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24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 13.08.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:52 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

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Herr Wilmering und Frau Lau berichten von der Arbeit im Jugendzentrum Weende. Das Jugendzentrum folge den Grundsätzen der Unabhängigkeit, Gewalt- und Drogenfreiheit sowie der Integration.

 

Das Jugendzentrum möchte in seiner Arbeit wieder eine stärkere Ortsteilzentrierung durchsetzen. Man strebe eine engere Kooperation mit der Personn-Realschule an, wolle im Ortsteil wieder mehr Präsenz zeigen und eine Stadtteilkonferenz ähnlich jener auf dem Holtenser Berg installieren.

 

Der Schwerpunkt der eigenen Arbeit liege bei dem offenen Jugendtreff für Kinder ab 14 Jahren. Daneben gebe es noch themenbezogenen Gruppenarbeit (z.B. Kochen), Sonderaktionen (z.B. Tagesfahrten), Einzelfallberatung (z.B. bei Bewerbungen), Förderung jugendpolitischen Engagements in Kooperation mit dem Stadtjugendring und integrative Angebote. Schließlich sei man Treffpunkt der NAJU, dem Jugendverband des Naturschutzbundes Deutschland (NABU).

 

Das Jugendzentrum habe zwei wesentliche Probleme: Bezüglich der Arbeit mit Romajugendlichen sei zwischenzeitlich bereits eine Entspannung eingetreten, da man die Einhaltung der Hausordnung strikter einfordere. Bezüglich des Gebäudes strebe man einen Vertrag über 2013 hinaus an. Dies werde aber in eine Mieterhöhung münden, welche man gerne von der Stadt finanziert sehen möchte.

 

Sie antworten auf Fragen aus dem Ausschuss. Das Jugendzentrum sei täglich von 15 – 19 Uhr sowie nach Sondervereinbarung geöffnet. Nur etwa 10% der Besucher seien weiblich. Behinderte Jugendliche würden aufgrund fehlender Barrierefreiheit nicht betreut. Der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund sei rückläufig und betrage derzeit ca. 20%. Zum Thema Integration habe es Fortbildungen seitens der Stadt gegeben, an denen Mitarbeiter freier Träger allerdings nicht teilnehmen konnten.

 

Herr Hecke sagt zu, die genauen Umstände bezüglich der Fortbildungen festzustellen. Was den Mietvertrag betreffe, so könne eine Laufzeit bis 2013 als gesichert angesehen werden.

 

Herr Dames regt an, die Wanderungsbewegungen von Jugendgruppen zwischen verschiedenen Einrichtungen koordiniert zu erfassen. Frau Thür macht auf die am 16. / 17.09.2009 im Waldschlösschen stattfindende Fortbildung „Interkulturelle Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen“ aufmerksam.

 

 

 

Herr Stadelmann und Herr Fürchtenicht berichten aus dem Jugendhaus Gartetalbahnhof. Das Haus sei von Montag bis Donnerstag von 14 bis 19:45 Uhr geöffnet, am Freitag lediglich bis 17:45 Uhr.

 

In den vier Gruppenräumen gebe es in erster Linie ein offenes Angebot angereichert mit diversen Sonderveranstaltungen, Sportveranstaltungen sowie Tagesausflügen. Täglich werde das Jugendhaus von etwa 20 bis 25 Jugendlichen aufgesucht, wovon etwa 30% Mädchen seien. Das Klientel umfasse im Wesentlichen deutsche Jugendliche mit gutem Bildungsniveau. Zur Zeit bereite man diverse Kurse vor. Das Jugendhaus kooperiere mit etlichen Institutionen, darunter dem Stadtjugendring, der Stadtteilrunde sowie der Polizei.

 

Größtes Problem sei die personelle Situation. Eine weitere halbe Stelle wäre vonnöten.

 

Sie antworten auf Fragen aus dem Ausschuss. Bisher habe man im Jugendhaus zwei volle Stellen, allerdings keine sonstigen Kräfte (z.B. FSJ). Das Jugendhaus sei komplett barrierefrei und verfüge über eine behindertengerechte Toilette. Körperlich behinderte Jugendliche seien bisher nicht im Jugendhaus gewesen, allerdings sei verschiedentlich ein geistig behinderter Jugendlicher anwesend. Der Leineberg gehöre ebenfalls zum Einzugsbereich des Jugendhauses und zu den betreffenden Jugendlichen habe man gute Kontakte.

 

 

 

Frau Dr. Ross und Herr Renneberger stellen die Arbeit des Jugendzentrums Innenstadt (JuzI) dar. Die Einrichtung bestehe nun seit 27 Jahren und gründe sich auf basisdemokratischer Verwaltung sowie viel ehrenamtlichem Engagement. Zur Zeit bestehe das Klientel aus Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren aus verschiedenen Jugendkulturen. Das Haus stehe grundsätzlich allen offen, allerdings würden nach wiederholten Verstößen gegen die Regeln auch Hausverbote ausgesprochen.

 

Kern sei ein tägliches offenes Jugendangebot zur allgemeinen Freizeitgestaltung. Daneben gebe es verschiedene Abendveranstaltungen (z.B. Konzerte), ein alle zwei Wochen stattfindendes Info-Café, Einzelfallhilfe (z.B. Begleitung bei Behördengängen), politische Veranstaltungen sowie handwerkliche Angebote (z.B. Siebdruck; die Holzwerkstatt stehe nur begrenzt zur Verfügung). Das Jugendzentrum habe, Sonderveranstaltungen nicht eingerechnet, wöchentlich ca. 300 Besucher.

 

Das wesentliche Problem sei die dünne Personaldecke. Ohne die Ehrenamtlichen könnte das gegenwärtige Angebot nicht vorgehalten werden. Man bräuchte für die pädagogische Arbeit sowie den Betrieb der Holzwerkstatt je eine volle Stelle zusätzliches Personal.

 

Sie antworten auf Fragen des Ausschusses. Zur Zeit gebe es vorwiegend ältere Jugendliche im Jugendzentrum und man rechne bald mit einem Generationenwechsel. Eine Konkurrenzsituation mit dem Treffpunkt Mauerstraße sei nicht festzustellen. Die beiden Angebote ergänzten sich eher. Insgesamt seien Jungen und Mädchen im Jugendzentrum gleich stark vertreten, obwohl es bei den verschiedenen Angeboten durchaus Unterschiede gebe. Das Haus sei nicht behindertengerecht, trotz eines schwer zu bedienenden Aufzuges für Rollstühle. Wohnungslose Jugendliche habe man im Jugendzentrum länger nicht gehabt. Trotzdem sei Armut ein größer werdendes Problem bei den Jugendlichen. Obwohl die eigenen Angebote bereits so kostengünstig wie möglich gehalten seien, fehlten vielen Jugendlichen das Geld für die Teilnahme.

 

 

 

 

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