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22. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke
TOP: Ö 9
Gremium: Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke Beschlussart: vertagt (zurückgestellt)
Datum: Do, 06.03.2008 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:35 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungsraum CHELTENHAM (118), Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen (barrierefrei)
Ort:
FB61/550/08 Soziale Stadt Grone
Projekt Stadtteilbibliothek
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:61-Fachbereich Planung, Bauordnung und Vermessung Beteiligt:Dezernat B - Personal, Schule und Jugend
    40-Fachbereich Schule
   41-Fachbereich Kultur
   Dezernat C - Soziales und Kultur
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Herr Dienberg erläutert, dass das heute zu diskutierende Konzept bereits im Schulausschuss vorgestellt worden sei; dieser habe das Konzept zur Kenntnis genommen, aber keine Beschlussempfehlung abgegeben

Herr Dienberg erläutert, dass das heute zu diskutierende Konzept bereits im Schulausschuss vorgestellt worden sei; dieser habe das Konzept zur Kenntnis genommen, aber keine Beschlussempfehlung abgegeben. Herr Holefleisch regt an, auch in der heutigen Sitzung des Bauausschusses keine Beschlussempfehlung abzugeben, da zunächst das Diskussionsergebnis der anderen Gremien abgewartet werden solle. Dieser Vorschlag stößt auf allgemeine Zustimmung.

 

Sodann erläutert Herr Ohlow die mit der Ladung versandte Verwaltungsvorlage. Das Projekt „Stadtteilbibliothek Grone“ werde seit langem im Rahmen der Stadt­erneuerung Grone -Soziale Stadt- verfolgt. Bislang sei die Einrichtung in einem Altbau in der Heinrich-von-Warnecke-Str. untergebracht. Der Altstandort genüge jedoch sowohl hinsichtlich seiner räumlichen Ausstattung als auch bezügl. seiner pädagogischen Möglichkeiten schon seit langen nicht mehr den Anforderungen an ein zeitgemäße und attraktive Kultur- und Bildungseinrichtung. Zudem befindet sich das Gebäude in einem sanierungs­bedürftigen Zustand und generiere hohe Unterhaltungskosten.

 

Daher seien Planungen erarbeitet worden, für die Stadtteilbibliothek eine bauliche Ergänzung der Erich-Kästner-Schule in der Backhausstraße zu errichten und die Bibliothek nach dort hin umzusiedeln. Die Entfernung zwischen beiden Standorten betrage rd. 300 Meter. Um den Nutzen zu optimieren, seien Überlegungen angestellt worden, vorb. Maßnahme mit der ohnehin anstehenden Modernisierung der Mehrzweckhalle zu kombinieren.

 

Parallel seien jedoch auch die Kosten für eine Beibehaltung des bisherigen Standortes ermittelt worden. Bei Beibehaltung des Altstandorts wären jedoch ergänzende Teillösungen für die dann erforderlichen zwei Schulbibliotheken erforderlich gewesen; hinzuzurechnen seien die Kosten für das Modul „Erneuerung der Mehrzweckhalle“. Bei eingehender Prüfung und Abwägung aller Vor- und Nachteile sei man zu dem Ergebnis gelangt, dass die funktionalen, baulichen und finanziellen Nachteile deutlich überwögen. Diese Alternative könne daher nicht empfohlen werden.

 

Das nunmehr präferierte Konzept beinhaltet eine integrierte Gesamtlösung von Stadtbibliothek, Schulbibliothek und Mehrzweck­halle. Die Erich-Kästner-Schule erhalte hierzu einen Ergänzungsbau, der in drei - den Altersgruppen „Kinder“, „Jugendliche“, „Erwachsene“ entsprechende - Nutzungsbereiche gegliedert werde.

 

Die Ausstattung umfasse neben den Bibliotheksbeständen auch neue Medien und Internet­arbeitsplätze. Der Bestand werde über einen Zeitraum von mehreren Jahren aufzubauen sein; damit werde ein deutlich verbessertes Angebot geschaffen, welches räumlich wie inhaltlich auch gezielt eher bildungsferne Schichten anspreche. Zudem befände sich der neue Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zum Eltern-Kompetenz-Zentrum.

