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41. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 23.04.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 20:40 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Koss erläutert

 

Herr Koss erläutert anhand einer PP-Präsentation die Entwicklung der Unfallzahlen jeweils getrennt für die jeweiligen Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet (Anmerkung des Protokollanten: die im Vortrag verwendeten Folien sind im allris-System zu diesem Tagesordnungspunkt hinterlegt).

 

  • Kreuzung Groner Straße/ Bahnhofsallee:
    Für diese Kreuzung werde vorgeschlagen, eine eigene Grünphase für Linksabbieger (von der Bahnhofsallee in Richtung Innenstadt) einzurichten, um die vergleichsweise hohe Zahl von Linksabbiegeunfällen zu vermeiden. Hierfür sei eine Umrüstung der Lichtsignalanlage erforderlich. Diese Maßnahme müsse jedoch in eine Umrüstung der gesamten Ampelanlagen im Straßenzug Groner Landstraße/ Kasseler Landstraße eingebunden werden, da sonst die „Grüne Welle“ nicht erhalten werden könnte.

 

  • Groner Landstraße/ Ihringstraße:
    Auch an dieser Kreuzung solle unter den für den Knoten Groner Straße/ Bahnhofsallee (s.o.) genannten Voraussetzungen eine eigene Grünphase für Linksabbieger eingerichtet werden.

 

  • Rosdorfer Kreisel:
    Das Hauptproblem liege hier in der Geometrie der zweistreifigen Zufahrten. Eine nachhaltige Behebung dieses strukturellen Mangels könne durch eine komplette Umgestaltung des Knotens erreicht werden. Für diese im Ausschuss bereits mehrfach diskutierte Lösung würden jedoch Kosten i.H.v. bis zu 500 TEUR entstehen, was derzeit nicht zu finanzieren sei. Als kurzfristige Lösung werde daher vorgeschlagen, durch entsprechende Markierungen die Zufahrten einzuengen, um die gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren.

 

  • Hannoversche Straße/ Zufahrt „Bahr“:
    Eine nachhaltige Lösung könne nur durch den Ausbau der bisherigen Privatstraße – u.U. mit einer ergänzenden Lichtzeichenanlage – erzielt werden; kurzfristige provisorische Lösungen hingegen seien in diesem Bereich nicht denkbar.

 

  • Weender Landstr./ Kreuzbergring:
    Auch hier sei eine vergleichsweise große Zahl von Linksabbiegeunfällen festzustellen, so dass hier ebenfalls eine eigene Grünphase für Linksabbieger vorgeschlagen werde. Zuvor müsse jedoch geprüft werden, ob die Leistungsfähigkeit des Knotens weiter gewährleistet wäre; ferner dürfe die „Grüne Welle“ nicht beeinträchtigt werden.

 

  • Otto-Brenner-Str./ Robert-Koch-Str.:
    Auch hier solle wg. der hohen Zahl der Linksabbiegeunfälle die Einrichtung einer gesonderten Grünphase für Linksabbieger geprüft werden.

 

  • Kreisel Godehardstraße:
    Nach einstimmiger Meinung der Unfallkommission sei der Knoten ausreichend beschildert; weitere Maßnahmen seien zunächst nicht geplant.

 

  • August-Spindler-Str./ Elliehäuser Weg:
    Hier solle in Bälde die bisherige „Vorfahrt Achten“-Beschilderung durch „Stopp“-Schilder ersetzt werden.

 

Herr Koss fasst zusammen, dass die Mehrzahl der Abbiegeunfälle vermeidbar wäre, wenn für die jeweiligen Abbiegeverkehre eigene Grünphasen eingerichtet würden. Hierfür sei es jedoch erforderlich, dass an den jeweiligen Straßenzügen ein 90-Sekunden-Umlauf eingerichtet werde; wie bereits erläutert, erfordere dies eine Ertüchtigung der Licht­signal­anlagen. Herr Schrader ergänzt, dass auf diese Weise in den vergangenen Jahren z.B. die bisherigen Unfallschwerpunkte „Weender Tor“ und „Geismar Tor“ hätten entschärft werden können.

