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23. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen
TOP: Ö 27
Gremium: Rat Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Fr, 11.09.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:30 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen
Ort:
B' 90/083/09 Antrag der Bündnis90/Die Grünen-Ratsfraktion betr. 'Göttingen - Modellstadt für Elektromobilität'
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion Beteiligt:01-Referat des Oberbürgermeisters -01.2-Servicestelle für Wissenschaft und Wirtschaft
    20-Fachbereich Finanzen
   Dezernat D - Planen, Bauen und Umwelt
   61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

(Anmerkung: in der Reihenfolge verlegt; neu: TOP 11)

 

(Anmerkung: in der Reihenfolge verlegt; neu: TOP 11)

 

Beigeordnete Eiselt teilt mit, dass der Verwaltungsausschuss empfohlen habe, über diesen Antrag direkt zu beschließen.

 

Im Anschluss verliest Ratsfrau Morgenroth den Antrag der Bündnis90/Die Grünen-Ratsfraktion und führt in der Begründung u.a. aus, dass die klima- und energiepolitischen Ziele ohne einen verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien nicht erreicht werden könnten. Dabei werde den batteriebetriebenen Fahrzeugen eine Schlüsselrolle eingeräumt. Nach der Initiative der Bundesregierung zur Elektromobilität hinge das umweltpolitische Potential entscheidend von der Form von Stromerzeugung sowie der „Marktdurchdringung“ dieser Fahrzeuge im Personenverkehr ab. Dabei würden Versuche unter Alltagsbedingungen wichtige Erkenntnisse über die Technologiereife des Antriebs, des Energiebedarfes und der Nutzerakzeptanz bringen.

Für den Wirtschaftsverkehr soll es analoge Feldversuche geben. Bei dem Fachsymposium zur nachhaltigen Mobilität in der Universität Göttingen habe der Leiter der Abteilung  „Zukunftstechnologien“ der Volkswagen AG, Prof. Dr. Wolfgang Steiger im Juni dieses Jahres den Konversionsprozess von Volkswagen hin zum Mobilitätsdienstleister in den nächsten 10 Jahren vorgestellt. Dabei habe er u.a. darauf hingewiesen, dass die Wandlung vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb - in Kombination mit Hybridtechnik - bei kleinen Fahrzeugen beginnen und bei großen Nutzfahrzeugen  enden müsse. Dabei würde auch aufgrund der begrenzten Nutzfähigkeit der notwendigen Akkus die Frage der Nutzung der Schiene erneut zu beraten sein.

Aus Sicht der Bündnis90/Die Grünen-Ratsfraktion gehe es aber über die Lösung technischer Fragen hinaus um Wertediskussionen darüber, welche Art der Mobilität gesellschaftsfähig sei. Es müsse „hipp“ werden, mit dem Solarmobil, dem „E-Bike“, dem typischen Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Hierzu seien erhebliche Marketinganstrengungen vonnöten.

Prof. Dr. Steiger habe während der genannten Veranstaltung das grundsätzliche Interesse der Volkswagen AG an einer Zusammenarbeit mit Göttingen als mögliche Modellstadt geäußert. Daraus könnte sich auch ein größeres Projekt für die „Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg“ ergeben, die gut aufgestellt sei und sowohl für die Forschung als auch für die praktische Umsetzung hervorragende Voraussetzungen für die Pionierarbeit auf diesem Gebiet anbieten könne.

Der Rat beschließt einstimmig:

 

Der Rat beschließt im Anschluss einstimmig:

„Der Rat möge beschließen:

 

Der Rat fordert den Oberbürgermeister auf, angesichts der Initiative der Bundesregierung zur Elektromobilität die bekundete grundsätzliche Bereitschaft der Volkswagen AG aufzugreifen, Überlegungen anzustellen und Gespräche aufzunehmen, ob und in welcher Form Göttingen eine Modellstadt für Elektromobilität werden kann. Entsprechende Fördermöglichkeiten sind zu prüfen.“

 

 
 

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