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11. öffentliche Sitzung des Ortsrates Geismar
TOP: Ö 4
Gremium: Ortsrat Geismar Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 27.03.2008 Status: öffentlich
Zeit: 20:00 - 21:50 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sportheim des RSV Göttingen 05, Benzstraße, 37083 Göttingen-Geismar
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Ortsbürgermeister Wattenberg begrüßt Herrn Jütting und Herrn Jakob von der Stadtentwässerung und führt aus, dass der Punk

Herr Ortsbürgermeister Wattenberg begrüßt Herrn Jütting und Herrn Jakob von der Stadtentwässerung und führt aus, dass der Punkt auf die Tagesordnung gesetzt worden sei, da es viele Anfragen gegeben habe, warum das Regenrückhaltebecken so aufwendig saniert worden sei.

 

Herr Jütting führt aus, dass die Stadtreinigung gern der Bitte nachkomme, Sinn und Zweck der Sanierungsmaßnahme zu erläutern. Herr Jakob werde als zuständiger Projektleiter mittels einer Power-Point-Präsentation die Maßnahme darstellen.

 

Herr Jakob erklärt, dass das 1972 erbaute Regenrückhaltebecken dem allgemeinen Hochwasserschutz diene und zuletzt seinen Zweck während des Hochwasserereignisses im August 2007 erfüllt habe. Einige Teile des Beckens hätten sich in einem desolaten Zustand befunden; so sei der Beckenablauf oftmals verstopft gewesen. Bei einem Starkregenereignis 2006 sei der Sandfang beschädigt worden. Die Zufahrt sei mit Schotter hergestellt gewesen und teilweise weggespült worden.

Im Zuge der kürzlich erfolgten Maßnahme sei der Sandfang saniert und die Wartungszufahrt mit Rasengittersteinen hergerichtet worden. Weitere Restarbeiten seien aufgrund der Witterung noch auszuführen.

Der Sandfang im Bereich Weidenbreite sei im gleichen Zuge mit erneuert worden. Dort habe man etwa 250 m³ Schlamm beseitigt.

Die ausgeführten Maßnahmen dienten nachhalten der Betriebssicherheit und der Werterhaltung im Rahmen des Hochwasserschutzes.

 

Herr Jütting erläutert, dass durch die Bautätigkeit auf den Zietenterrassen viel Schlammeintrag in das Regenrückhaltebecken erfolge. Von diesem Schlamm gehe eine große Geruchsbelästigung aus. Die Stadtentwässerung sei dabei, sukzessive die Regenrückhaltebecken zu überholen und zu sanieren. Die Unwetter im Westen im vergangenen Jahr hätten die Notwendigkeit aufgezeigt. Die Regenrückhaltebecken am Kaufpark wie auch in der Martin-Luther-Straße seien komplett voll gewesen und hätten ihre Funktion erfüllt. Dem Regenrückhaltebecken am Sandersbeek komme eine besonders wichtige Funktion zu, da dort 80% der Zietenterrassen angeschlossen seien.

 

Herr Ortsbürgermeister Wattenberg fragt, ob ebenfalls eine Sanierung des Regenrückhaltebeckens an der Teichstraße vorgesehen sei.

 

Herr Jütting antwortet, dass das Regenrückhaltebecken an der Teichstraße nicht oberste Priorität habe, da es dort keine vergleichbaren Probleme gebe. Die Situation dort werde beobachtet.

 

Herr Klatt fragt nach den Kosten für die Sanierung und ob die vorgesehenen Kapazitäten bei den anscheinend zunehmenden Niederschlagsmengen ausreichten.

 

Herr Jütting führt aus, dass die Kosten etwa 160.000 EUR betragen. Die Frage nach den Kapazitäten sei schwer zu beantworten, da statistisch gesehen keine erhöhten Niederschlagsmengen zu verzeichnen seien. Jedoch gebe es größere Regenereignisse auf engerem Raum, deren zukünftige Auswirkungen schwer vorhersehbar seien.

 

Herr Jakob ergänzt, dass der letztjährige Katastrophenregen im Bereich Groß Ellershausen / Hetjershausen etwa 10% der Jahresniederschlagsmenge innerhalb von 30 Minuten ausgemacht habe. Das Rückhaltebecken am Kaufpark habe weitere Schäden verhindert.

 

Herr Ortsbürgermeister Wattenberg dankt Herrn Jütting und Herrn Jakob für den ausführlichen Vortrag und bittet darum, zukünftig den Ortsrat bei solchen Maßnahmen eher mit einzubeziehen.

 

 

 
 

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