 

Herr Holefleisch verweist darauf, dass die Anzahl der Unfallschwerpunkte gesunken sei und dass an den verbliebenen Unfallschwerpunkten die Unfälle ebenfalls abgenommen hätten; gleichwohl habe insgesamt die Zahl der Unfälle zugenommen. Herr Schrader führt dies u.a. auf die hohe Zahl der Unfälle mit Radfahrern zurück. Gerade im Bereich der Fußgängerzone komme es häufiger zu Unfällen mit Fußgängern, da letztere auf die Ausweisung als Fußgängerzone vertrauten und häufig in der sog. „Fußgängerzone II“ nicht mit Radfahrern rechneten. In Göttingen sei jeder 3te Unfall ein Unfall mit Beteiligung eines Radfahrers (zum Vergleich: in der „Radfahrerstadt“ Münster treffe dies sogar auf jeden 2ten Unfall zu).

 

Herr Wedrins dankt der Verwaltung für deren Bericht. Es sei deutlich geworden, dass sich nicht jeder Unfall vermeiden lasse.

 

Auf Nachfrage von Herrn Semmelroggen erläutert Herr Schrader die Rettungsfahrzeug-Stationierung im Stadtgebiet.

 

Nach Ansicht von Herrn Wedrins würde durch den angedachten Ausbau der derzeitigen Privatstraße „Bahr“ zusätzlicher Verkehr generiert werden, der dann den Verkehrsfluss auf der B 3 (Hannoversche Straße) behindere. Herr Koss erläutert, dass hinsichtlich eines möglichen Ausbaus nur erste Überlegungen angestrengt worden seien; konkrete Planungen existierten noch nicht. Im Falle eines Ausbaus müsse u.a. zunächst die angesprochene Fragestellung untersucht werden. Herr Dienberg ergänzt, dass ein Ausbau der benannten Straße im Zuge der künftigen Anbindung des GVZ an den Autobahnzubringer erfolgen müsste. Zuvor sollte jedoch Einvernehmen mit den Anliegern erzielt werden. Derartige Gespräche gestalteten sich jedoch schwierig; ggfs. müsse der Straßenbau über Anliegerbeiträge finanziert werden. Frau Behbehani weist darauf hin, dass sich die Ausfahrt der Privatstraße in Richtung Hannoversche Straße in der Steigung befinde, was die Verkehrsabwicklung zusätzlich verkompliziere; u.U. könne in einem ersten Schritt diese Steigung entschärft werden.

 

Herr Holefleisch bittet darum, neben den im Vortrag verwendeten Folien auch eine Übersicht über die Gesamtunfallzahlen zur Verfügung zu stellen; Herr Schrader sagt dies zu. (Anmerkung des Protokollanten: die erbetenen Übersichten sind im allris-System zu diesem Tagesordnungspunkt hinterlegt)

 

Herr Welskop regt an, das Abstellen von Fahrrädern vor „Kaufland“ in der Kurze Geismar Straße“ durch auf den Gehweg aufgemalte Piktogramme zu reglementieren. Herr Holefleisch verweist darauf, dass im Bereich der Einmündung der „Hempelgasse“ zusätzliche Fahrradständer zur Verfügung stünden. Allerdings seien diese von ihrer Bauart her wenig attraktiv.

 

Auf Nachfrage von Herrn Klatt erläutert Herr Dienberg, dass im Bereich von Kreiseln Unfälle mit Radfahrern nicht gehäuft aufträten. In der Regel kämen allerdings nur Kreuzungen, über die keine starken Fußgänger- und Radfahrerverkehre abgewickelt werden müssten, für eine Umgestaltung zum Kreisel in Betracht. 

 

Herr Koch kritisiert das Verhalten der Radfahrer im Bereich des Kreisels Godehardstraße.

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Vortrag Unfallschwerpunkte2 (6118 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich PolIns: VU-Geschehen 1989-2008 (6 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Unfall_Grafik (9 KB)      

 

 
 

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