendlichen seien 60% Jungen und 45% würden einen Migrationshintergrund aufweisen.

 

Neben der allgemeinen Beratung für Jugendliche, halte man diverse Hilfsangebote vor. Dazu zählten unter anderem Schulkurse, Berufsorientierung, Finanzcoaching sowie individuelle Hilfen wie Begleitung bei Amtsgeschäften. Von diesen Angeboten machten in etwa die Hälfte der Jugendlichen Gebrauch.

 

PACE sei mit diversen Initiativen in der Stadt Göttingen vernetzt, so dem Netzwerk Migration, dem Arbeitskreis Gender und Berufsorientierung und dem Integrationsrat. Die kurzfristigen Ziele für das Jahr 2010 umfassten eine intensivere Begleitung von Schulkursteilnehmern, bessere Präsenz insbesondere an den Berufsschulen sowie eine stärkere Vernetzung.

 

Problematisch gestalte sich zur Zeit die Finanzierung für das Jahr 2010. Etwa 20% der Mittel sollen vom Landkreis im Rahmen des § 16f Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) getragen werden. Vom Landkreis gebe es zur Zeit eine Absichtserklärung, diese Mittel bereitstellen zu wollen. Allerdings prüfe das Bundesministerium für Arbeit uns Soziales, ob an einem Standort, an dem sowohl eine Kompetenzagentur als auch PACE vertreten seien, beides gefördert werden könne.

 

Sie antworten auf Frage von Frau Behbehani, dass es vereinzelt auch vorkomme, dass man zur Zeit in Haft befindliche Jugendliche in Entlassungsvorbereitung betreue.

 

 

 

 

 
 

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