 

Die Mehrzweckhalle könne in diesem Zusammenhang neu erschlossen und modernisiert werden. Eine Erschließung der Mehrzweckhalle müsse dann nicht mehr über die Schule erfolgen, was in der Vergangenheit häufig zu Konflikten geführt habe. Eine barrierefreie Nutzung aller Komponenten werde angestrebt. Für den Altstandort werde eine geeignete Nachnutzung gesucht; einige Interessenbekundungen lägen bereits vor.

 

Der neue Standort hätte zudem ein deutlich günstigeres Einzugsgebiet als der Altstandort; so würden mit dem neuen Standort erstmals auch die Gebiete südlich der Kasseler Landstraße erschlossen. Zudem sei der Anteil von Kindern und Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung im Umfeld des neuen Standortes überproportional hoch.

 

Aus Sicht der Verwaltung stelle das vorgeschlagene Konzept eine optimale Lösung dar. Sodann erläutert Herr Ohlow unter Bezugnahme auf die übersandte Verwaltungsvorlage die Vor- und Nachteile der Vorschlagsvariante nochmals im Detail und stellt die geplanten Baumaßnahmen kurz vor. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf rd. 1,6 Mio. EUR (brutto) zzgl. Nebenkosten. Da die Maßnahme jedoch förderfähig aus Mitteln der „Sozialen Stadt“ sei, belaufe sich der von der Stadt zu tragende Anteil nur auf ein Drittel der vorbenannten Summe.

 

Das Konzept sei bereits im Schulausschuss vorgestellt worden, welcher jedoch keine Beschlussempfehlung abgegeben habe. Die Anhörung des Ortsrates sei auf dessen Wunsch in den März vorgezogen worden. Im April solle dann die Beteiligung des Kulturausschusses und des Unterausschusses erfolgen. Im Mai sei dann – abweichend von der mit der Ladung versandten Vorlage – eine erneute Beratung im Bauausschuss sowie die Beschlussempfehlung des Verwaltungsausschusses vorgesehen. Danach würden die Finanzmittel der Städtebauförderung beim Land eingeworben werden; hierfür gelte als Stichtag der 01.06.08. Sobald die Finanzmittel in Aussicht gestellt worden sind, werde mit der weiteren Planung bzw. Umsetzung der Maßnahme begonnen. Die abschließende Beschlussfassung solle im Juni erfolgen – abweichend von der versandten Vorlage solle dieser Beschluss durch den Rat gefasst werden.

 

Herr Holefleisch bittet darum, die im Vortrag verwendeten Folien im allris-System zu hinterlegen. Herr Müller sagt dies zu.

 

Herr Holefleisch erklärt, die vorgestellten Planungen zu begrüßen; diese stellten eine Bereicherung für den Ortsteil dar. Vor einer endgültigen Entscheidung müsse jedoch eine Aussage zur Zukunft des Altgebäudes vorliegen.

 

Frau Behbehani verweist darauf, dass der Ortsrat massive Bedenken gegen die vorgestellten Planungen habe und eine Verödung des Ortskernes befürchte, wenn der Altstandort aufgegeben werde. Ihres Erachtens müssten daher verstärkt Vorschläge für eine Stärkung des Altstandortes erarbeitet werden. Eine Sanierung des bisherigen Bibliothek-Gebäudes könnte merklich zur Aufwertung des historischen Ortskernes beitragen; eine leerstehende Immobilie in diesem Bereich hätte hingegen ausgesprochen nachteilige Auswirkungen für den gesamten Ortsteil.

 

Herr Dienberg räumt ein, dass er die vorgetragenen Bedenken durchaus nachvollziehen könne. Vor diesem Hintergrund werde sich die Liegenschaftsverwaltung intensiv um eine adäquate Nachnutzung bemühen. Er sei jedoch trotz allem zutiefst davon überzeugt, dass die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante den deutlich größten Nutzen für den Ortsteil – aber auch für die Gesamtstadt – mit sich brächte. Wenn diese Variante nicht realisiert werden könnte, würde eine große Chance verspielt.

Sodann beschließt der Ausschuss nach kurzer weiterer Diskussion einstimmig:

 

Sodann beschließt der Ausschuss nach kurzer weiterer Diskussion einstimmig:

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich STABIB GRONE SchA,BA, UA OR 08 (1410 KB)      
Die Angelegenheit wird vertagt

Die Angelegenheit wird vertagt.

 
 

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