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3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Göttingen
TOP: Ö 32
Gremium: Rat Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Fr, 09.02.2007 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 21:25 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1 - 4, 37083 Göttingen
Ort:
SPD/006/07 Antrag der SPD-Ratsfraktion betr. "Sporthalle an der Godehardstraße"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage/sonstige Vorlage
Federführend:SPD-Ratsfraktion Beteiligt:Göttinger Sport- und Freizeit GmbH & Co. KG
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis
Beschluss

Bürgermeisterin Lankeit teilt mit, dass der Verwaltungsausschuss empfohlen habe, diesen Antrag direkt zu beschließen

Bürgermeisterin Lankeit teilt mit, dass der Verwaltungsausschuss empfohlen habe, diesen Antrag direkt zu beschließen.

 

 

Anschließend teilt Ratsherr Henze in der Begründung des Antrages der SPD-Ratsfraktion u.a. mit, dass zwar die „Godehardhalle“ nicht die einzige betagte Sporthalle in Göttingen sei.

Da man jedoch davon ausgehen könne, dass nun auch der Herren-Basketballmannschaft der BG 74 aufgrund ihrer sportlichen Erfolge der Aufstieg in die erste Basketball-Bundesliga gelingen sollte, müssten rechtzeitig die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Dieses Thema werde derzeit rege in Göttingen diskutiert.

Nach Kenntnis der SPD-Ratsfraktion gebe es aktuell auch dahingehende Überlegungen in der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH. Gleichwohl sei der Antrag wichtig, damit auch der Rat angemessen in die Entscheidungen eingebunden werden kann.

Man sei sich sicherlich darüber einig, dass keine vorschnellen Entscheidungen getroffen werden dürfen, ohne klare Daten über zukünftige Nutzungsmöglichkeiten vorgelegt zu bekommen.

Dazu gehören Zahlen und Fakten über die Halle und ein Konzept der BG 74 für weitere Nutzungen, sollte die Mannschaft sich nicht auf Dauer in der 1. Bundesliga behaupten können.

 

Beigeordneter Güntzler teilt mit, dass er froh über die differenzierte Einbringung dieses Antrages sei, da die Diskussionen in den letzten Tagen einen anderen Eindruck vermittelt hätten, wonach Druck auf die Politik ausgeübt werden sollte, um die Godehardhalle auf jeden Fall bundesligatauglich machen zu können.

Die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH leiste bereits gute Vorarbeiten, um dem sicherlich von allen getragenen Wunsch gerecht zu werden.

Allerdings müsse man wegen der erheblichen Kosten sehr sorgsam mit diesem Thema umgehen, weil z.B. parallel das vorgestellte, umfangreiche Sanierungskonzept für die Sporthallen in Göttingen dann kaum noch umzusetzen sein wird.

Dieses Thema ist sehr sensibel zu handeln, da auch diesem Sport nicht unbedingt geneigten Göttingerinnen und Göttingern die Notwendigkeit für die Maßnahmen an der Godehardhalle vermittelt werden müsse, da andere Hallen ebenfalls Sanierungsbedarf vorweisen würden.. Deshalb sei er froh, dass ein Sportstättenkataster auf Anregung der CDU-Ratsfraktion erstellt werde.

 

Oberbürgermeister Meyer  teilt mit, dass die Verwaltung in engem Kontakt mit dem Vorstand der BG 74 stehe und man dort sehr sicher sei, dass der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelingen werde. In aktuell geführten Gesprächen habe man sich darauf verständigt, dass sich die BG 74 im Schwerpunkt um Sponsoren für den für die 1. Bundesliga notwendigen Etat kümmern werde, während die Verwaltung sich um die Frage kümmere, wie man eine geeignete Sporthalle bekommen könne.

Er habe aber deutlich übermittelt, dass größere Maßnahmen nicht zu verantworten seien, wenn BG 74 kein akzeptables Konzept für eine nachhaltige Nutzung der Halle vorweisen könne.

 

Beigeordneter Thielbörger teilt mit, dass die FDP-Ratsfraktion einer entsprechenden Prüfung nur zustimmen könne, wonach u.a. die Fragen zu beantworten sein werden, wie und mit welchen Kosten die Godehardhalle umgebaut werden kann.

Die Prüfung sollte auch beinhalten, ob eine Sanierung auch in mehreren Stufen möglich sei bzw. auch andere Sportstätten in Erwägung gezogen werden können.

Das angesprochene Konzept für eine spätere Nutzung werde ebenfalls gefordert und sei ausschlaggebend für das weitere Handeln.

 

Ratsherr Humke teilt mit, dass Spitzensport generell schwer zu finanzieren sei und man nicht außer Acht lasse dürfe, dass bis vor Kurzem die BG 74 schon finanzielle Probleme gehabt habe.

Es müsse genau abgewogen werden, welche Bedingungen die Stadt Göttingen erfüllen könne und welche man darüber hinaus erfüllen müsse.

Fragen, ob die Halle auch für andere Aktivitäten dann überhaupt noch zur Verfügung steht, wie sieht eine zukünftige Nutzung aus und auch, ob nicht vielleicht auch ein Verkauf an die GöSF vermieden werden kann, seien zu beantworten.

Hier dränge jetzt die Zeit und er hoffe auf eine schnelle und erfolgreiche Beratung.

 

Bürgermeister Holefleisch weist darauf hin, dass es sich um Berufssport handele, der hier unterstützt werden soll und man erhebliche finanzielle Risiken auf sich nehme.

Nicht nur die Baukosten, sondern auch die Folgekosten müssten Berücksichtigung bei allen Überlegungen finden. Hierbei sollte ebenfalls dargestellt werden, welche Sanierungsarbeiten ohnehin notwendig würden und welche Kosten damit verbunden seien.

Den gesamten Sportetat der Stadt Göttingen müsse man dabei im Auge behalten.

Der Rat beschließt sodann einstimmig:

Der Rat beschließt anschließend einstimmig:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen,

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen,

 

welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Sporthalle an der Godehardstraße so herzurichten, dass sie die Voraussetzungen als Austragungsort für Spiele der 1. Bas-ketball-Bundesliga der Herren erfüllt.

 

In diesem Rahmen sind die finanziellen Auswirkungen darzustellen.

Des Weiteren ist zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen ein langfristiges Konzept für die Sporthalle entwickelt werden kann. Hierbei ist insbesondere zu prüfen, ob und unter welchen Umständen ein Verkauf der Halle an die Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co. KG erfolgen kann.

 
 

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