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öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 10.06.2008 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:30 - 18:30 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Vereinsheim des FC Grone, Siekweg 26, 37081 Göttingen
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

 

Antrag der SPD Ratsfraktion – Sporthalle an der Godehardstraße

 

Antrag der SPD Ratsfraktion – Sporthalle an der Godehardstraße

Herr Henze stellt dem Sportausschuss noch einmal den Antrag der SPD-Ratsfraktion vor und betont im Hinblick auf den inzwischen bekannten enormen Sanierungsbedarf die Notwendigkeit, mehrere Konzepte zum weiteren Vorgehen vorgestellt zu bekommen.  Von besonderer Bedeutung sei dabei, für welche Nutzung diese Sporthalle künftig vorgesehen sei.

Herr Frey stellt dem Ausschuss mit Hilfe einer Powerpoint Präsentation verschiedene Handlungsoptionen zur Zukunft der Sporthalle Godehardstraße vor.

Dabei hebt Herr Frey die Bedeutung der Sporthalle für den Schulsport des OHG hervor. Nach der Übernahme der 5. und 6. Jahrgänge reicht die Kapazität der Sporthalle zur Erteilung des Sportunterrichts nicht mehr aus, so dass eine Erweiterung der Halle um ein weiteres Segment angezeigt ist. Mit der GWG wurde besprochen, dass Sportveranstaltungen mit mehr als 2000 Besuchern auch in Zukunft in der Lokhalle durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die SH Godehardstraße auch künftig im Wesentlichen den Ansprüchen des Schul- und Vereinssports gerecht werden muss und der zentrale Austragungsort von Veranstaltungen des Breitensports und regionaler Sportwettkämpfe sein wird.

Insgesamt ist festzustellen, dass nach den vorliegenden Untersuchungen ein Sanierungsumfang von ca. 4,5 Mio. € gegeben ist, um die Halle auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Dabei ist Handlungsbedarf gegeben, da einzelne Sanierungsabschnitte aus technischer und baulicher Sicht in den nächsten 1-4 Jahren erfolgt sein müssen, wenn der Betrieb der Halle nicht gefährdet werden soll.

Da sowohl die Sanierung als auch ein Neubau ähnlich hohe Investitionskosten erfordern, plädiert Herr Frey für einen Neubau der Halle in unmittelbarer Nähe zur alten Halle. Damit wäre der Betrieb während der Bauphase gewährleistet, dem Bedürfnis des Schulsports nach einem zusätzlichen Hallenteil entsprochen und eine zukunftsorientierte energiesparende Bauweise möglich.

Mit dem von der GoeSF gewählten Verfahren, nicht in eine sukzessive Sanierung der Sporthalle einzusteigen, sondern die Situation zu nutzen, um Funktion und Konzeption dieses Gebäudes zu diskutieren, bleiben die notwendigen Handlungs- und Entscheidungs-möglichkeiten erhalten.

Weiter berichtet Herr Frey, dass er von der Fa. Goldbeck ein Angebot zur Passivhausbauweise für diese Halle bekommen wird. Diese Variante des Neubaues würde allerdings 5 –10 % Mehrkosten verursachen.

Herr Güntzler bedankt sich bei Herrn Frey für die Präsentation des gut ausgearbeiteten schlüssigen Konzeptes, in dem die Kosten beispielhaft dargestellt werden. Er bittet darum, die Präsentation dem Protokoll beizufügen.

Herr Holefleisch fragt nach der Zeitachse der Finanzierung. Wie lange und wie viel Geld gebraucht wird. Die Haushaltslage der Stadt Göttingen wird in den nächsten Jahren schwieriger, so dass die Stadt ein so großes Projekt wahrscheinlich nicht finanzieren kann.

Herr Frey erläutert, dass bereits das Jahr 2010 für die Realisierung anvisiert wurde und man versuchen wird, den Betrieb der alten Halle bis dahin aufrecht zu erhalten. 10.000,-- bis 15.000,-- € jährlich für die nötigsten Instandhaltungen wären noch vertretbar. Mehr dürfte allerdings nicht mehr in die Halle investiert werden, bevor keine Grundsatzentscheidung gefällt wurde.

Herr Güntzler begrüßt den anwesenden Sportfachleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG), Herrn Köster.

Herr Köster unterstreicht noch einmal den dringenden Bedarf des OHG, welches zurzeit 1.500 Schüler hat. Der Unterricht in der jetzigen Halle ist enorm anstrengend, da in den 3 Segmenten bis zu  105 SS gleichzeitig unterrichtet werden. Das OHG würde den Bau einer neuen größeren Sporthalle sehr begrüßen.

Herr Güntzler möchte wissen, ob auch andere Schulen die Sporthalle nutzen?

Herr Köster teilt mit, dass andere Schulen die Halle nicht nutzen könnten, da es keinerlei freie Kapazitäten gäbe. Nachmittags würde dann ausschließlich der Vereinssport die Halle nutzen.

Herr Thielbörger unterstützt den Gedanken, auch zukünftig mit der Sporthalle Godehardstraße ausschließlich die Bedürfnisse des Schul- und Vereinssports berücksichtigen zu wollen. Die Umwandlung in eine Mehrzweckhalle bzw. in eine Eventarena lehne er hingegen ab, da dies automatisch mit Einschränkungen für den Sport verbunden wäre.

Herr Holefleisch teilt mit, dass der Sportausschuss das vorgeschlagene Konzept nur zur Kenntnis nehmen und eine Empfehlung an den Rat aussprechen könne. Die heute erhaltenen Informationen müssten vor einer Beschlussfassung zunächst in seiner Fraktion diskutiert werden.

Herr Henze stimmt dem Vorschlag von Herrn Holefleisch zu. Er bittet Herrn Frey, das Konzept auch in den einzelnen Fraktionen vorzustellen.

Herr Güntzler teilt mit, dass die CDU-Fraktion beabsichtigt am 18. Juni einen Ortstermin in der Sporthalle durchzuführen und bittet Herrn Frey dort das Konzept nochmals zu erläutern. Er schlägt den anwesenden Sportausschussmitgliedern vor, den Antrag der SPD durch das vorgestellte Konzept als erledigt zu betrachten. Ein förmlicher Beschluss muss nun durch den Rat bzw. unter direkter Beteiligung des Rates herbeigeführt werden. Dies könne auch im Aufsichtsrat der GoeSF erfolgen, da dann gleichfalls im Rat darüber beschlossen werde.

Herr Henze betrachtet den Antrag als erledigt und bittet darum, dass die GoeSF in einem der nächsten Ausschüsse die Möglichkeit einer Passivhausbauweise gegenüber der herkömmlichen Bauweise, vor allem die Kosten dieser Bauweise, vorstellt.

Der Ausschuss nimmt das vorgeschlagene Konzept zustimmend zur Kenntnis.

 

 
 

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