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18. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Herberhausen
TOP: Ö 4
Gremium: Ortsrat Herberhausen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 11.08.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 20:00 - 21:35 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Bürgerhaus Herberhausen, Eulenloch 6, 37075 Göttingen-Herberhausen
Ort:
FB11/687/09 Schnelle Internetverbindung für den Ortsteil Herberhausen
- Bericht der Telekom und der GWG -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:11-Fachbereich Personal und Organisation   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Frau Ortsbürgermeisterin Möhring begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Hahn von der GWG und Herrn Ingenhaag von der Deutschen Telekom und übergibt so dann das Wort an Herrn Ingenhaag

 

Frau Ortsbürgermeisterin Möhring begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Hahn von der GWG und Herrn Ingenhaag von der Deutschen Telekom und übergibt so dann das Wort an Herrn Ingenhaag.

 

Herr Ingenhaag begrüßt die Anwesenden und erläutert, dass er die DSL-Versorgung in Herberhausen mittels PowerPoint Präsentation erläutern und vorstellen werde.

Herr Ingenhaag schildert zunächst die Ausgangssituation, wonach es ein sehr dynamisches Umfeld gebe. Die Telekom sei grundsätzlich nur verpflichtet den Telefondienst deutschlandweit anzubieten, allerdings nicht die Breitbandversorgung. Er führt aus, dass die Telekom zzt. 96% ihrer Kunden mit einer DSL-Bandbreite von 364 Kbit versorgen kann, bundesweit seien allerdings zwei Mbit angestrebt. Im Bereich der 6-16 Mbit-Versorgung können 54% der Telekomkunden bedient werden. Der angestrebte Ausbau der DSL-Versorgung sei mit sehr hohen Investitionskosten verbunden und auch logistisch sehr aufwendig.

 

Frau Eiselt verweist auf eine Veröffentlichung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes wonach eine DSL-Versorgung mit 50 Mbit gefordert werde.

 

Herr Ingenhaag erklärt, dass immer größere Datenmengen verarbeitet würden und die Telekom bestrebt sei die Netze auszubauen, um die Bürgerinnen und Bürger mit schnellen Internetverbindungen zu versorgen. Eine grundlegende Versorgung mit 50 Mbit sei zwar durch die Bundes- und Landesregierungen konzeptionell angestrebt, allerdings herstellungstechnisch sehr teuer und daher zzt. auch kaum realisierbar. Als realistische Versorgung und Standart werde zzt. 2 Mbit angestrebt. Herr Ingenhaag verweist auf folgende Kosten für die Verlegung von 1 km Glasfaserkabel:

 

1km Glasfaser mit Oberfläche                                   ca. 50.000 €

1km Glasfaser ohne Oberfläche                                ca. 15.000 €

1 km Glasfaser (Graben z.B. in Eigenleistung)          ca. 3.000 €

Alternative: Outdoor DSLAM (100 Ports)                    ca. 4.000 €

 

Abhängig von der DSL-Versorgung sei die Entfernung des Verbrauchers von der Verteilerstation. Von hier aus könne man Kunden, die nicht weiter als 5 km Kabellänge von der Verteilerstation entfernt ihren Anschluss haben, mit DSL versorgen. Darüber hinaus sei eine DSL-Versorgung nicht möglich. Im Rahmen einer Studie wurde der Kreis Göttingen dem sogenannten Harzcluster zugeordnet, was bedeutet, dass die Region zu den unterversorgten Gebieten zähle und Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II beantragen könne. Im Stadtgebiet sei u.a. der Ortsteil Roringen hiervon betroffen. Hier sei auch eine entsprechende Ausschreibung zur DSL-Versorgung erfolgt.  Der Ortsteil Herberhausen zähle grundsätzlich zu den gut versorgten Gebieten.

 

Auf Nachfrage von Herrn Grothey, wie es möglich sein kann, dass einige in Herberhausen eine Versorgung mit DSL 6000 haben und andere lediglich DSL 1000, erklärt Herr Ingenhaag, dass dies von der Entfernung zum Verteilerkasten abhängig sei.

Herr Ingenhaag zeigt im Anschluss als Alternative zum unterirdischen Glasfaserkabel die Möglichkeiten auf, dass die DSL-Versorgung mittels Richtfunk (Satellit) oder oberirdischen Leitung erfolgen könne. Er stellt den Anwesenden die technischen Voraussetzungen dar und erklärt in dem Zusammenhang die Fördermöglichkeiten.

 

Frau Ortsbürgermeisterin Möhring dankt Herrn Ingenhaag für dessen Ausführungen.

 

Herr Dr. Rudolph bittet um Auskunft, ob beim derzeitigen Neubau der B27 daran gedacht werde Leerrohre zu verlegen, um hier entsprechend ein Glasfaserkabel nachrüsten zu können. Dem schließt sich der Ortsrat an und bittet die Verwaltung um Stellungnahme.

 

Frau Eiselt erklärt, dass beim Anschluss von Roringen an das DSL-Netz, Herberhausen profitieren könne und die DSL-Situation sich dadurch ebenfalls verbessern könne.

 

Herr Fischer erfragt, inwieweit angedacht sei das gesamte Leitungsnetz durch Glasfaserkabel zu ersetzen.

 

Dies sei nicht geplant, so Herr Ingenhaag.

 

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Die von Herrn Grothey gewünschte Übersicht über die DSL-Anschlüsse in Herberhausen ist dem Protokoll beigefügt. Die Übersicht ist auf Wunsch der Telekom vertraulich zu behandeln und wird daher nur den Ortsratsmitgliedern zur Verfügung gestellt.

 

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Frau Ortsbürgermeisterin Möhring fragt an, ob die DSL-Versorgung mittels Satellit nicht eine generelle Alternative zum Kabel sei.

 

Dies verneint Herr Ingenhaag, da es über Satellit eine maximale Bandbreite von 1 Mbit gebe.

 

Herr Hahn (GWG) erläutert im Nachgang zu der Präsentation von Herrn Ingenhaag, dass die Versorgung von Herberhausen mit DSL relativ gut sei. Roringen hingegen sei sehr schlecht angebunden und im Rahmen des angesprochenen Clusters auch durch den Landkreis für die Förderung angemeldet worden. Allerdings müsse das Cluster noch mit Bedacht betrachtet werden, da neben Roringen der gesamte Bereich westlich der A7 als unterversorgt gelte. Die Finanzierung des Projektes sei ebenfalls noch unsicher.

 

Frau Eiselt gibt nochmals zu bedenken, dass bei einem Anschluss von Roringen zumindest die Leerrohre für Herberhausen gelegt werden sollen, um ggf. Herberhausen später mit Glasfaserkabel versorgen zu können.

 

 

 
 

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