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17. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: vertagt (zurückgestellt)
Datum: Do, 13.11.2008 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:24 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum THORN (126), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB51/218/08 "Kitas zu Familienzentren ausbauen" Antrag der Ratsfraktionen von SPD und Bündnis 90 / DIE GRÜNEN vom 20.08.08
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:51-Fachbereich Jugend   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Hecke und Herr Schmidt erläutern die Vorlage der Verwaltung

 

Herr Hecke und Herr Schmidt erläutern die Vorlage der Verwaltung. Aus fachlicher Sicht könne man sagen, dass nahezu alle Kindertagesstätten zu Familienzentren ausgebaut werden müssten. Unter dem Aspekt der nur begrenzt verfügbaren Ressourcen und des noch geringen Erfahrungsschatzes mit solchen Einrichtungen sei die Formulierung von Prioritäten geboten. Die Verwaltung habe sich bei den Auswahlkriterien für zukünftige Standorte auf einen sozialen Brennpunkt konzentriert, so dass die Weststadt vorrangig bedient werden sollte. Das weitere Verfahren sehe vor, ein Interessenbekundungsverfahren unter den dortigen Einrichtungen einzuleiten und nach dem Erfahrungsbericht des Eltern-Kind-Zentrums Grone Vorgaben für neue Einrichtungen zu erarbeiten.

 

Herr Höfer begrüßt den von der Verwaltung gewählten defizitorientierten Ansatz, stellt aber fest, dass auch andere Ansätze, wie z.B. Bildungsorientierung, in Frage kämen. Im Hinblick darauf wären nicht nur sozial schwache Stadtteile, sondern das gesamte Stadtgebiet geeignet für solche Einrichtungen. Wichtig sei, in Zukunft die Perspektive bei der Arbeit in Kindertagesstätten vom Kind auf die gesamte Familie auszudehnen, wobei für verschiedene Sozialräume auch unterschiedliche Angebote vorgehalten werden müssten.

 

Frau Behbehani schließt sich der Meinung an, dass Familienzentren nicht nur auf sozial schwache Stadtteile beschränkt werden sollten. Die von der Verwaltung erarbeiteten Prioritäten seien gut gewählt, es sollten aber zukünftig Standorte nicht nur nach sozialen Voraussetzungen ausgewählt werden. Frau Janssen-Oldigs gibt zu bedenken, dass die Konzepte zukünftiger Familienzentren auf die Lebenswelten der dort lebenden Bevölkerung abgestimmt werden müssten.

 

Frau Dr. Funck gibt zu bedenken, dass in einem solchen Konzept auch schulische Aspekte einfließen sollten. Herr Dames regt an, alle interessierten Träger nach Abschluss des Interessenbekundungsverfahrens ihre Konzepte im Ausschuss vorstellen zu lassen. Herr Hecke gibt zu bedenken, dass die vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen nicht ausreichten, um im gesamten Stadtgebiet unterschiedliche Ansätze zu verfolgen und dass eine bestimmte Prioritätensetzung bis auf weiteres unumgänglich sei.

 

Frau Skiba-Hunkel schlägt vor, zuerst den Erfahrungsbericht aus Grone abzuwarten, bevor weitere Schritte unternommen würden, um ein klares Bild möglicher Zielgruppen zu gewinnen. Herr Höfer schließt sich dem an und meint, dass der Antrag zurückgestellt werden und nach dem Erfahrungsbericht im Frühjahr 2009 erneut aufgerufen werden solle.

 

Frau Behbehani bringt den Vorschlag, den Antrag zurückzustellen zur Abstimmung. Die Anwesenden stimmen dem zu.

 

 

 
 

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